Montag, 30. Dezember 2013

Schwupps! Vorbei! Das Jahr 2013!

Gerade eben hatten wir doch noch Januar und schon stehen wir wieder am Ende eines Jahres. Ich will nicht jammern, dass die Zeit so schnell vergeht, es geht euch allen so. Nur erschreckend ist es immer wieder.

Das Jahr 2013 in einem Wort? Erinnerung

Den letzten Jahresrückblick schrieb ich bereits mit einer Gewissheit, dass sich im kommenden Jahr Vieles ändern wird. Bereits Weihnachten 2012 war abzusehen, das Leben meiner Mutter wird zu Ende gehen. Ihr Abschied im Januar und die damit verbundenen Folgen zogen sich durch mein gesamtes Jahr 2013...auch wenn davon hier im Blog nichts zu spüren war. Außer vielleicht, dass es hier ein wenig ruhiger geworden ist, weil im realen Leben viel zu regeln, der Kopf nicht frei war und die Lust zum posten manchmal fehlte. Aber dennoch möchte ich mit euch heute gerne die Runde durch's Jahr 2013 drehen.

Januar:

Am 18.1. 2013 durften wir uns von meiner Mutter verabschieden...ein Abschied für immer. Ihr letztes Lebensjahr war geprägt von Leiden, dass sie nie hat erleiden wollen. Nach anfänglichem Kampf gegen dieses Leiden, folgte irgendwann die Resignation und ganz zuletzt das Hinnehmen. Es war keine schöne Zeit und heute kann ich sagen, für mich war es eine Erleichterung als die Nachricht ihres Todes kam, weil ich sagen kann IHR Leiden hat ein Ende gefunden, ihr Sterben ist mein Trost.


Zehn Tage später wird sie gemäß ihrem Wunsch in aller Stille beerdigt. Für uns Kinder beginnt eine Zeit mit vielen Erinnerungen, offenen Fragen und Entscheidungen.

Februar:

Da Nähen auch eine Art der Sorgenbewältigung ist, wird im Februar viel genäht...sehr viel...insbesondere viele Röcke, denn ein neues Ebook von mir geht an den Start: Jeanie - der Basic-Rock. 
Dieses Modell hier wird mein persönlicher Favorit und wurde auch das ganze Jahr über viel getragen:

 
Ich präsentiere jedoch verschiedenste Varianten, und weil Felix für fünf Tage in England weilt lade ich mir Besuch aus dem Süden ein und teste Mitte des Monats ob sich Jeanie auch für andere nähen lässt und habe viel Spaß dabei.

Gegen Ende des Monats flattert ein Bescheid ins Haus, der die Wochenpalnung, insbesondere die Wochenendplanung der nächsten Monate bestimmen wird.


Felix und Julia werden im Juli an den Internationale Vierdaagse Afstandsmarsen teilnehmen! Das Training beginnt...bei eisigstem Wetter!

März:

Der März beginnt wie immer mit meinem Geburtstag, den ich jedoch im Schwimmbad verbringe, da Julia sich für die Bezirksmeisterschaften der DLRG qualifiziert hat. Gefeirt wird also eine Woche später.
Frau Brüllen ruft die Tagebuchaktion "Was machst du eigentlich den ganzen Tag?" ins Leben...sehr aufschlussreich das mal eine Woche zu verfolgen!
Mitte März steht die erste Gruppenwanderung der 4daagse an...bei Schneeregen!


Wir wandern 15 km von Malden nach Beek...im nachhinein betrachtet eine "lächerlich" kurze Strecke! Unseren Trainingsplan halten wir strikt ein, gegen Ende des Monats zeigt sich auch mal blauer Himmel, aber die Temperaturen bleiben EISIG!

Der Monat endet mit dem größten Flopp des Jahres: Felix FALSCH herum genähte Softshelljacke!

April:

Den April beginne ich daher mit viel Auftrennarbeit, aber die Mühe ist es wert!


Mitte April werden die Wandertouren immer länger und wir erkunden in ausgiebigen Streifzügen unseren Reichswald, der ja quasi vor unserer Haustüre beginnt. Die zweite Gruppenwanderung am 12. April führt uns mit 20 km von Kleve nach Kranenburg...danach sind wir im Glauben NIE wieder einen Fuß vor den anderen setzen zu können!


Aber bereits Ende des Monat knacken wir mit einer weiteren Wanderung die 20 km-Marke mit einer schönen Wanderung bei herrlichstem Frühlingswetter. 


Die Temperaturen steigen und der Wald hüllt sich in ein erstes zartes Grün und ich denke nicht zum ersten Mal: Am Niederrhein ist es ECHT schön!


Mai:

Auch im Mai wird VIEL gewandert...eigentlich an fast jedem Wochenende. Am Maifeiertag "erobern" wir die Schanz und lernen viele hübsche Ecken des Niederrheins kennen.
Ein Anschaffung wollten wir tätigen, wurden jedoch nicht fündig, also wurde aus unserem alten Sofa...



...ein Neues!


Mitte Mai begebe ich mich auf eine Reise und treffe mich mit vielen alten und neuen Bekannten. Wir alle wollen zum Lagerverkauf zu Farbenmix


Kaum hatte ich mich an die Luft im hohen Norden gewöhnt, ging es für uns in den Süden, nämlich zur dritten Gruppenwanderung in die Eifel. Wir wurden auf Bergtauglichkeit getestet. Ein anstregender Tag von 7 Uhr morgens bis um 21 Uhr abends mit 20 km Wanderleistung. Ich denke gern daran zurück, Julia weniger, weil sie gesundheitlich nicht ganz auf der Höhe war und abends mit erhöhter Temperatur flach lag. 


Ende des Monats wird Felix bereits 14 und ich darf ihn noch mit einer selbstgenähten Sporttasche beschenken. Es soll ja keiner denken hier sei im Jahr 2013 nichts genäht worden!


Juni:

Und weil ich gerade so im Taschennähflow war bekam auch mein Mann endlich mal eine neue Tasche die er stolz zur Arbeit tragen kann.


Am 3. Juni lernen wir endlich mal richtig herrliches Wanderwetter kennen. Nicht zu heiß, nicht zu kalt, ein bisschen Wind und eine tolle Sicht. Spätestens JETZT hat mich die Wanderleidenschaft gepackt. Wir wandern an diesem Tag ca. 25 km über Kalkar nach Grieth. Einfach nur herrlich!


Bereits 14 Tage später stellen wir fest, dass auch auf niederländischer Seite die Natur einfach wunderschön ist. Wir brechen auf zur ersten 30 km Wanderung rund um Groesbeek.


Das Wetter hält an diesem Tag alles für uns parat: Regen, Wind und Sonne. 30 km sind geschafft und am Ende nur noch einen Wunsch: Sitzen!!!

Gegen Ende des Monats nehme ich mir meine jährliche Auszeit von allem...vom Wandern, von Familie und von allen Sorgen. Ich gehe mit den Frühstücksfrauen auf Tour. Unser diesjähriges Ziel: Domburg. Leider versinkt Domburg ziemlich im Regen, aber Spaß haben wir dennoch.


Am Abreisetag verlieben wir uns alle spontan in das kleine Städtchen Veere und wollen eigentlich gar nicht mehr nach Hause.


Der Monat endet mit der ersten Generalprobe der 4daagse: Zweimal 30 km in 48 Stunden!
Am Samstag geht es von Kleve nach Emmerich und zurück,



am Sonntag stehen 30 km zwischen Nijmegen und Oiij auf dem Plan.



Auch wenn man es am Samstagabend für unmöglich hält seine Füße jemals wieder voreinander setzen zu können....am Sonntag klappt es wieder...erstaunlicherweise SEHR gut sogar.
Aber dennoch, wenn ich mir heute diese Strecken ansehe...bin ich das wirklich alles gelaufen?

Juli:

Der Juli steht GANZ im Zeichen der Wanderei, denn JETZT ist es so weit...die 4daagse rücken unaufhaltsam näher. Wir können es alle nicht glauben...

Vor dem großen Event steht aber noch die zweite Generalprobe auf dem Plan: Nijmegen-Kleve


Die Gruppe am Rande des Wolfsbergs nach gut 25 km. Die Füße schmerzen, es ist warm und noch 9 km liegen vor uns! 34 km sind wir an diesem Tag gewandert - Rekord!

 
Am Abend dann nur noch Dusche, Sofa, Bett und gleich am frühen Sonntagmorgen vorsichtig testen...geht's? Ja, es geht! Erstaunlich gut sogar! Also machen wir uns auf zu 32 km rund um Kleve


Wir beginnen am frühen Morgen, denn es wird heiß! Richtig heiß, vor allem in den Felder zwischen Rhein und Schenkenschanz! Unglaublich auf einmal, wie warm verpackt wir im Februar/März unsere zaghaften Wanderversuche starteten!


Am Ende des Tages ein tolles Gefühl und die Gewissheit, dass unsere Kinder gut vorbereitet sind. Mein Part, die Vorbereitung, geht damit zu Ende...nun sind die Kinder auf sich gestellt.

Vom 16.7. bis 19.7.2013 steht alles im Zeichen der Vierdaagse. Volksfeststimmung, Aufregung und viele, viele Eindrücke rund um Nijmegen. Ihr merkt, die Vierdaagse waren sicherlich die aufregendsten Tage des Jahres...für uns alle. Ein Bild aus den vielen Hunderten, die zu dieser Zeit von mir gemacht wurden rührt mich immer wieder zu Tränen:


Tag 3 - de dag van Groesbeek: Es ist heiß...richtig heiß, das Thermometer zeigt morgens schon 25 °C und um 9:19 kommt von Julia eine SMS: "Es ist so heiß, mein Bein, mein Arm, mein Bauch tut weh, was mache ich jetzt?" Ich versuche sie zu beruhigen. Sie könnte aufhören, aber die Gruppe müsste sie dann alleine an einem Rastplatz zurücklassen, mein kleines Mädchen zwischen über 46000 Wanderern...und es würde Stunden dauern bis ich in den Massen zu ihr kommen könnte! Ich spreche ihr Mut zu, sie muss noch 10 km durchhalten bis ich sie in Groesbeek treffe.
Dort warte ich...mit Wuffi...ihrem Tröster in größter Not.
Endlose gefühlte Stunden später sehe ich unseren Wandertrupp die Straße in Groesbeek hinabkommen. Als Julia mich sieht fliegt sie mir in die Arme und ruft laut: "Mama, JETZT ist alles wieder gut...wir haben hier richtig viel Spaß und die Leute am Rand sind so klasse...die feuern uns alle so doll an".
In der Pause, in einem kleinen unbeobachteten Moment entstand dann dieses Bild und ich war in dem Augenblick SO glücklich und so stolz auf beide Kinder! Jetzt wusste ich - sie werden es schaffen!

Und sie schafften es: 


Überwältigt von allen Eindrücken ging es danach direkt in den wohlverdienten Urlaub. Wie schon im vergangenen Sommer wieder nach Salernes in Südfrankreich.


Dort lassen wir die Seele baumeln bis weit in den...

August:

Auch wenn uns die Heimkehr schwer fällt, eine freut sich ganz besonders, dass wir wieder da sind.
SIE:

Unsere Streunerin...als sie mich nachmittags am Tage unserer Rückkehr auf der Terrasse sitzen sieht, springt sie mit einem dreifachen "Miaumiaumiau!" übers Gartentor, streicht mir um die Beine und räkelt sich auf dem Boden. Ich kann es nicht glauben...unser scheues Reh! Seit diesem Tag wird sie immer zutraulicher, inzwischen sitzt sie sogar mehrere Stunden zusammen mit dem dicken Kater im Wohnzimmer! Und was noch viel schöner ist, inzwischen lässt sie sich sogar recht ausgiebig kraulen!



September:

Schneller als gedacht tritt der Herbst auf den Plan. Aber er bringt uns spontan Besuch aus dem Süden mit und wie das ja oft in den eigenen Regionen so ist, manchmal muss man sich Besuch einladen um touristische Ziele auch für sich zu entdecken. Mit der Frau...äh...Mutti verbringe ich einen traumhaften Urlaubstag im Theetuin. Keiner von uns möchte diesen Ort je wieder verlassen und so essen wir ein Stück Kuchen und noch ein Stück Kuchen und erzählen und lassen die Seele baumeln...kostbare Momente!


Und weil wir uns wohl noch viel, viel mehr zu erzählen haben geht unsere diesjährige Kirmesflucht zum Zwiebelkuchenessen nach Nierstein...


 ...und wir lernen viele nette neue Leute kennen und noch viel mehr über Wein. 


Oktober:

Anfang Oktober präsentiere ich bereits die ersten Weihnachststickdateien...

...und stelle damit soeben fest, dass ich diese zu gut weggeräumt habe...den eigentlich sollte sie da JETZT hängen...tut sie aber nicht :-(...ich geh' gleich direkt mal suchen!

Der Oktober lässt mir nicht viel Zeit zum bloggen, bzw. der Kopf ist nicht frei zum bloggen. Mein Elternhaus steht seit einigen Wochen zum Verkauf und ein Käufer hat sich schnell gefunden. Ende des Monats sitze ich mit meinen Geschwistern beim Notar und leiste eine gewichtige Unterschrift.
Nun muss nur noch eine Wohnung für unseren Bruder gefunden und das Haus geräumt werden. Dabei begegnen mir an vielen Stellen viele Erinnerungen.
Mit den Überlegungen "was hebe ich auf, was gebe ich weg" gehen wir in den

November

Im November ziehen auch bei uns die Toffee Nosed Friends ein und sorgen für lustige Unterhaltung.


Und ein weiterer kleiner Geselle behauptet seinen Platz auf unserem Sofa


Ansonsten ist der November trüb und grau und Erinnerungen lasten schwer...zum Bloggen fehlt ein wenig die Lust.

Dezember:

Der Dezember beginnt mit einem handfesten Ehekrach...denn meine Lesezeichen und viele, viele Mails gehen verloren. Nach dem ersten Schreck und vielem Grübeln stelle ich jedoch fest...der Verlust schmerzt, aber es gibt Wichtigeres im Leben als Internetseiten, Mails und Datensätze. Der erste Anstoß mein Computerverhalten allgemein zu überdenken. Nicht zuletzt deshalb kann ich dem Versuch jegliche Technik diesbezüglich über Weihnachten auszuschalten gut zustimmen.

Außerdem verbringe ich viel Zeit mit dem Stricken des diesjährigen Adventskalenderschals...

 

...der inzwischen auch fertig ist, aber mit seinen Ausmaßen von ca. 2 m x 0,5 m erstmal Platz zum Spannen finden muss.

Da wären wir also wieder angelangt bei meinem Rundgang durch das Jahr 2013. Was mir auffällt...wusste ich doch in der ersten Jahreshälfte noch viel über die Wanderei zu berichten, fällt es mir in der zweiten Hälfte des Jahres immer schwerer Themen zu finden die man bloggen könnte. Vieles erscheint mir zu privat und damit nur von geringem Interesse, anderes findet man an vielen Stellen bereits gleich zigfach als Idee, Anregung, Mitmachaktion oder Inspiration und ich denke...nun das kannst du dir sparen darüber auch zu posten.
Vielfach wird die Textbotschaft eh durch Bildbotschaften (siehe Instagram) abgelöst...ein Bild ist schneller zu erfassen als mühsam zu lesender Text...also frage ich mich oft, was und worüber sollst du posten, wenn die Welt eh nur Bilder möchte?

Mit dieser Frage gehe ich ins neue Jahr...und überdenke mal wieder mein Blogverhalten. Neue Ideen habe ich momentan nicht im Gepäck...aber vielleicht habt ihr ja Anregungen, Idee, Wünsche über die ich posten/bloggen sollte?

Hoffnungsvoll schaue ich ins neue Jahr, unser Bruder hat inzwischen eine Wohnung, das Haus meiner Mutter kann also leergeräumt und an die neuen Eigner übergeben werden. Damit ziehe ich einen Strich unter ein bedeutendes Kapitel. Abgehakt könnt man auch sagen.
Nur...was kommt nun? Lassen wir uns überraschen!

Zu guter Letzt: All denen, die bis hier her durchgehalten haben, ganz besonders denen die auch den Text gelesen und nicht nur die Bildchen geguckt haben, denen wünsche ich einen guten Jahresabschluss!

Kommt alle gut ins Jahr 2014,
bleibt gesund und munter.
Möge es nur Gutes für uns bereit halten!

Gruß Uschi



Sonntag, 29. Dezember 2013

Und was Süßes zum Dessert?

Zum Jahresende möchte ich euch noch mit einem wahrhaft süßen Buch verführen.
Bei Blogg dein Buch gab es letztens ein Kochbuch und an Kochbüchern kann ich nun mal schlecht vorbeigehen, schon gar nicht, wenn sie ein so verführerisches Titelbild wie dieses hier haben:


Schokolade - traumhafte Rezepte für Genießer von Eliq Maranik, erschienen im h.f.ullmann Verlag und für 9,99 € sicherlich eine gute Investition.
Das Buch, Hardcover mit Schutzumschlag, macht einen sehr edlen Eindruck und die Bilder der schokoladigen Köstlichkeiten machen es zu einer Augenweide sondergleichen. Also allein das Hin- und Herblättern im Buch macht schon Freude. Hier und da bleibt der Blick hängen und man kann sofort das dazugehörige Rezept begutachten.


"Dieses Buch lässt die Herzen aller Schokoladenfreunde höherschlagen. Rund 60 verführerische Rezepte für Pralinen, Trüffel, Konfekt, Gebäck und Desserts zeigen wie vielfältig Schokoladengenuss sein kann, und laden dazu ein, die verschiedenen Kreationen selbst auszuprobieren", so lauten die einführenden Sätze auf dem rückwärtigen Einband.

Also schauen wir mal ob diese Worte recht behalten werden. Wie bereits erwähnt...die Herzen schlagen schon in einem schnelleren Takt, allein durch den Anblick der vielfältigen Köstlichkeiten. Eingeteilt ist das Buch in übersichtliche Kapitel, wie: Pralinen und Trüffel, Konfekt, Kleingebäck, süße Teilchen und Torten, Desserts und Kleine Extras. Rund 30 Seiten befassen sich zum einen mit der Geschichte der Schokolade, dem Kakaobaum und der Schokoladenproduktion. Aber auch die Vorstellung der verschiedenen Geräte und dem richtigen Umgang bei der Herstellung eigener Köstlichkeiten aus der Schokoladenküche sind Kapitel gewidmet. Warum die Daten zur langen Geschichte des Kakaos ans Ende des Buches gestellt werden erschließt sich mir nun nicht...sinnvoller wären sie an die Geschichte der Schokolade angegliedert gewesen.

"In diesem farbenprächtigen, inspirierenden Buch sind alle Rezepte mit wundervollen Fotos bebildert, die zum Nachmachen einladen." heißt es da im Vorwort, und weiter, "Deshalb sind alle Rezepte so konzipiert, dass sie auch zu Hause gelingen." Wirklich? Gerade beim Anblick der "perfekten" Pralinen lässt mich das ein wenig die Stirn runzeln, zumal ich für die Produktion der Pralinen doch bereits Einiges an Equipment benötige, z.B. digitales Temperaturmessgerät, welches nicht in jedem Haushalt direkt verfügbar ist und dem sofortigen Gelingen ja erst einmal einen Riegel vorschiebt.
Daher sollte man sich die weiteren Worte zu Herzen nehmen: "Ich verrate Ihnen, wie sie ohne großen Aufwand Erfolg mit den Rezepten haben. Wobei ich zugeben muss, dass man gerade bei der Herstellung von Pralinen eine Portion Übung und Erfahrung braucht." Aha! - Also doch kein sofortiges Gelingen;-).
Warum der Rezeptteil des Buches dann ausgerechnet mit der schwierigsten Schokoladenkunst, nämlich den besagten Pralinen und Trüffel beginnt, erschließt sich mir dann nicht. An dieser Stelle würde ich mir zunächst die einfachen Rezepte des Kleingebäcks, Kuchen und Desserts wünschen.


Im Kapitel Geräte und Formen wird die Ausrüstung vorgestellt, die insbesondere für die aufwändigeren Rezepte zur Verfügung stehen sollten. Leider werden die Geräte nur mit Worten erklärt, hilfreiche Bilder z.B. zur Praliniengabel, Metallspachtel und Spatel fehlen.
Dem Temperieren, Schmelzen und Überziehen ist ein weiteres Kapitel gewidmet. Was mich hier ein wenig wunderte ist, dass das Temperieren dem Schmelzen der Kuvertüre vorangestellt wird. Denn um Kuvertüre zu temperieren muss ich ja zunächst erst einmal wissen, wie ich sie am besten schmelzen kann.
Auch das Ausgießen der Pralinenformen lässt bei mir Fragen offen. So steht dort: "Die Pralinenform mit temperierter Kuvertüre füllen, leicht rütteln, um etwaige Luftblasen aufzulösen. Die Kuvertüre kurz fest werden lassen. Dann die Form in einem Schwung umdrehen, damit die restliche flüssige Kuvertüre auf Backpapier oder eine Marmorplatte ablaufen kann." Hm? Wie kann aber Kuvertüre ablaufen, wenn ich sie kurz fest werden lasse? Klar weiß ich was gemeint ist, die Kuvertüre soll natürlich nur am Rand fest werden, aber WIE dick soll sie fest werden? Hier wäre sicherlich ein bebilderter Schritt für Schritt Lehrgang sinnvoll.

Zum Rezeptteil: Die Rezepte sind sehr schön klar gegliedert. Links eine Auflistung aller Zutaten, unterteilt in "Ausgießen, Füllung und Garnieren". Das macht die Sache schön übersichtlich und man weiß direkt welche Zutat wofür gebraucht wird. Das rechts daneben stehende Rezept ist auch in jeweils mehrere Schritte unterteilt und lässt sich auch während des Arbeitsprozesses sehr gut optisch erfassen. Denn nichts ist ja bei der Zubereitung eines Rezeptes schlimmer als die Frage "WO war ich nur gerade?". Dem wird hier durch die Nummerierung und klare Gleiderung der einzelnen Zubereitungsschritte zuvorgekommen.
Wenn man das Kapitel "Pralinen und Trüffel" mal außen vor lässt, so erfreut es mich, dass in den weitere Rezepten doch viele dabei sind, die sich auch ohne vorherigen aufwändigen Einkauf spontan umsetzen lassen, da es sich vielfach um Zutaten handelt, die man bei gewöhnlicher Vorratshaltung im Haus hat. Das gefällt mir persönlich sehr gut, insbesondere, da die Bilder des Buches zum direkten Nachmachen verführen!  Bei manchem Rezept würde ich mir noch eine Angabe zur Aufbewahrung und Haltbarkeit wünschen, das ist nicht konsequent angegeben. Aber vermutlich schmeckt alles so gut, dass man sich diese Frage erst gar nicht stellen muss?
Im Buch wird immer wieder auf die Auswahl guter Zutaten hingewiesen. Nur woran genau erkenne ich Qualitässchokolade bzw. Kuvertüre, worauf muss ich achten und wo bekomme ich sie? Hier wären Bezugsquellen wünschenswert.

Der Praxistest: Um mir ein abschließendes Urteil zu erlauben wollte ich auch einen Praxistest durchführen und so wurden unsere "Freitagsessenwirimmerzusammen-Freunde" zu bereitwilligen Testpersonen herangezogen und mit "weißem Schoko-Parfait" bewirtet.
Die Zutaten, weiße Kuvertüre, Sahne, Vanillezucker für das Parfait hatte ich im Haus, die frischen Beeren habe ich unseren Freunden unterschlagen, aber die Schokoladensoße ließ sich aus Kakaopulver, Zucker und Wasser ganz leicht selber kochen. Auch das Parfait war schnell zubereitet und sollte dann für 3 Stunden ins Gefierfach. Nur WANN sollte ich die Gläschen wieder herausholen? Es ist zwar angegeben wie ich das Parfait aus den Förmchen bekommen und wie ich es garniere, aber nicht in welcher Konsistenz es zum Verzehr gereicht werden soll. Da hieß es also experimentieren...noch gefroren eindeutig zu hart, nach einer guten Stunde im Kühlschrank fast schon etwas zu weich. Fazit: hier wäre eine Angabe hilfreich gewesen.
Geschmacklich jedoch ein wahrer Traum!


Zusammenfassung: Das Buch Schokolade - traumhafte Rezepte für Genießer von Eliq Maranik bezaubert auf den ersten Blick auf jeden Fall durch die tollen Bilder. Sobald man das Buch in Händen hält entfährt einem so manches "ooooh" und "aaaah". Überzeugt hat es mich im Bereich der Kapitel Kleingebäck, Kuchen und Desserts, da diese meist leicht umzusetzen sind und durch ihre großartige Wirkung das Lob an die Bäckerin/Konditorin garantieren. Der Rezeptteil ist sehr übersichtlich gegliedert, was ein Nacharbeiten auch in stressigen Situationen, wo der nächste Schritt schnell erfasst werden muss, erleichtert. Abzug gebe ich zum einen für die mir nicht logische Gliederung (Warum das schwerste Kapitel am Anfang des Rezeptteils? Die Daten zur Geschichte des Kakaos ans Ende? Temperieren vor Schmelzen) und dem recht knapp gehaltenen Ausrüstung- und Anleitungsteil, bei dem ich mir deutlich mehr erklärende Bilder wünschen würde. Als blutiger Anfänger ist man gerade im Kapitel Pralinen dann sicherlich überfordert.
Ansonsten ein tolles, inspirierendes Buch, was mit einem Preis von knapp unter 10 € sicherlich auch ein schönes Geschenk ist, vielleicht schon mit selbstgefertigten Köstlichkeiten überreicht!

Gruß Uschi

Freitag, 27. Dezember 2013

Aus dem Auge - aus dem Sinn!

Unseren 48 Stunden Selbstversuch haben wir erfolgreich hinter uns gebracht. Und was soll ich sagen...es tat noch nicht einmal weh!

Am 24.12. um 12 Uhr mittags versammelten wir uns alle und sperrten Handy, Computertastatur, Maus und Co. für 48 h weg.

Ein letzter Post auf Facebook, ein letztes Bild auf Instagram. Und nun? Eine Weile sprachen wir noch darüber, was wir erwarten...was uns erwartet...so ganz ohne Online-Technik.
Sehr schnell stellte sich das Gefühl des "Zeit habens" ein...Leerlauf, der nicht mit dem Griff zum Handy oder mit dem Blick auf die neusten Fb-News oder Instagrambilder gefüllt wird...der aber auch "anders" gefüllt werden will. Das war zunächst ein wenig komisch. Nach dem Mittagessen...quasi der Griff ins Leere. Kein "ich bin dann mal oben" vom Sohn, kein "tipptipptipp" der Tochter auf dem Handy. Aber auch bei uns Erwachsenen eben kein Gang zum PC.

Nach den Mahlzeiten bleiben alle sitzen und nehmen sich die Zeit für Gespräche. Für eine ausgiebige Partie "Carcassonne" ist Zeit genug. Dann folgt eh das traditionelle Heiligabendprogramm: Weihnachtsbaum schmücken, auf den Baum anstoßen, Kinder nach oben schicken, Geschenke bereitstellen usw....alles unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Oft ertappen wir Handybesitzer (Felix hatte bisher noch kein Smartphone) uns bei dem Gedanken: "Hach...das wäre jetzt ein toller Schnappschuss für Instagram!" Aber kein Bild vom Lieblingsweihnachtsmann mit Brustbeutel und auch kein Bild vom köstlich schmeckenden Weihnachtsmenue! Schlimm? NEIN! Der Weihnachtsmann hängt auch ohne Bild und das Essen schmeckte auch ohne eine Anzahl diverser "likes". Das Abendessen genießen wir mit viel Ruhe...auch das Fernsehprogramm (Fernsehen hatten wir uns ja zugestanden unter gewissen Bedingungen) hetzt uns nicht, denn wir werden uns auf eine DVD einigen und zu viert gemütlich auf dem Sofa lümmeln.

1. Weihnachtstag...ich stehe auf wie immer und würde nun, während der Tee zieht und die Brötchen im Backofen ihre Bräune bekommen einen Blick auf's Handy werfen. Auch hier wieder Leerlauf der angefüllt wird. Angefüllt ausschließlich mit einem Buch. Auch nach dem Frühstück bleibe ich sitzen und lese noch ein wenig weiter. Der Adventskalenderschal wird zu Ende gestrickt...ein Foto kann ich nicht posten...aber der Schal gefällt mir dadurch nicht weniger;-).
Die Kinder haben zu Weihnachten einige neue Gesellschaftsspiele bekommen, eins wird gleich nach dem Frühstück getestet und für gut befunden.
Überraschenderweise ist das Wetter mild gestimmt und wir Erwachsenen gehen eine Runde spazieren, während die Kinder sich mit ihren neuen Büchern auf's Sofa verziehen. Die Gewissheit, dass die Kinder während unseres Spaziergangs nicht vorm Compi abhängen fühlt sich gut an.
Den Nachmittag verbringen wir erneut mit Spielen und Zusammensein...Treffpunkt ist dabei meist die Küche.
Das Abendessen wird gemeinsam vorbereitet und auch im Anschluss wird die Küche gemeinsam wieder ordentlich aufgeräumt. Das "Miteinander" wird präsenter.

Viel zu schnell vergehen eigentlich die 48 Stunden und als es am 2. Weihnachtstag heißt...wir sind wieder online hat jeder von uns seine Erfahrungen machen können.

Felix: so schlimm wie er es sich vorgestellt hat war es dann doch nicht und er ist bereit sich häufiger darauf mal einzulassen.
Julia: sie hat insbesondere die Familienzeit, das häufigere Miteinander genossen, aber das Handy für zwischendurch fehlt.
Mein Mann: hat fast nichts vermisst, außer vielleicht Programierideen sofort umsetzen zu können, Dinge nicht wie gewohnt spontan recherchieren zu können und beim Lesen seiner ausländischen Comics nicht auf ein Übersetzungsprogramm zurückgreifen zu können. Als Gewinn betrachtet auch das "mehr" Zeit für andere Dinge. Bedauerlich fand er jedoch, dass unangenehme Dinge auch weiterhin liegen bleiben...(dafür war veilleicht die Zeit auch ein wenig zu knapp!?)

Und ICH? Ich fühlte mich weniger gehetzt...ich "musste" nicht alle Nachrichten bei FB sichten....und ich "musste" auch nicht diverse Bilder bei Instagram liken. Es tut auch nicht weh, wenn man nicht immer alles mitbekommt. Eingegangene Mails kann man auch noch drei Tage später beantworten...nichts kann SO wichtig sein, dass es binnen der nächsten Stunde beantwortet werden müsste. Vermisst habe auch ich dieses "mal eben etwas nachschlagen/recherchieren". Für ein neues Strickprojekt hätte ich z.B. einen Rat gebrauchen können...das musste nun ohne gehen (und ging auch, wenn auch vielleicht nicht ganz so schnell).

Alle sind wir uns einige: Wir werden das auf jeden Fall wiederholen und unseren Konsum überdenken...nicht gleich immer zum Handy spurten wenn es brummt, nach dem Essen auch mal sitzen bleiben und insbesondere an gemeinsam freien Tagen mehr Zeit miteinander verbringen!

Gut war jedoch auch, die "Technik" aus dem Auge zu verbannen, denn kaum ist sie wieder präsent ist er wieder da, der Griff zum Handy, der Gang zum PC...ABER immerhin ein klein wenig "entschleunigt"!

Fazit: Der Versuch ist nachahmenswert und wird auf alle Fälle wiederholt...vielleicht sogar im kommenden Urlaub!?

Gruß Uschi

P.S.: Es liest sich evtl. so, dass wir hier ausnahmslos alle permanent vor dem PC oder Handy sitzen. Das ist nicht der Fall, auch ohne "Off-Versuch" finden wir die Zeit miteinander zu kommunizieren oder auch die Zeit miteinander zu spielen. Auch glaube ich, dass wir, was unseren Konsum betrifft noch harmlos sind im Vergleich zu anderen Familien.

Samstag, 21. Dezember 2013

Selbstversuch

Internet, PC, Handy und Co. haben schon lange Einzug in unser tägliches Leben gehalten. Gleich morgens nach dem Frühstück (manch einer gar schon im Bett) greifen wir zum Handy und sichten die neusten Bildchen bei Instagram, schauen ob Nachrichten auf whatsapp eingetroffen sind und schalten danach gleich den Rechner an, um die Mails zu checken und das Neuste bei Facebook nachzulesen. Viele lesen sich sicherlich auch durch die neusten Twitternachrichten - ich nicht, denn Twitter spricht mich so gar nicht an.
Ich könnte auch noch durch die Ideenwelt von pinterest schweifen, aber da habe ich mich wohlweislich noch nicht angemeldet.

Schon erschreckend, wenn man so bedenkt wie viel Zeit (kostbare Zeit?) des Tages darauf verwendet wird. Ein wenig wachgerüttelt wurden wir hier, als es mit unseren Kindern um die Beschränkung des Internets ging...und glaubt mir...wir sind da bereits sehr großzügig! Aber dennoch meinten die Kinder: "Ihr seid doch auch ständig online!"

Sind wir das?

Das ließ uns ein klein wenig nachdenken und eine Idee wurde geboren. Da wir in diesem Jahr das Weihnachtsfest zum ersten Mal ganz familiär begehen, also nur wir vier im absolut engsten Kreis haben wir beschlossen es auch im absolut engsten Kreis zu feiern!

Wir begeben uns also 48 Stunden ins OFF! 48 Stunden - kein Internet, kein Handy, kein PC, kein Nintendo oder Spielekonsole. Fernsehen wollten wir Erwachsene zugestehen, aber da waren die Kinder dagegen...sie meinten, wenn schon denn schon! Auf das Argument, dass aber an Weihnachten doch schon der ein oder andere gute Film gesendet würde gab es dann den Kompromiss "Fernsehen nur dann, wenn ALLE den Film sehen möchten und auch erst ab 19:45 Uhr (damit evtl. logo-Nachrichten geschaut werden können)! Ein Aufnehmen der Filme ist übrigens auch nicht möglich, da dies mit dem PC erledigt wird...und DER bleibt ja nun mal aus!

48 Stunden OFFLINE!!! Geht mal in euch...wie oft am Tag greift ihr inzwischen zum Handy, schaut in den PC oder auf's Tablet? Bekommt ihr bei dem Gedanken vielleicht auch ein leichtes Zittern in den Händen? Kann man schon von Sucht sprechen?

Unser Vorhaben wurde familienintern wild diskutiert und es war gar nicht so leicht Regeln dazu aufzustellen, denn es gab unzählige Möglichkeiten wie das "Gebot" heimlich umgangen werden könnte. Daher werden die Handys weggeschlossen, der eine versteckt die Kiste, der nächste den Schlüssel dazu. Beim PC überlegten wir zunächst nur die Mäuse einzusammeln, aber nach weiteren Überlegungen schien es auch sinnvoll die Tastaturen wegzuschließen. Auch hier die gleichen Vorkehrungen...der eine die Kiste...der andere den Schlüssel.

Und damit das Ganze auch nicht nur eine Idee bleibt, sondern ein wenig Ernsthaftigkeit bekommt, wurde von den Kindern ein Vertrag aufgesetzt, den alle Beteiligten unterschreiben mussten.


Auch eine Klausel zum Vertragsbruch wurde eingearbeitet...erneutes Verbot zum Jahreswechsel;-)

Und was denkt ihr? Ein interessanter Selbstversuch? Wird er möglicherweise scheitern...zumal auf der Wunschliste der Kinder diverse "Medienobjekte" standen, die dann erstmal nicht genutzt werden können!
Vielleicht hat ja der ein oder andere Interesse und greift unsere Idee auf?

Im Anschluss an unseren Selbstversuch werden wir berichten wie es uns ergangen ist!

Bis dahin sage ich schon mal:


Gruß Uschi

P.S.: Dieser Beitrag darf explizit gerne geteilt und verlinkt werden! Zur Nachahmung eben empfohlen!


Mittwoch, 18. Dezember 2013

Auch in diesem Jahr wieder...

....stricke ich, wie im vergangenen Jahr,  Masche um Maschen, Reihe um Reihe reihen und Tag um Tag die Muster des Adventskalenderschals 2013.


Auch in diesem Jahr schließt sich ein Muster an das andere, viele für mich neue Techniken werden vermittelt und es bleibt jeden Tag spannend, was Neues kommt.



Bis jetzt Tag 17 vollendet. Auch in diesem Jahr wieder aus hauchzartem Lacegarn von Frau Wo aus Po. 
Und mein Dank an Kristin für die vielen tollen Muster!

To be continued....

Gruß Uschi

Dienstag, 17. Dezember 2013

Weihnachtliches Stickzeugs...

...musste bei mir ein wenig hinten an stehen. Denn meine Stickmaschine verlangte nach einem Urlaub. Unschöne Fädchen zeigten sich an der Ober- und Unterseite und überhaupt: sie klagte, sie wäre schon eine ganze Weile fleißig genug gewesen, eine dringende Auszeit wäre fällig.

Also habe ich sie warm eingepackt (ein Hoch auf diesen Transportservice vom Nähpark!) und nach gut einer Woche kam sie erholt zurück. Ein paar Tage durfte sie sich im Nähzimmer wieder akklimatisieren und dann setze ich sie mal vorsichtig an eine kleine Stickarbeiten, um zu sehen wie ihr das so gefällt. Und siehe da, ausgestattet mit einem neuen Stickfuß und "intensiv" gereinigt (Klebereste aus der Oberfadenspannung entfernt - WIE kommen die da hin?) ging sie frohen Mutes ans Werk.

Sticken durfte sie einen dritten Stern für unseren Adventskranz, denn ich hatte zwei gestickt, beim dekorieren zu Beginn der Adventszeit jedoch festgestellt, dass mir ein dritter fehlte....nur, da war die Stickmaschine schon im Urlaub.

Und dann hatte Nette von Regenbogenbuntes noch eine schöne Idee und beschenkt uns alle mit einem hübschen Freebie...einem kleinen Weihnachtsbäumchen. Schnell gestickt, gefüllt und zugenäht, macht es sich super als Deko oder als Geschenkanhänger. Nette hat sinnvollerweise gleich zwei in den großen Rahmen gepackt, und wenn man, so wie ich auf den Fadenwechsel nach jeder Girlande verzichtet, dann hält sich auch hier der Aufwand wirklich in Grenzen.



Also, wenn ihr noch schnell 'was Nettes zaubern wollt: Hier geht es zum download!

Gruß Uschi

Montag, 9. Dezember 2013

Wenn mir nochmal einer erzählt...

...einmal gespeicherte Daten gingen nicht verloren, dem werde ich aber 'was erzählen!!!

ICH weiß zumindest seit Samstag, das einmal gespeicherte Daten durchaus SEHR erfolgreich gelöscht werden können und mit leicht ironisch, hysterischem Grinsen frage ich mich, ob die Panikmache, dass alle Daten überwacht und gespeichert werden wirklich SO dramatisch ist...denn meine Daten, meine ach so geschätzten Daten sind weg! Futsch! Nicht mehr da!

ERFOLGREICH durch ÜBERSCHREIBEN der Festplatte ins Nirwana geschickt...ALLE meine Mails der letzten...öh...Jahre (okay ein paar hatte ich vorher schon mal aussortiert, aber bei so mancher Mail, weiß man ja nie wofür man die nochmal braucht!) und ALLE meine Lesezeichen/Bookmarks!
DAS ist noch viel, viel, viel tragischer...denn die Liste war lang...SEHR lang!
Sicher, ich dachte noch letztens darüber nach, da mal auszumisten, weil sich sicher so manche Seite darunter befindet, die nicht mehr existiert oder nicht mehr für mich von Bedeutung ist. Hat sich nun also mit einem Schlag erledigt. Leider sind nun aber eben auch alle weg, die für mich noch von Bedeutung waren! Und DAS ist mehr als ärgerlich...denn...nun ja...wisst ihr alle eure Lesezeichen auswendig? Ich leider nicht...also klar die wichtigsten...aber so die weniger wichtigen, aber genau die, bei denen die Recherche im Internet nicht so auf Anhieb klappt. Kurz...ich überschaue noch nicht einmal das komplette Ausmaß dessen, WAS mir da fehlt :-(. Nun, vielleicht ist das aber auch besser so...

Sollte irgendjemand also noch auf die Antwort einer Mail warten, die mir vor dem 6.12. geschickt wurde...dann bitte nochmal neu schicken, denn die Mail ist nicht mehr auffindbar. Genauso ist es mit einem Teil meines Adressbuches...wir konnten zwar einige wenige Daten vom Netboook retten, aber das war nur eine magere Ausbeute.

Nachdem hier einige Stunden der Haussegen arg schief hing und dunkle Wolken durch unser Arbeitszimmer waberten, sehe ich es inzwischen als Neubeginn...vielleicht stoße ich dabei ja auf viele nette neue Seiten....und hoffentlich auch auf viele liebgewonnenen alte Vertraute!

Ach, und falls sich jemand fragt, wie das passieren konnte: Meine Daten wurden von der Festplatte zwar auf einer externen Festpaltte gesichert...nur leider wurde versäumt zu KONTROLLIEREN, ob auch alle Daten kopiert worden sind, bevor auf der alten Festplatte eine neues System aufgespielt wurde. Dass Daten fehlten zeigte sich erst nach Inbetriebnahme des neuen Rechners...der mich jetzt schneller, besser, leiser im Internet recherchieren lassen wird....

Gruß Uschi

Montag, 2. Dezember 2013

Weihnachtsmärkte und ich...

...das ist so eine Sache. Irgendwie scheinen wir nicht so ganz zueinander zu passen. Ob es daran liegt, dass ich eigentlich keinen Glühwein mag? Vielleicht "erträgt" man Weihnachtsmärkte besser, wenn man Glühwein mag...viel Glühwein? Schwierige Frage...heikles Thema! Ich hole also ein wenig aus:

Früher...viel, viel früher...gab es hier bei uns in Kleve einen kleinen Weihnachtsmarkt, ein paar schöne Kunsthandwerkstände, an denen auch noch das Handwerk ausgeführt wurde (Glasbläserei, Schnitzkunst usw.), ein paar caritative Stände, ein Glühweinstand und ein Imbiss. Alles in schönem Ambiente unterhalb der Burg, manchmal mit Glück auch etwas Schnee dazu.

Inzwischen ist der Weihnachtsmarkt gewachsen, die Schnitzkunst gibt es immer noch, den Glasbläser leider nicht mehr, die caritativen Stände gehen in den kommerziellen Ständen unter. Das Angebot ist eher...so naja und über allem wabert der Duft von Bratwurst, Fisch und Reibekuchen und die Menschenmassen stehen dicht gedrängt an den Glühweinständen. Der hiesige Weihnachtsmarkt liegt zwar nicht mehr unterhalb der Burg, aber sicher in ähnlich schönem Ambiente, aber dennoch, irgendetwas fehlt...es fehlt der Moment der Besinnlichkeit, es fehlt das weihnachtliche Gefühl und selbst die eintretende Dunkelheit und die vielen kleinen Lichter lassen nichts dergleichen bei mir aufkommen, denn es herrscht ein Gedränge und Geschiebe, was zu Zeiten mit kleinen Kindern nicht immer angenehm war. Also gingen wir etliche Jahre nicht mehr zum Weihnachtsmarkt.

Dann kam die Zeit, in der ich selber auf einen kleinen Nikolausmarkt in Kranenburg stand. Die Zeit davor war hektisch, ich saß tagelang im Nähzimmer und nähte zwar schöne Sachen, aber nicht wirklich das was ich nähen wollte, sondern das was sich gut verkaufen ließ. In manchen Jahren habe ich auch gut dabei verdient, in manchen Jahren diente ich sicher vielen Besuchern als Inspirationsquelle, im letzten Jahr sagte ich "Nein", ich setze aus (eine weise Entscheidung, die ich beibehalten habe!). Und das war gut, denn endlich fand ich die Zeit für all die Dinge, die mir die Jahre zuvor gefehlt hatten...ich hatte Zeit für den Adventskranz, ich hatte Zeit zum Plätzchen backen (nicht nur so huschhusch) und ich hatte Zeit für mich und damit Dinge zu erledigen die mir Spaß machen, mich im Schein der ersten Adventskerze hinzusetzen und inne zu halten. Mit der Familie gemütlich beisammen sitzen, Spiele spielen oder einfach nur erzählen.
Und weil ich Zeit hatte, besuchten wir auch im vergangenen Jahr (man bedenke, wir waren etliche Jahre nicht gegangen!) wieder mal den Weihnachtsmarkt...aber ohweh...fataler Fehler...wir fanden zwar immer noch die Schnitzkunst, aber sonst? Bei vielen Ständen hatte ich das Gefühl, sie haben ihr Angebot in den letzten Jahren nicht geändert...die gleichen Socken, die selben Mützen...oh, und es gab chinesische Vasen! Wer in aller Welt geht zum Weihnachtsmarkt und kauft chinesische Vasen? Ich war mehr als irritiert...und über allem waberte...ihr ahnt es? Der Duft von Bratwurst, Fisch und Reibekuchen und die Menschenmassen stehen dicht gedrängt an den Glühweinständen und es herrscht ein Gedränge und Geschiebe. Okay...eine Erfahrung reicher...müssen wir nicht mehr hin!

In diesem Jahr dann der Vorschlag meine Frühstücksfrauen...lasst uns doch mal zum Weihnachtsmarkt nach Essen fahren. "Ach ja, dachte ich...so ein Ausflug in die Großstadt ist ja schon etwas Besonderes...und wer weiß, vielleicht sind die in der Großstadt ja schon weiter als wir auf dem Land und haben Anderes, Besseres zu bieten?". Also stand der Entschluss fest...ich fahr mit!
Leider stand unser Vorhaben ein wenig unter einem schlechten Stern, denn wir wollten mit dem Zug fahren und die Züge fuhren/fahren momentan den Hauptbahnhof in Essen nicht an, weil kurz zuvor unbekannte Bergbaustollen entdeckt wurden, über die seit Jahren bereits ICEs hinwegdonnerten.
Aber wir sind ja flexibel, also landeten wir in Köln auf dem Weihnachtsmarkt...nein, eigentlich nicht auf DEM, sondern auf den zweien...oder waren es gar drei? Vielleicht liegt es daran, dass ich ja keinen Glühwein mag, vielleicht lag es auch an dem doch etwas ungemütlichen nass kalten Wetter, aber auch hier...ein weihnachtliches Gefühl kam bei mir leider nicht auf. Das Angebot der Stände war...nunja...reichhaltiger, aber das es etwas gab, was mein Herz begehrt? Bin ich auch da inzwischen zu kritisch, bin ich zu übersättigt von dem was man im Internet entdeckt und geboten bekommt. Unter der Vielzahl von Ständen gab es vielleicht zwei drei, bei denen ich dachte: "Wow, tolle Idee! Das nenne ich kreativ!" Vieles wiederholte sich und....ihr ahnt es...über allem waberte der Duft von Bratwurst, Fisch und Reibekuchen und die Menschenmassen standen dicht gedrängt an den Glühweinständen und es herrschte ein Gedränge und Geschiebe und wir waren mehr darauf bedacht uns nicht aus den Augen zu verlieren, als die Auslagen der Stände zu betrachten. Die Glühweinstände waren hier jedoch zum Teil große zweistöckige "Häuser", bei denen ich eher den Eindruck hatte, dass dort die arbeitende Bevölkerung eine lustige "Afterworkparty" zu feiern schien. Menschen mit 50 cm langen Fleischspießen kamen meinen Augen gefährlich nahe, von glänzenden Kinderaugen fehlte jegliche Spur. Party...hier war stellenweise Party angesagt...und wir waren noch früh dran...um 22 Uhr hätte da sicher der Bär gesteppt!
Besinnlichkeit? Gemütlichkeit? Stille? Innehalten? Die Frühstücksfrauen mögen mir verzeihen...vielleicht habe ich den falschen Anspruch an einen Weihnachtsmarkt und ja, Spaß hatten wir ja auch...aber eigentlich mehr auf der Zugfahrt;-)...denn die verlief...wie könnte es bei der Bahn anders sein...nicht so ganz nach Plan :-).

Fazit...Weihnachtsmärkte und ich...wir sind einfach nicht kompatibel!
In meiner Vorstellung gäbe es da einen kleinen, feinen Markt, Stände mit tollen kreativen Ideen, freundliche Verkäufer die begeistert von ihrem Handwerk erzählen, Menschen mit Zeit und ohne Hektik, die gemütlich durch die Gassen schlendern. Schneeflöckchen die vom Himmel fallen und alles in eine dumpfe Stille hüllen, hier und da leise Weihnachtsklänge und der Duft von Äpfeln, Nüssen, Weihnachtsgebäck und Waffeln. Vielleicht würde ich dann auch ein Glas Glühwein trinken mögen....bis dahin werden Weihnachtsmärkte und ich aber so eine Sache bleiben...

Gruß Uschi