Samstag, 31. Oktober 2009

Was geht euch eigentlich so durch den Kopf...

...wenn ihr morgens wach werdet (und ausnahmsweise nicht sofort aufstehen müsst und Zeit ist den Gedanken freien Lauf zu lassen!)?

Bei mir war das heute morgen so:

Ich wurde wach und es war recht frisch im Zimmer. Dann kam ich auf den Gedanken, dass ich unbedingt für den Nikolausmarkt wieder Stulpen nähen müsse. Der Gedanke war noch nicht ganz zu Ende gedacht, da grübelte ich darüber nach, ob es eine Möglichkeit gibt diese Stulpen auch zu doppeln, also so zu nähen, dass man sie wenden kann. Ich sah mich also im Geiste mit den zugeschnittenen Stulpen an der Nähmaschine sitzen, nähte erst diese Naht, dann jene, dann verwarf ich das Ganze wieder, weil ich doch zuerst die am Daumen nähen muss, usw... Als ich damit fertig war, hatte ich einen Wendestulpen - gedanklich, versteht sich! Das "in die Tat umsetzen" folgt morgen und sollte ich erfolgreich sein, lasse ich euch an meiner Lösung teilhaben;-)

Da es aber immer noch recht kalt im Zimmer war, trieb mich noch nichts aus dem Bett und ich dachte weiter. Ich dachte (aus gegebenen Anlass: Deutscharbeit zurück und kommender Elternsprechtag) über Deutschlehrer nach. Was ich mich fragte war (nun, alle Deutschlehrer herhören!!!), wenn man vor so einem Stapel Klassenarbeitsheften sitzt, und eins nach dem anderen abarbeitet, achtet man vorher darauf wessen Heft man gerade in der Hand hält?
Okay, wenn das Lehrer/Schüler Verhältnis schon länger besteht, erkennt man es wahrscheinlich eh am Schriftbild (bei Felix garantiert;-)), aber, wie ist das, liest man erst den Namen des Schüler, sieht ihn gedanklich vor seinen Augen und fragt sich: "Na, mal sehen, was er diesmal wieder verzapft hat!" Oder ist es vielleicht sogar so, dass man die Hefte ordnet, nach gewissen Vorlieben, oder nach Spannung (die zu erwartenden Besten zum Schluß oder so?), oder quält man sich einfach nur so durch? Und wäre es nicht evtl. manchmal sinnvoller NICHT zu wissen wer die Arbeit geschrieben hat????

Hach, jetzt bin ich aber gesapnnt auf eure Antworten! Englisch-, Mathe- und sonstige Lehrer dürfen natürlich auch gerne antworten.

Danach bin ich übrigens aufgestanden....

Gruß Uschi

P.S.: Dann bin ich übrigens SEHR zufrieden, was die Besuchszahlen meines Kleckse-Flohmarktblogs angeht. Das motiviert mich doch in der kommenden Woche gegebenenfalls mit Felix' Kleiderschrank weiter zu machen. Es sei denn, die Wendestulpen für den Nikolausmarkt lassen sich tatsächlich so nähen, wie ich mir das denke....

Kommentare:

  1. Uschi, ganz ehrlich: Morgens kann ich nicht denken, nicht nähen, nicht reden.
    Aber, was du schreibst, ist bei mir oft abends, wenn ich ins Bett gehe. Dann nähe ich auch im Geiste ein Teil - jede Naht für sich. Ok, andere zählen Schäfchen und wir nähen halt. Wir ticken halt ein wenig anders - wehe, wenn einer behauptet, wir ticken falsch. *g

    LG
    Sanna (zum Glück nie Lehrerin gewesen)

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  2. Ui wir hatten einen ähnlichen Morgen, auch ich habe heute morgen im Geiste Sachen genäht *lach*

    Das ging dann so lange so, dass ich irgendwann Papier und Zettel brauchte.

    Du bist also nicht allein.

    LG
    Lil

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  3. Hallo Uschi,

    ich kann da nur von meiner Mutter sprechen (Grundschullehrerin), da habe ich früher immer zugeschaut beim Korrigieren.

    Sie hat vorher vorne drauf gelesen, wessen Heft das ist, und manche hat sie auch erst noch zur Seite gelegt. Zwei LRS-Diktate hintereinander zu lesen, ist nämlich schon heftig. Dann lieber nochmal einen guten Schüler dazwischen.

    Wie das andere machen? Keine Ahnung. Aber ich finde deine Gedanken schon sehr interessant.

    Liebe Grüße, Jule

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  4. Also, ich kann ja nur mal so theoretisch schreiben. In meinem Studien-Idealismus würde ich natürlich sagen, man schaut nicht auf die Namen vorher. Ich kann mir auch aus zeitökonomischen Gründen nicht vorstellen, dass ein Lehrer vorher nach Spannungsgrad sortiert oder nach Alphabet ;o)
    Wenn ich aber höre, dass es Studien geben soll, nach denen Kevin und Justin grundsätzlich erstmal schlechter benotet werden, wäre es doch wirklich angebracht, beim Namen die Augen zu schließen.
    Auf die Stulpen bin ich sehr gespannt.
    Ich erfreue mich übrigens allmorgendlich über meine bunten Stoffe, die sich genau in Augenreichweite vom Bett stapeln.
    Viele Grüße
    Eva

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  5. Da ich ja kein Lehrer bin, habe ich meinen Mann gefragt :-)

    Er sagt, es ist unvermeidbar, wenn man den Namen liest, das man dann objektiv ist. Man liest die Arbeit anders, als wenn man es nciht wüßte. Aber er hat sich inzwischen einige Tricks ausgedacht, wie er das etwas "ausblenden" oder vertuschen kann und somit die Möglichkeit hat, eine Arbeit wirklich einfach nur zu korrigieren, ohne die Person dahinter zu sehen..
    LG Kathi

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  6. ....ich bin kein Lehrer aber manchmal denke ich auch es wäre besser wenn sie die Arbeiten anonym bewerten würden.

    Auf die Idee mit den Wendearmstulpen bin ich schon ganz gespannt.

    Grüße Heike

    ....warte noch auf meine Schabrackeneinlage.....

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  7. Ja, Morgens ...bin ich ein totaler Morgenmuffel.
    Bei mir kommen die Gedanken meistens immer erst abends,wenn ich n ichts Bett gehe.Dann arbeite ich meine persönliche "To-do-Liste" ab,die immer länger wird und für mich gar nicht zu schaffen ist.Stulpen stehen auch drauf....
    Ein schönes restliches Wochenende noch!

    LG Steffi

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  8. Hallo,

    ich habee meine Drittklässler-Deutscharbeiten aus Neugier gleich am Freitagabend schnell korrigiert - hm, oft gucke ich erst, von wem sie ist, manchmal vergesse ich es während des korrigierens wieder, manchmal vergesse ich zu gucken, und bin dann ganz überrascht, das x so tolles schreibt (und so richtig!). aber ja, viele erkennt man an der schrift.

    viele grüße
    tina

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