Mittwoch, 18. April 2007

a² + b² = c² oder Wie bekommt man 14 Dreiecke auf 96 cm Umfang verteilt?

Da zeigt es sich doch wieder: "Man lernt nicht für die Schule, sondern für's Leben!" (man, was habe ich diesen Spruch gehasst, aber mittlerweile....?)

Gestern zeigte sich nämlich, dass die gute alte Geometrie doch für irgendetwas nütze ist.

Da hatte ich doch dieses Jeanskleid auf der Kleiderbörse für 1,25 Euro erstanden, recht schlicht und nichtssagend, aber hervorragend geeignet für einen "Nähhaushalt"!


Sabines Vorlage für den Feuervogel kam da gerade wie gerufen und wurde sofort umgesetzt. Da das Kleid recht kurz ausfällt, wollte ich es gleichzeitig auch etwas verlängern. Erst dachte ich an eine doppelte Rüsche, aber dann kam mir die Idee mit den übereinander liegenden Dreiecken. Ja, und wie war das doch gleich: Erst mal den Umfang ermitteln: 96 cm! Pro Viertel sollten drei Dreiecke angesetzt werden, das ergab ein Maß von 13 cm an der Hypothenuse (ah, ja!), somit hatte ich die Strecke "c" also schon ermittelt. Aber wie komme ich nun an die Strecken "a" und "b"??? Da war er doch der schlaue Satz des alten Pythagoras: a²+b²=c²!
Aber oh weh, das ist ja eine Gleichung mit zwei Unbekannten, war denn da nicht noch der Trick mit dem Winkel von 90° ??? Lang, lang ist es her! Nun habe ich ja das Glück, dass mein Mann in der Vermessung tätig ist und er sich eigentlich ständig mit Strecken und Winkel und deren Berechnung umgibt, also befragte ich ihn. "Ja, da nimmst du den Satz des Thales (hä, was ist das denn für ein Grieche???)!"
Okay, lange Rede kurzer Sinn: Da mir die Berechnungen zu lange dauerten, habe ich kurzerhand mein Geodreieck gezückt, die Hypothenuse von 13 cm Länge gezeichnet, daran das Geodreieck angelegt und die Strecken "a" und "b" Pi mal Dauemen gezeichnet und bin auch so zu meinem Ergebnis gekommen (in der Matheklausur hätte da nun sicherlich dick in rot gestanden: "Lösungsweg fehlt!"). Auf jeden Fall brauchte ich nun 14 Dreiecke, aus 7 verschiedenen Stoffen, die ich dann nach Gefühl am Rocksaum angeordnet habe, und siehe da: ES PASSST!!!!

Wie sich dann ein schlichtes Kleid wandeln kann, zeigen die folgenden Bilder:


Nun bin ich nur noch gespannt was Julia zu diesem Kleid sagt! Vielleicht gibt es dann noch ein Bild am Objekt (obwohl es heute ja schon wieder lausig kalt ist!).

Gruß Uschi

Kommentare:

  1. Sieht super aus, da hat sich die sicherlich viele Arbeit doch gelohnt, nun macht es doch gleich was her, das Kleid.

    lg Petra

    AntwortenLöschen
  2. Super!!! Ja, natürlich auch das Kleid, aber auch die Geschichte! Ich werde sie mir wohl ausdrucken und demnächst meinen Nachhilfeschülern unter die Nase halten, wenn sie mal wieder nicht wissen, wozu man die alten Griechen und anderes so braucht!

    LG, Karen (die wawuschels)

    AntwortenLöschen
  3. Superschön geworden...

    Ich habe auch noch so ein paar Jeansleichen hier rumliegen, nach Verarbeitung schreien...

    LG

    Andrea

    www.myblog.de/naehmaus

    AntwortenLöschen
  4. Das Kleidchen ist Megaschön geworden.Menno,ich kann nicht so gut applizieren....aber irgendwann werde ich es auch nochmal versuchen.
    GLG
    Claudia

    AntwortenLöschen
  5. PHANTASTISCH!!!!!!!!!!!!

    lg Maya

    AntwortenLöschen
  6. Was für ein tolles Kleid ist das geworden :O))

    Da hat sich die Mühe wirklich gelohnt :O))

    LG Christina

    AntwortenLöschen
  7. Ein wirklich schönes Kleid, finde ich auch!!!

    LG Colette

    AntwortenLöschen
  8. Total schönes Kleid!Was man alles so aus einem schlichten Jeanskleid machen kann,wenn man es "pimpt"!Genial!

    LG Steffi

    AntwortenLöschen
  9. Das Kleid hast Du ja mega schön aufgemotzt - einfach genial, mit dem Abschluss!!

    Liebi Grüessli Sabina

    AntwortenLöschen