Donnerstag, 31. Dezember 2015

Zimmerwechsel zum Jahreswechsel

Manch einer konnte es auf Instagram ja schon sehen...ich werde mein Nähzimmer tauschen.

Die Idee war schon vor knapp zwei Jahren aufgekommen, als Julia ihr Zimmer neu gestrichen und teeniegerecht umgestaltet hatte. Damals waren wir uns beide noch nicht so sicher, dass das ein gute Idee sei. Aber nun kam während der Feiertage der Gedanke bei Julia erneut auf und die Aussicht auf einen etwas höheren Zuschneidetisch, der oben unter der Dachschräge aus Platzgründen nicht möglich ist ließ mich einwilligen ohne an die damit verbundene Logistik zu denken.
Für viele von euch hat der Anblick meines geliebten Stoffregals einen Wiedererkennungswert und ja, ein klein wenig bin ich auch traurig, dass ich diese Ansicht nicht mehr haben werde:-(


 Hier übrigens noch ein Bild vom "Einzug" im Oktober 2009:


Nun...wir zögerten dennoch nicht lange, denn der Jahreswechsel scheint für uns beide der optimale Zeitpunkt. Wir packten Kisten von links nach rechts, von oben nach unten, von hott nach hü. In der gesamten oberen Etage lagern nun auf drei Zimmer verteilt irgendwelche Stoffe, Nähmaschinen und sonstiges Zubehör aus meinem Nähzimmer. Denn ich musste da oben ja erstmal Platz machen, damit Julia ihre Sachen hochräumen kann und unten für mich Platz wird. Zwischendurch wollte ich auch noch kurz die Dachschräge in meinem neuen Nähzimmer überstreichen (wie gut, dass man von früheren Renovierungsaktionen noch Farben im Haus hat!!!), da Julia sich da zwar sehr hübsch kreativ ausgetobt hat, aber leider nicht so ganz meinen Stil getroffen hat;-).

Momentan sind wir in einem Zustand, dass jeder von uns irgendwie die Hälfte seines Zimmers noch beim anderen hat, aber das wird sich heute im Laufe des Tages noch ein wenig bessern und dann im neuen Jahr sicher auch zum Guten wenden.

Das wird also mein neues Reich werden...gewöhnt euch also schon mal an den Anblick;-)


Ja...ein riesiger Wandschrank...den ich jedoch leider nicht ganz für mich habe, da dort auch Dinge vom Hobby des Mannes drin lagern:-(.




Ob ich mich platzmäßig wirklich verbessere wird sich zeigen, wenn ich alle Kisten, Stoffe etc. eingeräumt habe...aber eins ist klar...ich werde mir nicht mehr so oft den Kopf stoßen.


Mit diesem Zimmerwechsel zum Jahreswechsel möchte ich euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr wünschen!
Gruß Uschi

P.S.:Und da ich alle, ja wirklich alle meine Stoffe in den kommenden Tagen in die Hand nehmen muss, werde ich die Gelegenheit sicher nutzen und mich von einigen Stoffschätzchen auch trennen...also...halten die Augen offen!


Donnerstag, 24. Dezember 2015

Wir hatten heute schon Spaß!

Beim gemeinsamen Heiligabendfrühstück kam die Idee auf für das diesjährige Weihnachtsfamilienbild eine Szene eines Kindergartenbildes nachzustellen. Das Kindergartenbild hängt bei uns im Flur und jeder fragt, warum Julia denn da so brummig guckt. Und jedesmal, wenn ich das erklären muss, denke ich darüber nach wie unprofessionell die damalige Kindergartenfotografin war.

Denn Julia wollte bei ihrem Papa auf dem Schoß sitzen, aber die Fotografin meinte es wäre doch viel schöner wenn die Tochter bei der Mama sitzen würde. Nun, die Fotografin wusste nicht, dass Julia sich mit ihren gerade mal 3 Jahren in einer extremen Trotzphase befand und das hatte zur Folge, das Julia sich nicht mehr zum Lachen bewegen ließ...man hätte das Problem lösen können, wenn man ihr ihren Willen gelassen hätte. Nun denn....

Da es aber eines der wenigen Bilder ist, was wir von uns vieren besitzen, habe ich es damals dennoch gekauft. Heute sind wir dank Stativ und Selbstauslöser in der Lage bessere Bilder von uns Vieren zu machen;-).

Aber dennoch...der Vergleich ist lustig:


Im Anschluss an das "Brummbild" wie es scherzhaft im Familiekreis genannt wird haben wir noch ein paar Outtakes gemacht....



Mit diesen Bildern wünsche ich euch allen:

Ein frohes und hoffentlich friedvolles Weihnachtsfest 2015

Gruß Uschi

P.S.: Und wie schon in den vergangenen zwei Jahren sind wir gleich ab 12 Uhr wieder für 48 Stunden mit allen Geräten offline!

Sonntag, 20. Dezember 2015

Für einen besonderen Anlass....

...brauchten wir...explizit Julia letztens eine tolle Frisur. Eine Flechtfrisur...möglichst eine die auch etwas Bewegung mitmacht und bei der die Haare nicht doll durch die Gegend fliegen. Denn Julia hatte Abschlussball der Tanzschule. Und Julia hat lange Haare...sehr lange Haare und bereits am zweiten Tanzabend war Julia klar...ein Zopf hinten ist für die Tanzpartner gelinde gesagt doof bzw. schmerzhaft, denn bei jeder Drehung musste der Tanzpartner in Deckung gehen,um nicht Julias Zopfende mit Schwung gegen die Wangen zu bekommen ;-).

So weit so gut. Zopf flechten kann ich...aber tolle Zöpfe flechten, da bin ich wirklich absolut hilflos. Ich habe selber zwar mal sehr lange Haare gehabt, aber damals trug man eben einfach nur Zopf und nicht solche fünffach in sich verzwirbelten Zöpfe die scheinbar direkt auf der Kopfhaut beginnen. Nun sagt ihr sicher...hach...alles ganz easy....da gibt es doch zig Videos auf You-Tube. Ja, gibt es, aber nach drei angesehenen war ich leider schon sehr genervt, weil ich mir jedesmal dieses langatmige Gelaber "Heeeeiiii, ich bin die Ciiiiiindy und, ich möchte euch heute mal zeigen wie....es ist ganz einfach...ich habe hier...blablabla!" Bis die mal in die Puschen kamen....egal!

Daher war ich sehr froh, dass ich über das Bloggerportal ein Rezensionsexemplar des Buches "Flechtfrisuren" von Sasha Coefield, erschienen im Goldmann Verlag bekommen konnte. 200 Step by Step Foto, sehr übersichtlich gestaltet und insgesamt 30 tolle Flechtfrisuren von ganz einfach bis sehr aufwändig.


Sasha Coefield hat wohl auch einen You-Tube Kanal, aber nein, da wollte ich nun nicht reinschauen...ich wollte im Buch eine Frisur auswählen und Julia möglichst gekonnt in die Haare flechten. bzw. eigentlich sollte Julia sich eine Frisur auswählen und wir würden beide schauen, ob wir sie "irgendwie" geflochten bekommen würden oder noch besser Julia sucht sich eine Frisur aus und schafft es ganz allein sich diese in die Haare zu zaubern:-).

Das Buch ist sehr schön logisch aufgebaut, nach einer kurzen Einleitung sind noch hilfreiche Tipps und Tricks, wie z.B. das Haar zum Flechten vorzubereiten ist und was man als Handwerkszeig möglichst parat liegen haben sollte.


Dann geht es auch schon mit den ganz einfachen Zopf Grundformen los, dem einfachen dreistränigen Zopf (der, der den Tanzpartnern jedoch Probleme bereitet;-)). Das ist sehr anschaulich mit Fotos gezeigt, vor allem so gezeigt, dass man keine weitere Person zur Hilfe benötigt. Was z.B. mit den Zopfsträhnen passiert, wenn man sie nicht übereinander, sondern untereinander legt zeigen die folgenden Bilder. Danach folgen viele verschiedene Variationen. Die meisten Frisuren werden anhand eines blonden, glatthaarigen Modells gezeigt,


einige wenige an einem Modell mit braunem, krausen Haar. Hier sind die Flechtschritte teileweise aufgrund der dunklen Haarfarbe etwas schwerer zu erkennen. Aber mit Hilfe des neben den Bildern stehenden Textes kommt man auch hier zum Ziel.


Das schöne am Buch ist, man kann sein Tempo selber bestimmen, wenn man die Frisuren ausprobiert. Das macht mich bei Videos nämlich immer total rappelig, die sind da meist viel schneller als ich und ich muss das Video ständig anhalten. Das Buch lasse ich aufgeschlagen liegen und muss allerhöchstens einmal umblättern.

Nun seid ihr aber sicher auch gespannt, ob wir die Frisuren nachvollziehen konnten...also wirklich auch flechten konnten. Ich begann mit dem "dreifachen Flechtdutt", beschrieben als eine "legere Alttagsfrisur, ebenso geeignet für einen formellen Anlass". Das sah einfach aus...Haare dritteln und mit jedem Drittel einen einfachen Zopf flechten, zu einem Dutt drehen und am Oberkopf mit Haarklemmen fixieren. Okay...das "fixieren" muss ich noch üben...aber die Frisur hatte Ähnlichkeit mit dem gezeigten Modell:



Da das mit dem Fixieren jedoch nicht so klappen wollte, schied diese Frisur für den Tanzabend aus.
Als nächstes versuchte ich den "französischen Kordelzopf"...angeblich eine Frisur die nur wenige Minuten in Anspruch nimmt. Bei mir leider nicht...irgendwie flutschten mir die Haarsträhnen immer in die falsche Richtung...das Ergebnis wollte nicht dem der abgebildeten Frisur gleichen:


Julia, inzwischen auf eine harte Geduldsprobe gestellt, stand genervt auf mit dem Satz: "Boah, Mama, lass mich mal!", verschwand im Badezimmer und kam wenige Minuten freudestrahlend wieder heraus: "Was ist daran nun so schwer!"


Womit auch bewiesen wäre, dass man die Frisuren aus dem Buch tatsächlich auch ohne fremde Hilfe flechten kann.

Wir blätterten noch ein wenig im Buch, überlegten was denn nun für den Tanzabend am geeignetsten wäre und entschieden uns für einen seitlich geflochtenen französischen Zopf. Der hielt allen Tanzbewegungen stand und hat sich an dem Abend gut bewährt. Leider waren wir mit der Zeit etwas knapp dran, so dass vom Zopf kein Foto entstanden ist.

Fazit: Das Buch "Flechtfrisuren Step by Step mit 200 Fotos" ist ein gutes Buch für Einsteiger die Schritt für Schritt an tolle Zöpfe herangeführt werden. Die Zöpfe sind anhand von Bildern und kurzen Beschreibungen gut dargestellt und zwar so, dass sie auch alleine ohne fremde Hilfe geflochten werden können. Die Modelle mit dunkelbraunem Haar sind leider etwas schwer zu erkennen und ich würde mir im Inhalt noch eine Übersicht mit kleinen Fotos zu den Frisuren wünschen, damit man weiß, welcher Zopf nun genau sich hinter dem Namen verbirgt. Das Buch vermittelt gute Grundlagen der Flechtkunst mit der man sicher auch in der Lage ist eigene Kreationen zu schaffen. Für 12,99 € sicher eine gute Investition oder auch eine schöne Geschenkidee für die langhaarige Freundin.

Gruß Uschi


Montag, 14. Dezember 2015

Farbenmix Adventskalendertasche oder die 5-Fach-Tasche

Da verfolgt man Tag für Tag die Türchen im Adventskalender bei farbenmix, auf facebook oder auch auf instagram...und irgendwann hat es auch mich dann gepackt.

Tag 1- 8 hatte ich schnell aufgeholt, und auch Tag 9-14 kann man an einem Stück nähen. Aber auch die viele kleine Nähschritte, die sich prima so neben dem Alltag leicht bewältigen lassen, Schritt für Schritt abzuarbeiten hat sicher auch seinen Reiz...so konnte jeder in seinem ganz eigenen Tempo nähen!

Heute wurde die Tasche dann vollendet und es ist schön mit anzusehen, wie viele Taschen in der Nähszene entstanden sind...jedes ein wundervolles Unikat.
Meine möchte ich euch nicht vorenthalten...und ich gebe es zu...manch eine hat es vielleicht bei facebook/instagram herauslesen können...was für viele ein Geheimnis war...das Aussehen der Tasche...für mich war es kein Geheimnis, ich durfte mir beim Korrekturlesen schon im November ein Bild zur Tasche machen. Daher wollte ich die Tasche eigentlich auch erst nicht mitnähen...ich "kannte" die Tasche ja quasi schon, für mich fehlte also quasi die tägliche Spannung "WIE geht es weiter, WIE soll das alles zusammengehören?

Und ich glaube an manchem Tag habt ihr wirklich schwer grübeln müssen :-).

Aber als ich dann all die bunten tollen Stoffkombinationen sah, musste ich einfach in mein Stoffregal greifen. Und yeah...für meine 5-fach-Tasche brauchte ich kein Stückchen Stoff neu kaufen...alles hatte ich im Vorrat, weil es nämlich schöne kleine Stückchen sind...also eine ideale Resteverwertetasche! Und so sieht meine Tasche auch lustig bunt aus:




Hier übrigens ganz gut zu erkennen, warum es wirklich VIER Außenstoffschnittteile sein müssen:


Ich bin mir noch nicht ganz über den Einsatzzweck meine 5-Fach-Tasche im Klaren...fürs Tablet, Ebook und Kabelsalat auf Reisen oder vielleicht doch eher als Handarbeitstasche, denn mit ihren fünf Fächern hat vieles was man zum Stricken/Häkeln für unterwegs braucht Platz und zwei/drei/vier Wollknäuel lassen sich auch noch beherbergen....


Wenn euch die 5-Fach-Tasche gefällt, ihr vielleicht noch ein schnelles Geschenk für Weihnachten braucht oder euch selbst beschenken wollt...die Anleitung der Tasche ist bis Ende des Jahres KOSTENLOS bei farbenmix HIER zum download parat.


Die tollen Häkelpatches stammen übrigens aus dem Ebook Eine Woche Häkelfrühling und Eine Woche Häkelsommer, auch damit kann man noch tolle Weihnachtsgeschenke zaubern!

Gruß Uschi




Freitag, 11. Dezember 2015

Fred Vargas: Das barmherzige Fallbeil

Es ist kein Geheimnis...ich bzw. mein Mann und ich sind ein große Freunde von Fred Vargas, jener bedeutenden französischen Krimiautorin mit internationalem Renommee.

Eigentlich ist sie vor Jahren per Zufall in unser Bücherregal eingezogen und ist seither nicht mehr wegzudenken. Daher lag es auf der Hand, dass ich mich für ihren neuesten Roman "Das barmherzige Fallbeil" bei Blogg dein Buch beworben habe.
"Das barmherzige Fallbeil" ist im Limes Verlag erschienen und kann hier bestellt werden.


"Innerhalb weniger Tage werden die Leichen einer Mathematiklehrerin und eines reichen Schlossherren in Paris entdeckt, die vermeintlich Selbstmord begangen haben. Die brutale Szenerie alarmiert zwar die Polizei, doch es scheint keine Verbindung zu geben. Bis Jean-Baptiste Adamsberg auf unauffällige Zeichnungen an beiden Tatorten aufmerksam wird...."

...und schon ist man als treuer Leser wieder mitten drin im Geschehen der "Brigade criminelle" des 13. Arrondissements, man "schaufelt Wolken" mit Adamsberg, lauscht gespannt den weitrausholenden informativen Ausführungen Danglards, ist gespannt auf die störrische Retantcourt, mit dem Herz am rechten Fleck. Was wäre Adamsberg ohne ihre Einwände und Ideen und ohne ihr tatkräftiges Handel?. Die "Brigade criminelle " ist nicht irgendeine Brigade...es ist wohl die skurrilste Brigade ganz Frankreichs und, wenn man so wie wir alle Bücher Vargas kennt, dann kennt man auch alle Beteiligten und hat sie im Laufe der Zeit schätzen und lieben gelernt, jeder ein kleines Rädchen im großen Uhrwerk, jeder für etwas gut, auch wenn man auf den Schlafrhythmus des Kollegen Rücksicht nehmen muss, oder wenn man ab und zu dem Kater, der "Kugel" beim Fressen Gesellschaft leisten und ihn danach wieder auf den Kopierer begleiten muss. Klingt schräg und ja, es ist auch schräg, aber liebenswert schräg. Vielleicht muss man dazu aber auch ein wenig frankophil sein;-), denn im tristen deutschen bürokratischen Alltag wäre diese Szenerie sicher fehl am Platze!

Und um all dies gelingt es Vargas immer wieder eine spannende Kriminalgeschichte zu stricken in der alle Charaktere irgendwie zum Zuge kommen. Gleichzeitig lässt sie aber immer wieder auch Details, Phrasen und Anekdoten aus vorangegangenen Romanen einfließen, so dass man als treuer Leser immer wieder mal ein "achja...das war damals auch gut" schmunzelnd von sich gibt.

Im aktuellen Krimi gelingt es der Autorin den Leser zum einen in die französische Geschichte um Robespierre zu entführen (ich gestehe...ich musste mich da erst einmal schlau machen...war Robespierre nun einer der guten oder bösen in der französischen Revolution?...zu lange her, das ich das mal gelernt habe..habe ich das mal gelernt?), gleichzeitig aber den zweiten Strang der Handlung auf Island nicht außer acht zu lassen. Bis zum Schluss fragt man sich, was verbindet  Robespierre und Island...ist überhaupt ein Zusammenhang da oder sind es vielleicht doch "nur" Selbstmorde? Gerade eben noch taucht man ein in die teils fanatische Welt des Rollenspiels, in diesem Fall sogar real in einem angemieteten Theater und "erlebt" die Revolution hautnah. Trachtet man dem Darsteller Robespierres nach dem Leben oder vielleicht Robespierre selber...denn "er ist es" vermögen Veyrenc und Danglard wie aus einem Mund nur zu sagen. Aber Adamsberg lässt sich nicht verzaubern und mit seiner "Wolkenschauflerei" spaltet sich diesmal "Brigande criminelle"...hilfreich oder fatal...das wird sich am Ende zeigen, zuvor begibt Adamsberg sich aber auch eine Reise ins ferne Island um dort auf Einheimmische zu treffen mit denen sich ganz vorzüglich "Wolken schaufeln" lassen.

Mehr möchte ich zum Inhalt eigentlich nicht verraten. Kann ich euch das Buch empfehlen? JAAA!!! Aber ich fürchte...man muss der "Magie Vargas" verfallen sein, man muss „ihre unerschöpfliche literarische Phantasie, reine Poesie, einen teuflischen Humor und wundervoll schräge Dialoge“ lieben. Auch hier in diesem Buch gibt es wieder zahlreiche Dialoge, so schräg, dass sie einen beim Lesen nicht nur schmunzeln, sondern laut Lachen lassen. Dialoge, die sich aber wie ein roter Faden aus den vorherigen Büchern weiterspinnen und weiterspinnen werden. So könnte ich wetten, dass man den Satz: " Der Afturganga ruft nie jemanden umsonst. Und seine Gabe führt immer auf einen Weg." sicherlich auch in hoffentlich folgenden Romanen findet wird. Genauso wie vermutlich das "Algenknäuel":-).

Lasst euch verzaubern von der „Magie Vargas“!!! 

Auch wenn dieses Buch vielleicht nicht als Einstieg in die "Magie Vargas" geeignet ist, vielleicht dient es aber als Anreiz sich die komplette Sammlung zu zulegen und dann irgendwann das geniale Konstrukt um die "Brigade criminelle" zu verstehen. Treue Leser werden es selbstverständlich lieben!

Gruß Uschi

Mittwoch, 2. Dezember 2015

Lange drumherum geschlichen und nun...

...doch endlich mal ausprobiert.

Die Rede ist von SnapPap...dem waschbaren Papier. Okay...Papier kann man eigentlich ja immer waschen, nur wie es nach dem Waschen aussieht ist eine andere Frage. Man denke da nur an mitgewaschene Papiertaschentücher;-).
Manchmal ist auch die Rede von veganem Leder...okay...ich bin jetzt kein Veganer, schon gar nicht ein bekehrender, fanatischer Veganer, aber die Idee klingt ja zunächst ganz nett.

Hält denn SnapPap nun alles was es verspricht, habe ich mich jedoch ständig gefragt?
(Infos dazu findet man übrigens reichlich HIER).
Und ich klickte mich des öfteren durch Designbeispiele, las hier und da, aber manches muss man eben doch selber mal ausprobieren. Also bestellte ich mir letztens mal zwei Farben, jeweils 50 cm. Ausschlaggebend für mich war auf jeden Fall, diese tolle Tasche hier von pigugi (vielen Dank für diese Inspiration!!!). Da wirkt das SnapPap wie richtiges Leder, wie in vielen anderen Beispielen auch, aber das fand ich jetzt SEHR überzeugend.

Nun, meine gewünschten Farben (hell- und dunkelbraun, bei Snaply erscheinen die Farben auf den Einzelbildern viel zu blaß, im Kombibild passt es deutlich besser!) wurden in einer Papprolle auch sehr schnell geliefert. Ich packte aus und dachte als erstes: "Okay, wie fester Tonkarton. Etwas steif und...hmmm...ja...schon irgendwie eben wie Pappe.
Mein nächster Gedanke: "Waschen hilft vielleicht, den Pappecharakter ein wenig zu vertreiben?!"
Also, schnell die Maschine angesetzt (ich habe es jetzt mal vorsichtshalber separat gewaschen). Danach herausgeholt und noch feucht den Grifftest gemacht...etwas weicher, leicht glitschig. Ob ich es danach im Trockner oder auf der Leine hab' trocknen lassen weiß ich jetzt gar nicht mehr...geht wohl beides. Allerdings war das SnapPap nach dem Trocken doch wieder recht fest und hart im Griff...es kann seinen Pappcharakter also leider immer noch nicht leugnen.

Beim Zuschneiden verhält es sich recht willig..egal ob mit Schere (besser nicht die Stoffschere nehmen...ist ja Papier!) oder Rollschneider...beides geht recht gut und schnell.
Erste Nähversuche an Reststücken zeigen auch: Nähen geht auch recht gut. Nachdem meine Schnittteile für den Matchbag zugeschnitten waren, war die Frage...muss ich das SnapPap noch  irgendwie mit Volumenvlies verstärken? Ich entschied mich für nein und das war auch gut so...also verstärkte ich nur die Innenfutterteile um der Tasche an sich mehr Stand zu geben.
Das Nähen von Stoff und SnapPap an den Übergängen ging auch problemlos...etwas schwieriger gestaltet sich das Umlegen der Nahtzugabe zum Absteppen. Man faltet eben quasi wie Pappe. Ach ja...und mit Stecknadel stecken lässt sich das Material nicht, die Löcher der Stecknadeln wären im nachhinein unverzeihlich zu sehen :-(. Für mich, der sehr viel steckt eher schlecht...aber man kann ja auf diese Clipse zugreifen, dann geht es.
Die geraden Nähte waren schnell genäht, wie sollte es nun aber mit dem leicht ovalen Boden aussehen...das Runde muss in das Eckige...nicht nur beim Fussball...bei Taschen manchmal auch. Das gestaltete sich etwas schwierig, denn SnapPap istkaum bis gar nicht dehnbar, was gerade beim Legen in Kurven äußerst schlecht ist. Auch das Einschneiden bis kurz vor die Naht ist nicht wirklich eine Lösung ...man kommt dann zwar um die Kurve, aber die Naht "wirkt" im Anschluss etwas eckig. Leider ist es mir so nicht gelungen, den Boden faltenfrei einzunähen...und das liegt nicht am Ebookschnitt, das passt alles prima von den Maßen. Dadurch, dass SnapPap in dieser Beziehung etwas unwillig ist kann man gerade in Kurven nicht akurat genug nähen.

Inzwischen hatte ich erfolgreich eine Innen- und Außentasche gefertig und musste sie nur noch oben am Rand zusammennähen. Leider war der Umfang der Innentasche minimal kleiner als der der Außentasche (okay, meine Schuld...hätte genauer nähen sollen). Stoff; echtes Leder oder auch Kundleder hätte mir das verziehen, weil da geht dehnen immer ein bisschen....bei SnapPap hilft es nichts, da kann man ziehen und ziehen wie man will...da dehnt sich nichts:-(...hilft nur trennen. Aber ohweh...ich hatte die Seitennähte schon abgesteppt und unschöne Löcher, die nicht mehr verschwinden. Naja...muss ich mit leben...
Wenden der Tasche ist aufgrund des recht starren Materials umständlich, mit ausreichend großer Wendeöffnung jedoch machbar.
Das Absteppen der oberen Kannte ließ mich insbesondere an den Nähten den Atem anhalten...immerhin kommen da acht Lagen SnapPap zusammen. Geht...wenn auch langsam...und mit viel "Handarbeit"...also Nadel von Hand absenken, arbeitet

Was mir gut gefiel sind die kleinen Details die sich mit SnapPap zaubern lassen. So konnte ich schön meinen Klecks ausstanzen und als inverses Label aufnähen. Auch das Einfassen der Gurtbandenden fand ich eine hübsche Idee.





Schwieriger hingegen gestaltete sich jedoch das Einschlagen der Ösen..wobei das Einschlagen schon gut ging, aber das Einsetzen der Ösen in das ausgestanzte/geschnittenen Loch ist nicht so einfach...denn, ihr erinnert euch SnapPap dehnt sich so gut wie nicht, d.h. das Loch muss schon sehr exakt zur Öse passen.

Mein Matchbag ist fertig und von der Stoffkombination finde ich ihn auch toll (Stoffe übrigens von Mira's) ...und auf Fotos sieht das SnapPap auch wirklich gut aus. Aber was Fotos nicht vermitteln können ist die "Haptik" des Materials. Nach wie vor ist es steif und recht störrisch. Es fehlt ihm die Geschmeidigkeit von echtem Leder oder auch von Kunstleder. Durch die fehlende Geschmeidigkeit ist es auch "irgendwie laut"  im Gebrauch.

Mein Fazit: Es ist durchaus ein interessantes Material...für Taschen aber eher zu starr, es sei denn man möchte sich die Steifheit zu Nutze machen. Man bedenke aber...so eine Tasche schmiegt sich beim Tragen nicht um den Körper...sie steht eher ab.
Für Details wie Label, die man stanzen, bedrucken, bemalen kann finde ich es toll, denn man kann SnapPap prima waschen, Leder würde da vergleichsweise hart werden auf Dauer. Feste Utensilos könnte ich mir daraus noch gut vorstellen, wobei da das schlechte Wenden keine Vergnügen sein kann. Für alles was später jeodch eher geschmeidig sein soll ist es nicht geeignet.
Dennoch gefällt mir meine Tasche sehr...





....würde sie aber beim nächsten Mal mit täuschend echtem Kunstleder (was ja im Grunde auch vegan ist...oder?) nähen.

Ich hoffe euch hat mein Exkurs in Sachen SnapPap gefallen, ich habe das Material selbst erworben und nicht für Werbezwecke zur Verfügung gestellt bekommen...daher vielleicht auch etwas subjektiver berichtet;-). Schade nur, dass ihr nicht fühlen könnt. Hätte ich das Material zuvor mal gefühlt...ich hätte es für diesen Zweck nicht gewählt!

Lieben Gruß Uschi




Dienstag, 17. November 2015

Vieles hat nur zwei Seiten, ...

...meist gut und böse, schwarz oder weiß, Sonne oder Regen.

Das "neue alte" Schnittmuster Urshult hingegen kommt gleich mit vier Seiten daher...schön, schöner, noch schöner, am schönsten!

Als Sabine von Farbenmix mich vor etlichen Wochen fragte ob ich doch mal über das Ebook "Urshult" drüber schauen könnte, da sie darüber nachdenkt es als Papierschnitt herauszubringen, zögerte ich nicht lang und dachte mich in die Materie hinein. Ich hatte Urshult schon mal mit meiner Hilfe nähen lassen und dachte bereits damals, dass es doch eigentlich möglich ist nicht nur die zwei unterschiedlichen Seiten zu nutzen, sondern auch das Innere nach Außen zu wenden und so vier Seiten zu bekommen.

Weiterhin wird Urshult nur mittels Klappen "verschlossen", das finde ich macht sie auch super geeignet für eine Kindergartentasche, kein lästiges Gefriemel mit einem Reißverschluss oder Steckschloss und dennoch alles sicher verwahrt. Also haben wir den Schnitt auf ein vernünftiges Maß verkleinert um all die Schätze kleiner Kinder zu beherbergen.

Die Wendeversion ließ sich in meinem Kopf und auch in meinem Nähzimmer eigentlich wunderbar einfach nähen, aber ich merkte sehr schnell, dass bei VIER Seiten der Wortschatz mit rechter und linker Seite und innen und außen für die Beschreibung der Nähanleitung nicht ausreicht, denn ganz schnell verliert man bei den vielen Seiten die Übersicht welche Klappe denn nun wohin klappt und ob sie dann nachher auch auf der richtigen Seite liegt. Aber ich glaube/hoffe wir haben eine gute Lösung gefunden und kann nur jedem ans Herz legen die Schnittteile zeitig mit Zettelchen zu versehen;-).


Lange Rede kurzer Sinn...in meinem Nähzimmer sind zwei Modelle entstanden die ich euch nicht vorenthalten möchte....die kleine Kindergartenversion, kein Wendemodell, daher auch nur zwei Seiten:



Gerade das maritime Thema finde ich für Kinder immer besonders schön und kann so sicher auch für Junge oder Mädchen verwendet werden.

Für die größere Version wollte ich eine Tasche nähen, die zu allen Gelegenheiten passen soll und so zur idealen Reisebegleiterin werden kann...angefangen von einem geschäftlichen Meeting (also eher dezent, schlicht, gradlinig)...


 ...bis zum fröhlich bunten Shoppingtag:



Sollte das Innere farblich vollkommen anders sein als das Äußere (ja...ihr versteht, was IST hier eigentlich das Innere und Äußere?!?), besteht übrigens die Möglichkeit, durch die D-Ringe an den seitlichen Gurtlaschen und die Ausstattung des Trägers mit Karabinerhaken, den Träger ganz schnell auszuwechseln. So hat man keine zwei Taschen, sondern nur zwei Taschenträger die Platz im Gepäck beanspruchen:-).

Ebook und Papierschnitt enthalten nun auch die Option die Tasche noch mit einer großen Aufsatztasche (mit oder ohne Reißverschluss) zu ergänzen.

Ich finde der Schnitt "Urshult" hat damit sehr an Wert gewonnen und auch die Ebookversion wurde inzwischen auf den neusten Stand gebracht und kann für Kunden, die das Ebook bereits erworben haben in der Ebook-Bibliothek bei farbenmix heruntergeladen werden.

Ich wünsche euch viel Spaß mit dem "neuen" alten Schnittmuster und bewahrt einen kühlen Kopf bei der Wendeversion...eigentlich keine schwierige Nähleistung, sondern eher eine anstrengende Denkleistung...ihr werdet an meine Worte denken;-).

Gruß Uschi









Samstag, 7. November 2015

Ene, mene muuh...

...und weg bist du, weg bist du noch lange nicht....

...passt nur leider keinem Wicht!

Ja nun ist es soweit....unsere Kinder, nein, es sind ja auch eigentlich keine Kinder mehr, es sind heranwachsende Erwachsene, sind aus allen Farbenmix Kinderschnitten herausgewachsen.

Im Laufe der letzten 10 Jahre (jaaa, ZEHN!!!) hat sich hier eine stattliche Sammlung angehäuft...


...und auch wenn mir das Herz schwer wird muss ich mir eingestehen...ich habe nicht den Platz sie für immer und ewig hier zu lagern, ab und zu mal in die Hand zu nehmen und in Erinnerungen zu schwelgen, wie z.B. bei "Dortje", meinem allerersten Farbenmix Schnittmuster!

Dortje habe ich viel und oft für Julia genäht, wie so viele andere Schnittmuster die unsere Kinder durch etliche "Kleider" Jahre hindurch begleitet haben. Wenn ihr mal eine Blick durch 69 Seiten KlickundBlick werfen wollt und noch Inspiration sucht....schon sehr interessant, was da im Laufe der Jahre unter meiner Maschine hervorgekrochen ist.
Aber nun, genug Sentimentalismus an den Tag gelegt...ich brauche Platz! Daher löse ich meine Kinderschnittmustersammlung auf.

Jeder Schnitt ist in einem Schnellhefter abgeheftet, ...


...immer nur abgepaust worden, also quasi wie neu und als kleines Schmakerl dazu...ich lasse meine abgezeichneten Schnittteile dabei. Manchmal ist es nur eine Größe, manchmal durchaus auch drei...wer also Glück hat, kann gleich mit dem Zuschneiden beginnen!!!

Pro Schnitt hätte ich gerne 3,- €, zuzüglich Versandkosten (mit Schnellhefter und Schnittteilen 2,50 €, wer darauf verzichtet, dem kann ich es auch lose für 1,50 € zusenden).
Mehrere Schnitte die über 1 kg wiegen kann ich dann leider nur als Päckchen verschicken.

 ALLE WEG!!!

Gruß Uschi

Dienstag, 27. Oktober 2015

Ich habe ein neues Hobby...

...und das ist eigentlich sehr fatal, denn es macht süchtig! SEHR!!!

Also, falls ihr kein neues Hobby mehr braucht oder (ähnlich wie ich) eigentlich kaum Zeit für ein weiteres Hobby habt, dann lest besser nicht weiter! Sagt also nicht, ich hätte euch nicht gewarnt :-).

Nun aber zum Hobby...das ganze nennt sich "ply-split-braiding" und kommt vom Ursprung her aus Indien, wo daraus reich verzierte Gurte für Kamele gefertigt werden. Von da aus schwappte es nach Amerika und für mich via Niederlande in meine Hände.

Um das Hobby auszuüben braucht man nicht viel...ein "Gripfid", was eigenlich nichts anderes ist als eine an der Spitze aufgefeite Stricknadel, hinten mit einer Perle verziert und man braucht Kordeln...auf eine bestimmte Art gedrehte Kordeln.


Mit dem Gripfid wird dann in einer bestimmten Reihenfolge (je nach erwünschtem Muster) die Kordel "gesplittet" und man erhält je nach Anzahl und Dicke der Kordeln ein dünnes oder dickeres Gurtband.


Schon ganz nett dachte ich so, nachdem das erste Probeband fertig war. Das geht doch sicherlich auch noch breiter...und anders...!?

Also drehte ich weitere Kordeln, wozu man übrigens einen Kordeldreher benötigt oder eine Bohrmaschine oder ein Handrührgerät;-). Das ist eigentlich der stupidesTE Teil am neuen Hobby, aber "wat moet, dat moet"!

Also, drehte ich fleißig Kordeln mit den Knethaken unseres Handrührgerätes...


...splittete die Kordeln zu einem ca. 3 cm breiten Gurtband...





...zu dem ich eine kleine passende Tasche nähte...ausreichend für Portemonnaie, Handy und Schlüssel.

Und weil das Band sehr lang geworden war und ich noch ein kleines Stückchen über hatte machte ich mir passend zur Tasche noch ein hübsches Armband:


Ja...und spätestens zu diesem Zeitpunkt war ich infiziert und hatte tausend Ideen im Kopf!

Ich drehte also weitere Kordeln und probierte hier und da und schwupps, neue Muster, andere Farben, hübsche Ideen!

So beginnt man übrigens...


...um solch ein Band zu splitten:


Recht schnell verinnerlicht man die Arbeitsweise und versteht, was passiert wenn man auf bestimmte Art und Weise die "Fäden" splittet oder durchzieht. So entstand dann noch ein weiteres Band bei dem ich diverse Muster einschob um einfach mal zu sehen was man alles machen kann:



Was euch sicherlich nun beschäftigt ist: Wie lange braucht man um so ein Band zu fertigen? Ich kann es gar nicht genau sagen, weil ich meist so nebenher "splitte". Denn die Handarbeit ist (abgesehen von den teilweise recht langen Fäden) schon recht handlich, so dass man diese gut irgendwo mit hin nehmen kann. Okay...an einem Abend ist so ein Band natürlich nicht fertig.

Aber ein schönes schnelles Projekt von ca. 40 min wäre das hier...


...wenn man entsprechende Kordeln vorbereitet hat.

Und nun bin ich mal gespannt wie lange es dauern wird bis man auch in Deutschland mit diesem Virus flächendeckend "befallen" ist;-). Ich mache auf jeden Fall weiter...meine Instagram-Follower konnten meine Sucht ja bereits verfolgen!!!

Gruß Uschi