Samstag, 16. März 2013

Was machst du eigentlch den ganzen Tag? Der Samstag

Nun musste ich erst mal schnell zu Frau Brüllen rüberschielen, ob sie mit der Tagebuchwoche auch das Wochenende einschließt oder ob für sie nur die reine "Arbeitswoche" von Montag bis Freitag interessant genug erschien sie zu beschrieben. Aber nein, auch so ein Wochenende kann interessant sein, um es mal mit anderen zu teilen. Also vorweg...unsere Wochenende sind meist recht gemächlich, hier gilt die Devise "Vieles kann - nicht alles muss!"...daher klingelt hier samstags auch (meist) kein Wecker. Aber...

6:45 - meine innere Uhr ist wach. Und das obwohl ich gestern Abend, als ich ins Bett ging SO müde war, dass ich dachte VOR 9 Uhr wirst du garantiert nicht aufwachen. Denn die gestrige 15 km Wanderung war schon anstrengend...aber durchaus machbar. Alle Kinder haben gut mitgehalten, auch Julia, denn sie ist von allen die Jüngste! Felix ist ja nicht mitgelaufen, weil er gestern in der Schule auch noch sein Streitschlichterseminar hatte und auf zwei Partys lässt sich nun mal schlecht tanzen (und weil er von diesem Seminar bereits zwei Einheiten verpasst hatte, haben wir uns entschieden, dass dieses wichtiger sei).
Aber nun denn, meine innere Uhr ist wach und auch ein nochmaliges Umdrehen im Bett verhilft mir nicht wieder zu einem weiteren Stündchen Schlaf, also stehe ich eben auf.

7:30 - ich gehe frische Brötchen holen, in unserer kleinen Landbäckerei. Die hat so einen gewissen Charme.Uralter knarzender Linoliumboden, Sprossenfenster, keine sich selbst schließende Glastüre, sondern eine reichlich verzierte Holztüre...es fehlt eigentlich nur das "palimpalim"-Glöckchen oder ist ds vielleicht doch da und ich höre es schon nicht mehr? Muss ich beim nächsten mal drauf achten!
Meist kaufe ich immer wieder die gleiche Zusammenstellung der Brötchen und die Verkäuferin weiß auch inzwischen was ich meist nehme. Heute wähle ich jedoch mal anders...muss auch mal sein...und verwirre die Verkäuferin ;-). Dazu noch ein Brot vom Vortag, was mir hier sogar freundlicherweise nochmal ausgepackt und geschnitten wird. Zum Bäcker gehe ich übrigens zu Fuß (im Sommer mit dem Rad) und das geht heute doch erstaunlich besser, als ich es gestern Abend vermutet hatte.

8:00 - Tisch decken, Tee kochen...wo ist nur der Kater, der steht doch sonst immer schon auf der Matte? Die Katze sitzt schon wartend an der Terassentüre. Sie bekommt ihre Portion Weichfutter und während ich ihr noch ein Schälchen Trockenfutter hinstelle, kommt der Kater wie ein wilde Furie angeschossen und schnappt sich gierig ihr Weichfutter. Schneller als er Miau sagen kann, schnappe ICH mir jedoch das Schälchen, um es gegen seine ewige Gier zu verteidigen. Nun ist er reichlich irritiert und trappelt, frustriet miauend und fordernd in die Küche...denn dort ist eigentlich seine Futterstelle. Ich stelle der Katze das Futter also wieder nach draußen und kümmere mich um den armen Hungerleider. Keine Ahnung, was heute in das Viech gefahren ist...da springt er doch tatsächlich auf die Arbeitsplatte, während ich ihm sein Futter in den Napf gebe. So was...na, den habe ich erstmal laut fluchend runter geschmissen...geht ja gar nicht! Na, wenn Katerblicke töten könnten...säße ich jetzt nicht schreibend hier am Rechner.

8:15 - alle Gemüter haben sich beruhigt, der Tee ist gekocht, der Tisch gedeckt, mein Buch liegt bereit...DIESE Ruhe (der Rest der Familie schläft noch) genieße ich! Mein Brötchen, mein Tee, mein Buch! Das ist MEINE Zeit! Zeit die mir wichtig ist! Ich lese einige Kapitel bis um

9.00 - dann gehe ich an den Rechner, schaue hier, schaue da, kommentiere ein wenig und stelle mal wieder fest, dass ich noch über 400 Beiträge im Google Reader lesen "könnte, müsste, sollte"? Oh, Google Reader - da war doch was, da sollte ich mich wohl drum kümmern!? Und die Handygeschichte ist auch noch offen...und die Bügelwäsche...zu der sich inzwischen übrigens auch neue zu waschende Wäsche gesellt. Der ewige Kreislauf eben. Irgendwann im Laufe des Tages müsste ich auch noch grob schauen, ob wir mit den vorhandenen Lebensmitteln noch über das Wochenende kommen oder nicht. Ein Blick in den Topf von gestern Abend lässt mich aufatmen...das reicht wenigstens schon mal für heute Abend...wobei, Moment, heute Abend steht ja was anderes auf dem Plan...dann werde ich die Reste also gleich umfüllen, kühl stellen - Essen für morgen gesichert! Yeah! KEIN Einkauf am Samstag - das beruhigt mich, denn hier in der Grenzregion zu den Niederlanden ist ein Einkauf samstags schon sehr zeitintensiv. Und nun? "Vieles kann - nicht alles muss!"

9:30 - der Mann und kurze Zeit später auch Julia finden sich am Frühstückstisch ein. Ich setze mich dazu und komme endlich mal dazu den Bastelkatalog von der creativa durchzublättern.

10:00 - ich kümmere mich um die "Handysache"...ein Dschungel von Tarifen und Handys erschlägt mich...fester Vorsatz, mit einer Wunschvorstellung eines neuen Handys werde ich in der kommenden Woche in den telekom Laden marschieren in der Hoffnung sie machen mir ein Angebot, was ich nicht ausschlagen kann. Da ich einmal am Rechner sitze lege ich noch ein wenig Arbeitszeit ein...auch das ist eben mit einem Heimarbeitsplatz möglich. Sich hier und da mal eben zwei Stündchen für die Arbeit abknapsen. Ich stelle fest...das grundlegende Verständnis für Joomla hat sich gefestigt und ist nicht verloren gegangen. Aber nach wie vor muss ich zwei drei Dinge klären. Damit meine Beiträge nicht nur reine Textbeiträge bleiben muss ich dazu noch Bilder machen. Das Licht ist heute recht günstig...den Rest muss die Bildbearbeitung bringen. Inzwischen ist es jedoch schon

12:30 - der Magen knurrt bereits wieder...also erstmal ein kleiner Zwischensnack...Banane oder Snickers (Engelchen/Teufelchen), Banane hat gewonnen.

13:00 - Felix ist nun auch aufgestanden...Zeit fürs Mittagessen (ist ja bei uns immer kalt, weil wir abends warm essen).

15:30 - nach dem Mittagessen scheuche ich Julia unter die Dusche, denn, man erinnere sich, heute steht noch ein Kindergeburtstag an. Noch eben das Geschenk einpacken, nach dem Duschen noch Haare fönen. Als Felix die Aufforderung bekommt unter die Dusche zu gehen, teil er mir mit, ihm sei schlecht. "Schlecht" ist immer so eine Aussage, mit der ich so gar nichts anfangen kann, vor allem, wenn zuvor das Computer spielen noch ganz gut klappte. Also schicke ich ihn erstmal unter die Dusche, denn möglicherweise ist "schlecht" auch nur vorgeschoben...schauen wir mal. Julia muss weggebracht werden, denn der Geburtstag ist im Nachbardorf...auch wieder 20 min Zeit...einfach weg. Jetzt eine vorgezogene Teepause...denn gleich steht noch noch das 6-Wochenamt meiner Mutter an. Im Anschluss an die Messe treffen wir uns mit der Verwandschaft und lieben Freunden bei einem kleinen Imbiss, denn die Beerdigung fand im allerengsten Familienkreis nur mit uns Kindern statt. Dies ist ein Entgegenkommen unsererseits es allen Recht zu machen. Vorher natürlich noch ein wenig in Schale schmeißen...was ziehe ich also an?

17:00 - 6-Wochenamt in der Kirche, danach nettes Beisammensein mit Familie, Bekannten und Nachbarn unserer Mutter. Viele hat man Jahre nicht gesehen. Felix geht es leider doch sehr schlecht. Als Julia vom Geburtstag abgeholt werden muss, bringt man Mann auf diesem Wege Felix erstmal nach Hause.

20:00 - die Gesellschaft löst sich langsam auf, bis wir zu hause sind ist es 20:45. Felix liegt auf dem Sofa, fühlt sich an wie Fieber...ist aber nicht messbar. Ich schicke ihn ins Bett...das scheint mir erstmal das Beste zu sein. Da alle Fernsehfilme bereits angefangen haben entscheiden wir mit Julia zusammen "Hexe Lilly" zu gucken...netter Film, genau das Richtige nach so einem Tag.

22:30 - Bettzeit, ich lese noch eine Weile und denke über den Abend nach.
23:30 - Licht aus - Gute Nacht! 

Gruß Uschi

1 Kommentar:

  1. Über die Kateraktion musste ich doch herzlich lachen :D Genial geschrieben liebe Uschi! Gute Besserung an Felix, es keucht und fleucht doch wirklich überall rum :-/

    Liebe Grüße, Fusselline

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