Mittwoch, 1. Mai 2013

Heut' waren wir auf der Schanz...

...NEIN, nicht etwa in Hamburgs angesagtem Szeneviertel, nein, wir waren in Schenkenschanz, eine kleinen Insel...äh...Halbinsel hier bei uns zwischen Alt- und Neu-Rhein...da wo der Rhein schon beinahe das Land verlässt.


Schenkenschanz ist ein kleines Dörfchen, was aber immer wieder mal Schlagzeilen macht, denn seine Lage ist gerade in Hochwasserzeiten immer äußerst kritisch.

Von uns aus bis nach Schenkenschanz sind es gute 9 km durch Feld und Wiese und es ist schon erstaunlich wie sich die Natur in den letzten Wochen gewandelt hat...überall blüht und sprießt es aus dem Boden...nicht mehr lang, dann fangen schon die ersten Rapsfelder an zu blühen.
Selbst die Kühe scheinen das tolle Wetter bei einem Kaffeekränzchen zu genießen!


Vom Deich (der übrigens zu langen Spaziergängen oder Fahrradtouren einlädt) bekommt man den ersten Blick auf Schenkenschanz...da hinten, ganz klein, sieht man die kleine Kirche...


Um auf die Insel/Halbinsel zu kommen, kann man den Weg über die laaaaange Deichstraße von Griethausen nehmen (aber das war uns zum Wandern zu weit) oder man nimmt die "kleine" Fähre...



"We paid the ferryman" und er brachte uns sicher 'rüber. Auf dem Weg zum Ortskern hörten wir plötzlich ein "pröttpröttprött" hinter uns und Julia sagte: "Oh, guckt mal, da ist so ein Fiat 500 wie Papa den hat!"...hah...Überraschung: Das IST Papa! Da war die Freude aber groß...


... so konnten wir gemeinsam das kleine Dörfchen erkunden.
Felix zeigt euch hier wo wir uns befinden...


...an den dicken Fluttoren die erschreckende Erkenntnis WIE hoch das Wasser beim letzten Mal im Jahre 1995 gestanden hat. Julia hätte bei wenig Wellengang gerade mal eben mit der Nasenspitze nach oben noch auf der Deichstraße entlang laufen können.


Das war damals schon ziemlich dramatisch, denn zum ersten Mal wurde die Schanz evakuiert...das hatte es bisher nie gegeben. Wer mehr darüber erfahren möchte, der kann gerne hier mal weiterlesen...


Wir wandern inzwischen ein Ründchen durch das doch recht beschauliche Dörfchen...



Schnuckelig ist auch die kleine Kirche....


Nach einem ausgedehnten Mahl am Ortsrand, begaben wir uns dann wieder weiter auf den Weg, wieder mit der Fähre...


...diesmal mit dem Auto...


Für uns drei geht es jedoch zu Fuß weiter, durch Wiesen, Felder und vielen Kolken (so nennt man die kleinen Seen hier in den Feldern) rechts und links von uns...



Dort trifft man immer wieder auch mal auf Wintergäste, die zu "Auswanderern" wurden und inzwischen das ganze Jahr bei uns bleiben...


Falls auch ihr mal Lust habt unseren (mit jedem erwanderten Kilometer übrigens schöner werdenden) Niederrhein mit einer größeren Gruppe zu erkunden, dann wäre doch dieses Schlösschen eine passende Unterkunft?


Schloss Gnadenthal liegt recht zentral und von hier aus kann man viele Ausflüge unternehmen...und bezahlbar ist es auch;-).

Ganz zum Schluss ging unsere Wanderung noch an der Donsbrügger Mühle vorbei in der ab kommendem Wochenende wieder frisches Mühlenbrot gebacken wird. Empfehlen kann ich auch den Besuch am deutschen Mühlentag, Pfingstmontag 20.Mai 2013...wir wandern an dem Tag sicher mal dahin...



Gruß Uschi

P.S.: Wanderleistung des Tages waren gut 21 km...


1 Kommentar:

  1. schöner ausflug!! ich habe auch mal einige tage von kleve aus geradelt...wirklich interesante Gegend..gruß wiebke

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