Dienstag, 7. April 2015

Abitur

Nein...noch sind wir bzw. ist Felix nicht so weit, dass er sein Abitur macht. Aber wenn alles weiterhin so gut läuft ist es in zwei Jahren so weit und da jetzt nach den Osterferien die Wahl der Leistungskurse ansteht, wird mir das mehr und mehr bewusst, dass Felix so langsam aber sicher auf seinen Abschluss zusteuern wird. Er sieht das noch recht lässig und inzwischen wage ich ja schon gar keinen Blick mehr in seine Unterlagen werfen. Ich muss begreifen...er hat seine Lernmethode. Ich hatte "damals" vor 30 Jahren meine ganz eigene...durchaus sehr andere. DIE richtige Lernmethode wird es eh nicht geben, das muss jeder selbst für sich herausfinden.
Hinzu kommt der Wandel in den Schulen wie Wissen vermittelt wird und vor allem, was mich insbesondere bei Deutscharbeiten immer wieder erfreut: Der Wandel wie Wissen bewertet wird.
Bei uns stand vor mehr als 30 Jahren unter einer Deutscharbeit die eine Analyse eines Gedichtes oder eine Interpretation eines Textes zum Inhalt hatte meist nur die Note. Manchmal hatte der Lehrer sich noch die Mühe gemacht und fünf, sechs Sätze hinzugeschrieben "Einleitung ist gut gelungen, dann findest du jedoch nicht so recht den Ansatz zur Interpretation..." so etwas in der Art. Und ich (als eher mittelmäßige Schülerin) hatte oft den Eindruck ungerecht bewertet worden zu sein, weil allein die Note mit diesen paar Sätzen die Bewertung der Arbeit mit den Mitschülern nicht vergleichbar machte...zumindest nicht für mich.

Heute gibt es dazu regelrechte Bewertungsbögen mit Vorgaben wie

"Der Schüler...
- formuliert eine aufgabenbezogene Einleitung
- ordnet die Szene korrekt ein
- fasst inhaltliche Aussagen der Szene zusammen"

usw.. Das macht die Bewertung doch gleich viel transparenter UND, was ja noch viel, viel besser ist es macht deutlich WO die Defizite liegen, wo ich als Schüler was besser machen kann. Habe ich z.B. nur 2 von möglichen 6 Punkten bei der Formulierung der aufgabenbezogenen Einleitung bekommen, weiß ich doch bei der nächsten Klausur genau, was ich mir besser ansehen muss!

Nun gut...so weit meine Einleitung zum eigentlichen Blogbeitrag. Denn das Team von Blogg dein Buch hat mir ein Rezensionsexemplar aus der Reihe "Königs Abi-Trainer" das Buch "Abitur NRW 2016 Prüfungstraining - Deutsch Leistungskurs" zukommen lassen. Auch wenn Felix erst 2017 Abitur machen und NIEMALS Deutsch als Leistungskurs wählen wird, fand ich es für mich doch sehr interessant in ein solches "Lernbuch" mal hineinzuschauen. Was wird heutzutage von den Schülern gefordert, wie können sie sich darauf vorbereiten? Wird das Lernen im Zentralabitur vielleicht einfacher, weil ja alle Schulen den gleichen Stoff vermitteln "müssen". Kann man sich vielleicht sogar im Unterricht auf die faule Haut legen, die eigenen Notizen während des Unterrichts schludern lassen (so wie Felix es in meinen Augen macht?) und erst kurz vor dem Abitur mit Hilfe des Buches das nötige Wissen aneignen? Ihr merkt...es würde mich ungemein beruhigen, wenn dieses Buch einem zu einer guten Abiturnote verhelfen könnte. Dann könnte ich nämlich meinen Kindern zu gegebener Zeit diese Bücher in die Hand geben, mit dem Hinweis "durchackern bitte" und hoffen, dass das Gelesene und Bearbeitete ihnen zusammen mit dem Erlernten aus der Schule zu einem guten Abschluss verhilft. Schauen wir uns das Buch also mal genauer an:



- alle Schwerpunktthemen in einem Band
- Wissen, Verknüpfungsaspekte und Abiturübungsaufgaben mit Lösungen
- für Gymnasien und Gesamtschule

Alles, was Sie für Klausur und Abitur im Gymnasium oder in der Gesamtschule benötigen, finden sie in diesem Band.

So steht es auf dem Einband. Aufgebaut ist das Buch in zwei Teile:

Teil I befasst sich mit der Vermittlung des Grundlagenwissens, Teil II liefert Abiturübungsaufgaben mit Hinweisen (Schreibplänen), Tipps und Lösungen.

Besonders letzteren Teil...die Tipps und Lösungen zu Abiturprüfungen finde ich durchaus sehr interessant, denn auch hier wird wie oben bereits beschrieben ein "Bewertungsbogen" zugrundegelegt. Man bekommt also einen guten Eindruck, was vom Schüler gefordert wird.


Im ersten Teil werden inhaltliche Unterrichtsaspekte und methodisches Wissen durch kurze Erläuterungen zusammengefasst wiederholt. Die Schwerpunktthemen sind:

- Epochenumbrüche 18./19. Jh. (Schiller, Kabale und Liebe) bzw. 19./20. Jh. (Kafka, Der Prozess und Roth, Hiob) Neue Sachlichkeit: Romanauszüge /Erzähltexte von Kästner, Falada, Fleißer und Keun.
- Lyrik der Romantik, des Expressionismus und der jüngsten Gegenwart
- Reflexion über Sprache: Spracherwerb und Sprachentwicklung; Sprachkritik, Sprachskepsis, Sprachnot

Weiterhin werden Verknüpfungsaspekte wie Individuation, Sozialisation, Genderaspekt etc. behandelt.


Nun, das klingt alles schon sehr wissenschaftlich und mir ist in diesem Zusammenhang ein Bericht von letztens präsent in dem eine Schülerin anklagte. "Ich kann perfekt ein Gedicht analysieren, weiß jedoch nicht welche Versicherung ich benötige, wenn ich von zu Hause ausziehe!" Aber das ist ein anderes Thema...
Was ich jedoch ein wenig in Frage stelle, schafft es dieses Buch den Schülern das Wissen auch "schmackhaft" zu machen? Okay, Deutsch war auch bei mir damals nicht meine allererste Wahl, in diesem Punkt komme ich mit Felix überein...beide mögen wir eher das Logische, das ist irgendwie greifbarer.

Schauen wir also wirklich mal in das Buch hinein und lesen uns zunächst ins Vorwort hinein:

"Universitäre Forschung hat das natürliche Bestreben, sich zu erweitern, schulische Bildung hingegen ist oft zum Gegenteil aufgefordert. Ihr soll der Spagat gelingen, Fähigkeit und Wissen des Einzelnen zu erweitern, in dem sie das sich vermehrende und differenzierte Wissen wieder reduziert auf kleine handhabbare Module. Das ist ohne Reduktionen, Vergröberungen und Auslassungen nicht möglich und gilt besonders für solch zugespitzte Situationen wie Prüfungen. Da unsere Merkfähigkeit sich am ehesten durch bildhafte Gedankenverbindungen steigert, wird auch in diesem Bändchen versucht, das Disperate und Vielfältige der Wissensgegenstände in möglichst griffigen und anschaulichen Erinnerungsmodellen und Schemata bildhaft miteinander zu vernetzen."

Okay...äh...alles klar!? Ich denke, spätestens jetzt würde nahezu jeder 17jährige Schüler (denn, jaaa unsere Kinder sind 17 wenn sie Abitur machen!!!) dieses Buch zuklappen und in die Ecke legen, vorausgesetzt er hat nicht bereits seit seinem 12. Lebensjahr den Wunsch Germanistik zu studieren. Und ich gebe es zu...ich musste den Satz dreimal lesen bis ich verstanden habe, was der Autor damit aussagen will.
Klar kann ich in einem wissenschaftlichen Lehrbuch nicht einfach schreiben: "Hey du, du hast eine Menge Stoff zu lernen und alles wirst du leider auch in der Abiprüfung nicht anwenden können, also lass' uns alles möglichst kompakt in Bildern zusammenpacken und pauken!" Aber ein bisschen weniger trocken und interessanter könnte man solche Formulierungen doch wohl rüberbringen?

Ein wenig störend empfinde ich es auch, dass im Vorwort davon die Rede ist, dass das Buch dreigeteilt ist, das Inhaltsverzeichnis aber eine ganz klare Gliederung in zwei Teile aufweist, bei denen der erste Teil zwiegliedrig ist. In einer Klausur würde da am Rande vermutlich "formaler Fehler" stehen;-).

Aber gut...wäre ich Schüler und müsste ich mich mit dem Stoff des Deutschunterrichts der vergangenen 1,5 Jahre auseinander setzen. Dazu würde ich also meine Unterrichtsmitschriften (die hoffentlich alle vollständig sind!) durchackern und mit Hilfe des Buches Nichtverstandenes ergänzen bzw. aufarbeiten. Und dafür erscheint mir das Buch schon gut seinen Zweck zu erfüllen. Zwischen den einzelnen Kapiteln befinden sich anschauliche Grafiken, Infoboxen und hilfreiche Beziehungsgeflechte, die das Lernen und Zuordnen des Stoffes in der Tat leichter machen können.



Wenn auch der erste Teil des Buches in mancher Hinsicht sehr "trocken" daher kommen mag, es ist nun mal der Stoff der parat sein muss, so ist in meinem Augen der zweite Teil des Buches noch viel hilfreicher. Er scheint mir, begleitend zu den Klausuren in der Vorabizeit, schon gute Dienste zu leisten, da man hier Einblick in das Bewertungssystem bekommt. Hilfreiche Methoden zur Herangehensweise an einen Text mittels Schreibplänen zu den jeweiligen Teilaufgaben können manchen Schüler sicher gut auf die Sprünge helfen und einem möglichen "Blackout" zuvorkommen.
Daran ist für mich zumindest gut zu erkennen, dass sich in den letzten 30 Jahren in puncto Lern- und aber auch Lehrmethoden ordentlich was getan hat und verbessert worden ist!




Fazit: Das Buch aus der Reihe der Konigs Abi-Trainer "Abitur NRW 2016 Prüfungstraining - Deutsch Leistungskurs" aus dem Bange Verlag mag auf den ersten Blick etwas trocken daher kommen und die 16 - 17 jährigen, die im kommenden Jahr ihr Abitur machen, werden mit dem gewählten Stil sicherlich nicht sonderlich angesprochen. Findet man als Schüler dann jedoch den Zugang zum Buch und macht es sich zu Nutze, so ist es sicher in vielen Bereichen bereits weit VOR dem Abitur ein hilfreicher Begleiter für alle anstehenden Klausuren. Aufmerksam durchgearbeitet kann es das Wissen der Unterrichtsstunden im Deutsch Leistungskurs sicher vielfältig bereichern und an vielen Stellen verständlich nahebringen. Auch als Grundlage für Referate kann es sicher hilfreiche Dienste leisten.
Als Rettungsanker kurz vor der Abiprüfung erfordert das Durcharbeiten sicher ein hohes Maß an Disziplin, mag aber dank des zweiten Teils mit den durchaus in meinen Augen recht realistischen Übungsaufgaben zu Klausuren und Abiprüfungen für den einen oder anderen auch die Angst vor der Prüfung nehmen, da mit dem Abiturprüfungspaket die Abiprüfung zweimal simuliert werden kann. Zusätzlich gewährt es Einblick in die Bewertungsmethodik und vermag so dem Schüler hiermit klar die möglichen Defizite vor Augen führen. Hätte es diese Lernhilfen schon zu meiner Zeit gegeben wäre meine Motivation vor dem Abitur eventuell eine andere, bessere gewesen. Aber vermutlich kommt diese Erkenntnis trotz toller Lernhilfen auch heute noch erst in den späteren Jahren;-).

Dennoch für knapp 12 € ist es für Schüler mit einem gewissen Maß an Selbstdisziplin eine lohnende Investition. Einen Punkt (zwei erscheint mir zu viel, 1,5 wäre gerecht) Abzug für die wenig an Jugendliche angepasste Schreibweise.

Gruß Uschi





Donnerstag, 2. April 2015

Na, was kommt denn da "angerobbt"?

Wenn das mal nicht ein toller neuer Stoff von farbenmix ist?

RobRob, soeben von Sabine in den Inspirationen vorgestellt, will auch ich euch zeigen was bei mir aus dem Stoff wurde. Denn hier ist RobRob schon vor ein paar Tagen mit einer frischen Brise von der Nordseeküste eingetroffen.


Schöne dezente Blautöne mit Retromuster, die erst auf den zweiten Blick zu kleinen Robben werden. Daher auch druchaus für Erwachsene tauglich wie ich finde! Das Ganze als tolle Jerseyqualität mit am Rande als Bordüre aufgedruckten großen Robben zum applizieren oder zum anders verarbeiten.

Dass ein Shirt daraus auch bei mir durchaus maritimen Charakter haben sollte war von Anfang an klar. Genauso klar war, dass ich den Stoff mit irgendeinem Ringelstoff aus meinem Vorrat kombinieren wollte. Gerne hätte ich "irgendwas mit rot und weiß" genommen, aber da waren alle Reste leider etwas zu klein:-(. Nach langem hin und her legen fiel die Wahl dann auf den Blockstreifenjersey "Gini" von farbenmix.


Dass ich die großen Robben auch "irgendwie" verarbeiten wollte stand auch schon fest...das "wie" hat sich wie so oft bei meiner Näherei eher spontan ergeben. Zunächst hatte ich die Idee sie mit einem Rettungsring einzurahmen...aber auch das scheiterte am fehlenen roten und weißen Jersey (auch wenn das Stoffregal reichlich gefüllt ist...irgendwas fehlt IMMER!). Aber dann kam mir die Idee mit dem Bullauge...mindestens genauso gut, wenn nicht gar besser:-).


Das Bullauge ist mittels Haftvlies auf dem Shirt appliziert, die großen Robben dabei untergelegt. Realistisch wird das "Bullauge" erst durch "richtige" Nieten;-).

Ich mag "RobRob" schon jetzt sehr und beim nächsten Nordseeurlaub wird das Shirt sicherlich nicht fehlen.
Das Shirt ist übrigens meine erste "LadyRose" von Mialuna...toller Schnitt, da werden sicher auch noch einige folgen...


Wenn auch ihr nun verliebt in die Robben seid, dann merkt euch schon den 13. April vor, denn dann wird es ihn bei farbenmix im Shop geben. Händler können ihn ab dann bei swafing vorbestellen.

Gruß Uschi

Sonntag, 29. März 2015

Was kann er denn alles...

...mein AllesKönner?

Mein was? Mein AllesKönner!
Der neue Taschenschnitt von farbenmix, den es ab morgen im Shop geben wird und den Sabine schon in den vergangenen Tagen in den Inspirationen mehrfach vorgestellt hat. Klar, dass sie sich im vergangenen Jahr als frisch gebackene Oma mit der Thematik einer Wickeltasche auseinandergesetzt hat und dabei an viele Dinge gedacht hat. Denn so eine Wickeltasche muss ja viele Zwecke erfüllen...sie sollte einen Wickelplatz hervorzaubern können, sie sollte Windel und Ersatzwäsche verstauen können, aber auch Pflegeutensilien wie Cremes und Feuchttücher griffbereit liefern. Wenn dann noch Platz für den Schnulli und eine Trinkflasche ist, dann ist eine Wickeltasche nahezu perfekt. Noch perfekter natürlich, wenn sie zum eigenen Stil selbst genäht werden kann! Dann kann sie eben alles und wird zum AllesKönner.

Als nun der Schnitt bei mir im Postfach lag war mein Gedanke zunächst: Was muss MEIN AllesKönner denn nun alles können? Denn Wickelkinder gibt es hier ja nicht mehr und noch nicht, also schied eine Wickeltasche aus. Eine Schultasche für Julia vielleicht, aber die hatte sich gerade im Sommer eine zum Geburtstag gewünscht und ist erstmal versorgt. Also schaute ich mir den Taschenschnitt mal genauer an und dank der Unterteilungen kam mir die Idee, dass sich damit sicher auch gut meine Objektivsammlung der Kamera ganz gut "festklippsen" lässt. Die Fototasche ist nämlich inzwischen für die Anzahl hier im Haus eingezogener Objektive zu klein und wenn es dann auf Reisen geht muss ich mich entweder entscheiden ein paar Objektive hier zu lassen oder sie im restlichen Gepäck irgendwo zu verstauen...alles nicht optimal. Außerdem...inzwischen geht ja doch einiges mehr an Multimediaequipment mit auf Reisen, da lag der Gedanke nahe, dass so ein AllesKönner das sicherlich gut verstauen könnte. Schauen wir mal, ob er das kann.

Ich habe mir also zunächst eine lange Liste gemacht, welche "Bausteine" mein AllesKönner haben muss. Dazu ist es wichtig die Anleitung einmal bis zum Ende durchzulesen. Jeder Baustein ist separat beschrieben und kann dem eigentlich "schlichten" Grundmodell hinzugefügt werden. Meine Liste wurde mit all meinen Überlegungen immer länger...das große Gummizugfach...für das Stativ, die Unterteilungen...für die Objektive und Kamera, die Klappe...als Abdeckung für die Gummizugtasche, aber auch um mal schnell das Handy unterzubringen. Praktisch erschien mir auch der Gurtbandverschluss, mit ihm lässt sich sicher auch schnell mal eine Jacke festschnallen, wenn es warm wird. Die "Wickelklappe" mit ihrem langen rundum Reißverschluss kann gut mein Tablet verwahren und ins Reißverschlussfach passt sicher noch mein Ebook-Reader. Auf die kleinen Täschchen an den Seiten wollte ich dann auch nicht verzichten...für die Flasche Wasser, den Schlüssel oder sonstigen Krimskrams wie Objektivdeckel und Gegenlichtblende. Na...und so ein Cremefach für Stifte, Ladekabel und Akkus ist sicher auch noch praktisch.

Jaaaa.....das Zuschneiden aller Teile dauerte eine Weile ;-). Aber so ein AllesKönner muss auch in Ruhe, am besten über mehrere Tage "wachsen", es ist sicherlich keine Tasche, die man mal eben locker an einem Abend näht!
Damit die Fotoausrüstung auch gut geschützt ist, habe ich die Futterteile zusätzlich noch mit Volumenvlies bebügelt. Bei mitteldicken Stoffen ist das für eine Wickeltasche sicher nicht nötig.

Damit der Alleskönner auch mal von den männlichen Bewohnern des Hauses getragen werden kann, habe ich farblich recht neutrale Stoffe gewählt und sie auch nur recht dezent verziert. Eigentlich sollte sie auch nicht bestickt werden...aber dann kamen mir Susalabims Superhelden in die Quere und die Mücken und Fliegenviecher musste ich einfach verewigen :-). Die Stickdatei bekommt ihr demnächst bei Kunterbunt-Design.

So...lange Rede...nu' zeig doch ma' die Bilda:


 AllesKönner erste Seite mit großem Gummizugfach und geteilter Taschenklappe mit Gurtbandverschluss.

 AllesKönner zweite Seite mit RV-Fach und Wickelklappe.

 AllesKönner linke Seite mit flachem Eingriffsfach.

 AllesKönner rechte Seite mit beuteliger Gummizugtasche für dickere Gegenstände.

 AllesKönner Taschenklappe mit Reißverschlussfach.

Vorne ins große Gummizugfach passt prima ein kleines Stativ hinein!

 Der Ebookreader (und durchaus noch mehr!) passt ins RV-Fach!

 Das Tablet und die Ladekabel sind sicher in der Wickelklappe verstaut!

Die Objektive werden mittels Druckerband an den Unterteilungen und Seitenteilen festgeklippt und können so nicht durch die Tasche purzeln. Für das dickste Objektiv muss ich jedoch noch eine etwas breitere Unterteilung nähen, da reicht das vorgegebene Maß nicht aus.

Genauso gut  lässt sich aber auch eine kleine Wasserflasche in der Tasche fixieren!

Ihr seht...schon ganz schön ausgetüftelt dieser AllesKönner! Ganz schnell sind die Unterteilungen aber auch herausgeklippst und die Tasche kann als große Shopping-Bag verwendet werden.

Ein paar Tipps möchte ich euch jedoch noch mit auf den Weg gegeben:

- der AllesKönner ist ein aufwändiges Projekt, Nähanfänger sollten sich daher zunächst an der Grundversion versuchen.
- VOR dem Nähen überlegen welche Bausteine benötigt werden
- in Ruhe nähen, immer einen Baustein nach dem anderen und zum Schluss alles zusammensetzen...so macht es am meisten Spaß!

Dann habe ich mir die Freiheit genommen noch meine kleinen, ganz persöhnlichen Variationen einzubringen:

Bei der Taschenklappe ist es nicht vorgesehen, dass der äußere Stoff von innen versäubert wird. Das ist, wenn man die Schnittkanten am Reißverschluss versäubert an sich auch nicht nötig. Aber bei mir war der blaue Stoff so durchscheinen, dass ich Vlieseline aufbügeln musste und das hätte ich doof gefunden, wenn man die innen gesehen hätte. Also habe ich zur langen Zuschneideliste die Schnittteile 8 und 9 zusätzlich noch je einmal aus Innenstoff zugeschnitten und den Reißverschluss zwischengefasst.


Dann ist eine Fotoausrüstung natürlich deutlich schwerer als Wickelklamotten. Daher habe ich in meinen AllesKönner einen Boden eingelegt.


Dieser ist ganz schnell aus zwei Rechtecken (42 cm x 17 cm inkl. NZ) genäht: Die kurzen Kanten an einer Seite 1 cm auf die linke Seite legen und absteppen. Die Rechtecke rechts auf rechts legen und an den zwei langen und der kurzen, nicht versäuberten Kante zusammennähen. Dann aus einem Kunststoff-Platzset 2 x den Boden zuschneiden, doppelt legen und einschieben. Die verbliebene Öffnung zusteppen - FERTIG!


Aufgrund des Gewichtes der Objektive war noch eine weitere Anpassung nötig um dem Futterstoff mehr Stabilität und Halt am Außenstoff zu geben. Daher habe ich die äußere Kante des RV-Streifens von Innen- und Außenstoff vor dem Wenden jeweils im geraden Bereich knapp auf der Nahtzugabe aufeinander genäht. Dadurch werden in diesem Bereich
Innen- und Außenstoff miteinander verbunden und "trennen" sich im inneren der Tasche nicht mehr voneinander...etwas schwierig zu beschrieben...ich hoffe ihr versteht wie ich das meine?!



So ist mein AllesKönner zu einer rundum perfekten Multimediatasche geworden!
Was hast du für Ideen für deinen AllesKönner? Ab morgen kannst du sie verwirklichen, denn ab morgen wird es den AllesKönner als Schnittmuster im farbenmix-Shop geben.


Gruß Uschi

P.S.: Ich hoffe ihr habt bis hier unten durchgehalten;-)

Samstag, 28. März 2015

Ich hab' verschlafen!

Neulich muss ich beim Schäfchen zählen wohl tief und fest eingeschlafen sein. Denn, ihr habt es sicher schon entdeckt, seit Donnerstag gibt es bei Sonja von Kunterbunt-Design schon wieder neue Stickserien...unter anderem "Schaf, Schäfchen, Schaf" von mymaki.

Diese Schafe sind so schnuffelig, die musste ich einfach auf ein Nachthemd für Julia sticken. Sie erinnerten mich direkt als ich sie sah an die dicken Wolkenschafe die man an einem schönen Sommertag am Himmel vorbeiziehen sieht. Was lag da näher als das Nachthemd gleich aus Wolkenjersey zu nähen.

Eins, zwei, drei...


...und dann muss ich eingeschlafen sein, denn tatsächlich habe ich den Veröffentlichungstermin verpasst:-(.


Die Schäfchen tummeln sich auf einer grün weißen "Nickywolke", die ich mit einfachem Gradstich kontrastreich mehrfach umrandet habe...Nicky franst ja nicht aus...fusselt anfangs nur etwas;-).


Als Nachthemd hat sich hier der Schnitt Xater von farbenmix gut bewährt. Ich habe ihn dazu um ca. 30-40 cm verlängert und nach unten hin leicht ausgestellt.

Hinten im Nacken lauert noch ein Schäfchen frech aus einem Button heraus:



Die Schäfchen sind recht schnell gestickt, vielleicht hat der eine oder andere ja noch eine Idee für das bevorstehende Osterfest?!

Gruß Uschi





Donnerstag, 19. März 2015

"Es kommt ein neuer Taschenstoff"...

....schrieb Sabine von farbenmix mir vor einigen Wochen.

Ich dachte: "Super...Taschenstoffe sind immer toll...vor allem, wenn man nicht mehr so viel für seine Kinder nähen kann und die Nählust anderweitig ausleben möchte:-)!"

Nur...ICH dachte bei dem Wort "Taschenstoff" eigentlich eher an einen robusten Stoff in mehreren Farben oder an einen beschichteten Stoff mit Muster...irgendwie so etwas in der Art.

Als dann ein Paket mit dem "Taschenstoff" hier eintraf musste ich erstmal herzhaft lachen...denn Taschenstoff lässt sich in diesem Sinne auch GANZ anders verstehen.

"Bags to love: Geometric" ist ein Taschenstoff...jahaaa...aber eben mit Taschen zum AUSSCHNEIDEN :-)! 

Wie genial ist das denn!!! 

Auf dem Stoff befinden sich Schnittmusterpaneele für insgesamt vier unterschiedliche Designs. 


Einfach ausschneiden (Henkel sind auch schon dabei) und zusammennähen. Ein tolles Projekt für Nähanfänger, Kinder und Nähkurse!

In meinem Paket lag das Paneel mit den Punkten...auf der einen Seite lustige, bunte Punkte, auf der anderen Seite Punkte in türkis.

Nun "kann" man so eine Tasche recht schnell zusammennähen. Wenn man es in Ruhe und ganz gewissenhaft macht, vielleicht noch die gefütterte Verion näht, ist man in einer guten Stunde sicher damit fertig.
Aber irgendwie übten die Punkte einen Reiz auf mich aus...ich legte mal hier einen Knopf auf...da ein Blümchen und schon war die Idee geboren.

Man "kann" die "Bags to love" nämlich auch ganz individuell gestalten...in mehreren Stunden...abends...handmade auf dem Sofa.
Alles was ihr dafür braucht seht ihr hier auf dem Bild:


Einen Stickrahmen, Handsticknadeln, viele bunte Knöpfe, Handstickgarn, Perlen, Nieten, Häkelblümchen, Filzelemente, Trickmarker...und alles was sich sonst so aufnähen lässt.

Und dann fing ich an...Punkt für Punkt...


...bis alle türkisen Punkte ausgefüllt waren.

Zum Besticken habe ich mir den Stoff in den Stickrahmen gespannt, so verzieht sich das Motiv nicht, und für die Freihandmotive habe ich mir die Linien vorher mit Trickmarker aufgezeichnet.



Viele meiner Instagramfollower konnten in den letzten Wochen immer mal wieder einen Blick auf den ein oder anderen Punkt erhaschen...


... und fragten neugierig: "WAS machst du da...WAS wird das?"
Aber sie mussten sich alle gedulden!



Ein Klecks darf natürlich auch nicht fehlen:-).


So entstand also meine "Bag(s) to love" Abend für Abend. Das Zusammennähen nach dieser Anleitung war dann ein Spaziergang im Vergleich zur vorherigen Arbeit.
(Hier empfiehlt es sich aber auf jeden Fall die Tasche zu füttern, damit innen nicht die vernähten Fäden sichtbar bleiben!)





Und weil Sabine mit dieser "Verselbständigung" ihrer Taschenidee nicht gerechnet hatte, schrieb sie mir, als ich ihr meine Idee zeigte: "DIE geht mit nach Köln zur H+H!" Wer also vor Ort ist, der hat die Gelegenheit sich meine individuelle "Bags to Love: geometric" am Stand von farbenmix anzusehen!
Aber bitte...nur gucken....nicht mitnehmen!!!

Der Stoff kann ganz bald via swafing geordert werden und kommt dann ab Mitte April über die Händler eures Vertrauens in die Geschäfte...haltet also die Augen auf!


Gruß Uschi







Donnerstag, 12. März 2015

Kabelsalat ade!

Ladekabel für die Kamera, für das Handy, für den Ebookreader, für das Tablet, diverse USB-Kabel...in der heutigen Zeit kommt da einiges zusammen.
Und in der Regel tummelt es sich irgendwo, wo man es ständig sucht und nicht findet oder es landet, wie bei mir gesammelt in einer Kiste:


Immerhin muss ich nicht suchen, aber ziehe ich an einem Kabel hängen wie von Zauberhand alle anderen daran fest.

Nun gibt es ja schon seit einigen Wochen in diversen Blogs tolle Ideen zu Kablehalterclips oder wie die Dinger auch heißen, meist ein Kreis halbmondförmig zusammengelegt.
Als nun von susalabim die neue Stickdatei "tierische Ahnengalerie" in meinem Postfach lag, kam mir spontan die Idee, sie ein wenig zu zweckentfremden und Kabelbinder daraus zu machen. Ich experientierte ein wenig mit den Längen und Breiten und ob quer oder längs denn besser ist und erhielt so aus den 8 Motiven bereits sechs tolle Kabelbinder die ihren Zweck sehr gut erfüllen.






Nun wird jedes Kabel nach Gebrauch zusammengerollt und mit der tierischen Ahnengalerie zusammengehalten.
Alle zusammen tummeln sie sich nun geordnet in meiner Kiste und ich kann hineingreifen, weiß sofort, welches Tier welches Kabel festhält und ziehe nicht mehr alle miteinander hinaus:


Die tierische Ahnengalerie gibt es seit heute bei Sonja in Shop von Kunternbunt-Design.

Man kann natürlich auch einfach nur Broschen damit anfertigen;-)...

Gruß Uschi