Mittwoch, 12. November 2008

Informationen - Entscheidungen

Gestern Abend war hier bei uns an der Grundschule der Informationsabend zu den weiterführenden Schulen. Für uns heißt das, wir werden in den kommenden Wochen zusammen mit Felix überlegen was für ihn in Zukunft die beste Schulform ist.

Diese Entscheidung fällt uns nicht leicht, denn schließlich stellen wir damit die ersten Weichen seines Lebens. Sicher ist, man kommt auf unterschiedlichen Wegen zum Ziel. Nur was ist für uns, oder besser gesagt für Felix, der beste Weg?

Man könnte nun sagen: "Och bei euch ist das einfach, Felix ist doch ein guter Schüler!" Sicher ist er ein guter Schüler und was uns sehr wichtig ist, er hat auch nach 4 Jahren Schulzeit die Freude am Lernen nicht verloren. Neue Themen begeistern ihn ungemein und gerade wenn es anfängt kompliziert zu werden, legt er sich wirklich ins Zeug. Aber das macht die Entscheidung eben nicht einfach.

Holen wir also mal ein klein wenig aus, damit ihr erkennt wo das Problem unserer Entscheidungsfindung liegt. Hier bei uns gibt es als weiterführende Schulen folgendes zur Auswahl:

  • 1 Hauptschule in Kranenburg
  • 2 Hauptschulen in Kleve
  • 2 Realschulen in Kleve
  • 2 Gymnasien in Kleve
  • 1 kath. Gymnasium/Internat in Goch (kann man auch als Externer besuchen)
  • 1 Gesamtschule in Goch
Felix wird, wenn wir mit unserer Einschätzung nicht voll daneben liegen, vermutlich die Empfehlung der Schule für das Gymnasium bekommen (das Beratungsgespräch dazu ist Anfang Dezember), wobei sein Arbeitsverhalten manchmal ein klein wenig schludrig ist und auf der Strecke bleibt; Arbeiten jedoch immer gut geschrieben werden. Er differenziert also schon recht stark nach "nun kommt's drauf an" und "ach, nicht so wichtig".
Somit können wir die Hauptschule als Schulform für ihn ausschließen. Die Gesamtschule in Goch erfreut sich reger Begeisterung, das heißt die Anmeldezahlen liegen WEIT über den möglichen Aufnahmezahlen. Daher werden in Goch erst einmal die Schüler aus diesem Gemeindegebiet bevorzugt und danach, wenn noch Platz ist werden Schüler aus Kleve und Kranenburg berücksichtigt. Die Chance dort einen Platz zu bekommen steht bei ca. 1:200. Also witzlos, mal ganz davon abgesehen, dass die Busverbindungen nach Goch nicht optimal sind und Felix Ewigkeiten hin- und hergondeln müsste. Das gilt auch für das Gymnasium in Goch (was unbestritten einen sehr guten Ruf hat und sehr gute Schüler hervorbringt). Da kommt allerdings hinzu, dass wir zum katholischen Glauben zurückkehren müssten. Und das "nur" um unserem Sohn ein super Schulbildung mit auf den Weg zu geben? Naja....das wäre Heuchelei!
Bleiben also die beiden Schulformen Realschule oder Gymnasium in Kleve. Die beiden Gymnasien sind gut, beide, und ich könnte nun auch nicht sagen dies ist dort besser als da. Sie haben beide ihre Prioritäten, die uns aber durchaus zusagen. Ein Gymnasium wäre "logistisch" einfach besser, da mein Mann Felix dann ab und zu auf dem Weg zur Arbeit dort absetzen könnte. Ansonsten wäre es egal wo wir einen Platz bekommen. Denn das kann uns leider keiner zusichern, da wir aus einer umliegenden Gemeinde kommen und diese Kinder dann entsprechend der freien Plätze aufgeteilt werden. Wir können einen Wusch äußern, aber ob der in Erfüllung gehen wird, kann uns keiner sagen. Aber wie gesagt, da wäre "nur" das logistische Problem. Auch die Realschulen sind gut, wobei die eine noch recht neu ist und vielleicht nach außen hin freundlicher aussieht.

Was uns letztendlich Probleme bereitet ist das so genannte "Turbo-Abitur". Das heißt, wenn Felix zum Gymnasium geht, wird es sein Abitur (immer mal vorrausgesetzt er kommt soweit!) in 12 Jahren absolvieren müssen. Das heißt, DAS was ich in 13 Jahren gelernt habe, muss er sich in 12 aneignen. Mittlerweile ist allgemein bekannt, dass viele Schüler dabei unter einen enormen Leistungsdruck geraten und teilweise mehr arbeiten als ein Erwachsener im Arbeitsalltag. DAS bereitet mir Magendrücken!!! Ganz gewaltig!!!

Ich denke ja jetzt schon, dass es enorm ist, was unsere Kinder auf der Grundschule lernen müssen. Da gibt es Englisch ab der 3. (mittlerweile sogar ab der 1. Klasse!) Klasse, da werden in Mathematik Dinge gelernt, die habe ich erst im 5., wenn nicht sogar im 6. Schuljahr gehabt (z.B. wann trat bei euch das erste mal der Begriff Pythagoras oder rechter Winkel auf?). Versteht mich nicht falsch - ich finde es toll, denn es ist schon klar, in jungen Jahren lernt man einfach besser, aber dieser Druck....

Gehen wir mal ein paar Jahre zurück (okay es sind ca. 32). Wie war das denn als ich in der Grundschule war. Ich hatte max. 4 Stunden am Tag. Oft kann ich mich erinnern hatte ich sogar um 9 Uhr erst Schule. Wir schrieben Aufsätze oder Diktate, die waren in der Regel nicht länger als eine halbe DinA5 Seite lang. Hausaufgaben waren in max. 20 min erledigt. Im Sommer gab es, wenn das Thermometer um 10 Uhr bereits 25 °C anzeigte hitzefrei! Was habt ihr nachmittags gemacht? Also ich habe stundenlang mit meiner Freundin im Wald gespielt, wir haben Rollschuh gelaufen oder mit den Kaninchen von Opa Franz gespielt. Im Winter haben wir Mülltonnen mit Wasserfarbe angemalt oder sind tagelang Schlitten gefahren.
Felix kommt an vier Tagen in der Woche nach 6 Stunden Schule nach Hause. Wenn er schnell läuft ist er um 14 Uhr hier. Dann isst er ein Brot und wir erzählen über dies und das, und wenn er mag kann er auch aus der Schule erzählen (dazu zwinge ich ihn nicht). Bis wir damit fertig sind (hier noch einen Joghurt, da noch einen Tee) ist es meist 15 Uhr, bis er mit den Hausaufgaben beginnt. Wenn es gut läuft ist er damit in 45 min fertig, wenn er trödelt, kann es auch schon mal 16 Uhr bis 16:30 Uhr werden. Um diese Jahreszeit ist es dann schon fast dunkel. Mit Freunden verabreden lohnt sich nicht mehr. Bei uns gibt es "nur" montags Schwimmen auf dem Programm und das auch erst um 18 Uhr (in anderen Haushalten steht da noch Klavier, Tanz, Fußball, Judo usw. auf dem Plan). Was ich mich da frage ist:

WO BLEIBT DIE UNBESCHWERTE KINDHEIT???

Das liegt mir so im Magen. Und Felix ist eben ERST in der Grundschule. Wenn er zur weiterführenden Schule geht, wird er mittags meist erst gegen 15 Uhr hier zu hause sein und die Hausaufgaben werden an Umfang rasant zunehmen....

Ach so, was ich noch gar nicht erwähnte. Wenn wir Felix zum Gymnasium schicken und sich nach 2 Jahren herrausstellen wird, es ist für ihn doch nicht die richtige Schulform gewesen und seine Leistungen sind dermaßen abgefallen, dass er die Schule wechseln müsste, so stehen wir hier in Kleve leider vor einem weiteren Problem. Denn, die nächst niedrigere Schulform, also die Realschule, ist voll! Pickepacke voll! Das heißt rückläufige Schüler von den Gymnasien können von der Kapazität her NICHT aufgenommen werden. Somit landet ein ehemaliger Gymnasiast auf der Hauptschule. Eine Schulform die zu Beginn ganz ausgeschlossen wurde!?

So, ich könnte hier noch unzählige Dinge aufführen, die mir Magenschmerzen bereiten, aber um alles zu berücksichtigen, um alles bis ins Detail zu debattieren, dazu fehlt es sicher hier und da auch an Information. Jedes Kind ist unterschiedlich und selbst als Eltern kann man nie genau vorhersagen wie sich das eigene Kind entwickeln wird. Wir wissen: Felix ist nicht dumm! Wir wissen auch, was er kann und was ihm nicht liegt. Fest steht, ab und zu braucht er einen Tritt in den Hintern und er eledigt auch Dinge, die er für nicht so wichtig erachtet! Und wir wissen auch, unter Druck arbeitet er manchmal effektiver. Momentan haben wir sogar den Eindruck er ist (besonders in Mathematik) nicht besonders gefordert. Nur was wir NICHT wissen ist: WAS muten wir unserem Kind auf dem Gymnasium zu. Wieviel Hilfestellung können/wollen wir ihm geben? Verlangen wir zuviel? Wäre ein Weg auf der Realschule sinnvoller, oder ist er dort evtl. auch unterfordert (kann ich - also mache ich nicht!)?

Ich glaube ihr versteht nun, warum uns diese Entscheidung nicht leicht fällt. Und ich denke vielen von euch geht es ähnlich und ich frage mich, wo wird das alles hin führen: Immer mehr Leistung, immer mehr Druck!? Wieviel Druck kann ein Mensch, vor allem ein kleiner standhalten????
So, das laß' ich so jetzt mal im Raume stehen!

Eine Lösung - habe ich nicht! Manchmal denke ich wäre es sinnvoll vielleicht so eine Entscheidung erst in zwei Jahren zu treffen (wie es in anderen Bundesländern der Fall ist), wo sich vielleicht Interessen und Fähigkeite ein klein wenig deutlicher schon abzeichnen...vielleicht, aber auch nur vielleicht....

Gruß Uschi (die jetzt gleich ein Gespräch mit einer Lehrerin hat, weil Felix zwar schon ein schlaues Kerlchen ist, aber zu bequem seine Gedanken aus dem Kopf manchmal zu Papier zu bringen...)

Kommentare:

  1. Oh ja wie war deine Worten doch sind!
    Ich schreibe dir heute Abend mal eine Mail zu dem Thema, würde sonst wahrscheinlich die Wortanzahl(wenn es sowas gibt) der Kommentarfunktion über schreiten!

    LG Linda

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  2. Der Druck und die Ansprüche steigen, das stimmt.
    Meine Große ist jetzt in der 5ten Klasse Gymnasium und der erste Jahrgang in SH, der nach 8 Jahren Abitur macht.
    Ich sage meinen Kindern immer, dass ihnen mit Abitur ALLES offensteht und sie auch keine 1er Kandidaten sein müssen.
    Mal sehen, wie wir dem Druck standhalten....

    Ich wünsche Euch, dass Ihr mit Eurer Entscheidung zufrieden sein werdet.

    GLG, Sabine

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  3. Hallo,

    oooh ja, ich kann deine Gedanken verstehen und mir graust es auch jetzt schon davor, wenn wir in 5 Jahren vor dieser Entscheidung stehen.

    Momentan hatten wir erstmal die Entscheidung, einschulen oder nicht?
    Leonie ist von Ende September und wir haben, u.a. wegen ihrer Schüchternheit und eben wegen G8 (falls sie aufs Gym geht etc.) uns dazu entschieden, das es mir wurscht ist, wenn sie nächstes Jahr lesen kann, aber sie kommt nun eben erst nächstes Jahr in die Schule.

    Ich könnte mir nicht vorstellen, das sie früh eingeschult, dann noch G8....das würde sie nie packen.

    Ich finde, das was die Kids heutzutage auf dem Gym bewältigen müssen, ist einfach der Hammer und ich versteh nicht, was die sich dabei gedacht haben, da ein Jahr zu kürzen. Einerseits meckern die immer, das die Deutschen Kinder so "dumm" sind, aber dann noch Schuljahre kürzen *koppschüttel*

    Ich wünsche euch, das ihr für Felix die richtige Entscheidung trefft.

    lg Andrea (Zickenmami)

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  4. Liebe Uschi,
    wir standen bzw. stehen dreimal hintereinander vor dieser Entscheidung. Meine Tochter kam dieses Jahr aufs Gymnasium, meine Zwillingsjungs verlassen nächstes bzw. übernächstes Jahr die Grundschule (wir hatten sie von Anfang an getrennt und nacheinander eingeschult).
    Meine Kinder sind vom Lernverhalten und der Persönlichkeit so unterschiedlich, dass man sie nicht "über einen Kamm scheren" kann. Und ich verstehe deine Zweifel und Bedenken sooooo gut.
    Ich wollte Annika "behüten" vor diesem Leistungsdruck, der auf dem Gymnasium durch G8 unbestritten herrscht und hätte sie gerne auf die Gesamtschule (mit sehr gutem Ruf) geschickt, die allerdings einen einfachen Fahrweg mit dem Bus von ziemlich genau einer Stunde mit sich gebracht hätte. Und mittags die gleiche Tortur wieder. Doch sie hatte die Empfehlung fürs Gymnasium und wollte unbedingt dorthin - ungeachtet der Entscheidungen ihrer Freundinnen, was ich ihr hoch anrechne. Ihre beste Freundin ist nämlich auf die Gesamtschule gegangen (und kommt dort wunderbar zurecht).
    Mein Mann war von Anfang an der Meinung: wenn sie unbedingt will, dann lass es sie versuchen. Sollte es nicht funktionieren, können wir sie immer noch auf die Gesamtschule schicken. Angemerkt sei hier, dass die ortsansässige Realschule für uns nicht in Frage kommt, weil dort einfach zu viel schief läuft. Wenn wir ihr verbieten, trotz Empfehlung das Gymnasium zu besuchen, wird sie uns vielleicht ewig Vorwürfe machen. Dies waren und sind wie gesagt die Gedanken meines Mannes. Doch Männer sehen diese Entscheidung für meinen Geschmack eh zu locker.....
    Früher konnte man in jedem Schuljahr "nach oben" wechseln - heute geht dies aufgrund der zweiten Fremdsprache, die bei uns (Bundesland Hessen) bereits in der sechsten Klasse dazu kommt, im Prinzip nur noch nach der fünften Klasse.
    Nun ist sie also seit Anfang August auf dem Gymnasium und tut sich (leider) recht schwer. Die Umstellung ist riesengroß: 9 Lehrer gg. lediglich einem in der Grundschule, 34 gg. 20 Schülern, keine persönliche Bindung an die Lehrer (geht ja auch gar nicht bei dieser Masse und diesen ständig wechselnden Lehrern), viele, viele Klassenarbeiten und Vokabeltests. Im nächsten Schuljahr kommt der Nachmittagsunterricht dazu, doch soweit denken wir ja noch gar nicht.
    An unserer Schule ist es leider ganz offensichtlich, dass in der fünften Klasse so viele Schüler wie möglich "rausgekickt" werden sollen, um kleinere Klasse zu bekommen...... Das hat die Rektorin am Elternabend sogar ganz offen gesagt. Die Alternative wären kleinere Klassen, doch es wurde kein zusätzlicher Lehrer vom Schulamt bewilligt.
    Tja, als Eltern sind wir hier leider machtlos. Entweder wir und vor allem meine Tochter stellt sich den Problemen und versucht, so gut wie möglich damit umzugehen - oder sie muss aufgeben. Doch fast jeder, der ältere Kinder an der Schule hat, sagt mir: Warte ab, mach dich nicht verrückt, gewöhne dich daran, dass Dreier und Vierer gute Noten sind, lass ihr Zeit.
    Meine Tochter will unbedingt und lässt sich (bisher) auch durch manchmal nicht so dolle Noten nicht entmutigen.
    Mein Sohn, der nächstes Jahr wechselt, ist vielleicht mit deinem Felix zu vergleichen: er ist sehr ehrgeizig, muss im Moment nichts für die Schule tun und schreibt trotzdem super Noten und ist einfach nicht so zurückhaltend wie seine große Schwester. Er wird denke ich seinen Weg machen. Vielleicht bin ich beim zweiten Kind einfach lockerer, was die Entscheidung angeht, doch es hängt viel vom Typ des Kindes ab. Wenn Felix im Moment nicht viel für die Schule tun muss, dann lass ihn aufs Gymnasium gehen! Er wird sich dort durchbeißen und durchsetzen.
    Die Entscheidungsfindung hat mir bei unserer Tochter viele Bauchschmerzen und unruhige Nächte bereitet, doch wenn die Kinder etwas wirklich wollen (obwohl sie nicht wirklich einschätzen können, was auf sie zukommt - und es ist definitiv nicht mehr vergleichbar mit meiner ebenfalls 13-jährigen Schulzeit), muss man es sie versuchen lassen. Wenn es wirklich schief geht, können sie immer noch eine Stufe zurück gehen und das Abi auf Umwegen machen.
    Liebe Uschi, ich wünsche dir gute Nerven und ein gutes Händchen bei eurer Entscheidungsfindung - ich kann dich nur zu gut verstehen!!!
    Liebe Grüße, Karin (die bisher immer nur still mitgelesen hat)

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  5. Liebe Uschi!
    Ich stimme Dir voll bei, was die enorme Lernmasse angeht, die schon Grundschülern absolvieren müssen.
    Ich habe wirklich gestaunt, als ich gesehen habe, was da schon alles verlangt wird, selbst im 1. Schuljahr. Z.B. neue Buchstaben gibts gleich vierfach: Schreibschrift groß/klein, Druckschrift groß/klein. Und das schon ab dem 2. Schultag!
    Kein Vergleich zu meiner Grundschulzeit!
    Wir sind nun auch in der glücklichen Situation, daß unsere Tochter fix und sehr aufnahmefähig und auch -bereit ist!
    Die Lehrer an unserer Grundschule (auch auf dem Land) haben die Faustregel: im 1. Schuljahr sollte die Hausaufgabendauer eine halbe bis eine Stunde betragen, jetzt im zweiten Schuljahr steigert es sich dann bis eineinhalb Stunden. Die braucht Lea jetzt schon ab und an und arbeitet dabei zügig durch! Ich denke mir immer, was machen Eltern mit Kindern, bei denen es nicht so leicht von der Hand geht? Bzw. tun mir die Kinder leid, da bleibt doch jetzt schon nicht mehr viel Zeit, um Kind zu sein, zu spielen, sich zu treffen, in Vereine zu gehen...
    Ich selbst war auch auf dem Gymnasium und habe Abitur gemacht,in 13 Jahren! Mit dem Turbo-Abi habe ich auch so meine Probleme, ich denke genau wie Du, daß der Druck auch so schon groß genug ist!
    Ich drücke Euch ganz fest die Daumen, daß Ihr für Euch alle und ganz besonders für Felix die richtige Entscheidung trefft!
    Wir haben noch 2 Jahre Zeit zu überlegen, schulen aber nächstes Jahr unseren Mittleren ein.

    GLG
    Nicole

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  6. Hallo Uschi,

    Du sprichst mir aus der Seele!

    Obwohl meine Tochter "erst" in der 1. Klasse ist, denkt man doch als Elternteil schon manchmal daran, wie es wohl weitergehen wird.

    Und vor dieser Entscheidung graut mich auch mal furchtbar!!

    Ja, ich finde auch, daß der Leistungsdruck schon in der 1.Klasse losgeht - im Vergleich zu meiner Kindheit, ist auch bei uns die sogenannte "Spiel- und Freundezeit" schon ganz schön eingeschränkt, denn auch bei uns dauern die Hausaufgaben manchmal schon eine Stunde - muß das sein????
    Wir haben auch nur 1 x Sport in der Woche und zu mehr bin ich gar nicht bereit, das finde ich persönlich nur noch zusätzlichen Streß für die Kinder, denn ich bin auch der Meinung, daß die freie Spielzeit enorm wichtig ist!

    Meine Güte, eine wirklich schwierige Entscheidung!! Was will denn Dein Sohn Felix? Weiß er das schon?
    Ich finde ja auch die G8 idiotisch, ebenso mit den "Kann-Kindern", die bereits ab 5 in die Schule gehen können - ja muß denn das sein??? Sollen unsere Kinder nur noch auf Leistung getrimmt werden? Selbst wenn die Kinder mit 5 schon "schulreif" sind, wo bleibt da die emotionale Reife???

    Ich hoffe auch nur, daß sich in unserem Schulsystem endlich mal was vernünftiges ändert!

    Ich drücke Euch ganz fest die Daumen, daß Ihr die "richtige" Entscheidung findet und damit zufrieden bleibt!!!

    Viele Grüße, Hedi

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  7. Tja, das ist wirklich schwierig...wir haben diese Entscheidung schon zweimal treffen müssen und habe uns in beiden Fällen gegen das Gymnasium entschieden. Meine Große besucht eine sehr gute Realschule und mein Sohn hat mit Glück und ein wenig Vitamin B auf der örtlichen (ebenfalls sehr beliebten und überlaufenen) Gesamtschule mindestens 3oo andere Kinder ausgestochen;-)

    Ob Ihr die richtige Entscheidung für Eurer Kind trefft, wird sich erst in einiger Zeit rausstellen. Die verkürzte Zeit bis zum Abitur bedeutet für die Kinder und auch für uns Eltern einen unglaublichen Druck, das sehe ich täglich bei uns und auch in befreundeten Familien. Es ja definitiv so, das die Kids später nur mit einer sehr guten Ausbildung ein echte Chance haben. Früher konnte man auch mit Hauptschulabschluss noch etwas werden, heute ist das fast gleichbedeutend mit einer garantierten Harz IV Kariere.....

    Vertraut einfach auf Eurer Bauchgefühl und laßt Euch nicht von anderen Meinungen leiten, Ihr als Eltern kennt Eurer Kind doch einfach am aller Besten!

    Liebe Grüße
    Verena
    /ehemals Leyas

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