Dienstag, 27. Oktober 2015

Ich habe ein neues Hobby...

...und das ist eigentlich sehr fatal, denn es macht süchtig! SEHR!!!

Also, falls ihr kein neues Hobby mehr braucht oder (ähnlich wie ich) eigentlich kaum Zeit für ein weiteres Hobby habt, dann lest besser nicht weiter! Sagt also nicht, ich hätte euch nicht gewarnt :-).

Nun aber zum Hobby...das ganze nennt sich "ply-split-braiding" und kommt vom Ursprung her aus Indien, wo daraus reich verzierte Gurte für Kamele gefertigt werden. Von da aus schwappte es nach Amerika und für mich via Niederlande in meine Hände.

Um das Hobby auszuüben braucht man nicht viel...ein "Gripfid", was eigenlich nichts anderes ist als eine an der Spitze aufgefeite Stricknadel, hinten mit einer Perle verziert und man braucht Kordeln...auf eine bestimmte Art gedrehte Kordeln.


Mit dem Gripfid wird dann in einer bestimmten Reihenfolge (je nach erwünschtem Muster) die Kordel "gesplittet" und man erhält je nach Anzahl und Dicke der Kordeln ein dünnes oder dickeres Gurtband.


Schon ganz nett dachte ich so, nachdem das erste Probeband fertig war. Das geht doch sicherlich auch noch breiter...und anders...!?

Also drehte ich weitere Kordeln, wozu man übrigens einen Kordeldreher benötigt oder eine Bohrmaschine oder ein Handrührgerät;-). Das ist eigentlich der stupidesTE Teil am neuen Hobby, aber "wat moet, dat moet"!

Also, drehte ich fleißig Kordeln mit den Knethaken unseres Handrührgerätes...


...splittete die Kordeln zu einem ca. 3 cm breiten Gurtband...





...zu dem ich eine kleine passende Tasche nähte...ausreichend für Portemonnaie, Handy und Schlüssel.

Und weil das Band sehr lang geworden war und ich noch ein kleines Stückchen über hatte machte ich mir passend zur Tasche noch ein hübsches Armband:


Ja...und spätestens zu diesem Zeitpunkt war ich infiziert und hatte tausend Ideen im Kopf!

Ich drehte also weitere Kordeln und probierte hier und da und schwupps, neue Muster, andere Farben, hübsche Ideen!

So beginnt man übrigens...


...um solch ein Band zu splitten:


Recht schnell verinnerlicht man die Arbeitsweise und versteht, was passiert wenn man auf bestimmte Art und Weise die "Fäden" splittet oder durchzieht. So entstand dann noch ein weiteres Band bei dem ich diverse Muster einschob um einfach mal zu sehen was man alles machen kann:



Was euch sicherlich nun beschäftigt ist: Wie lange braucht man um so ein Band zu fertigen? Ich kann es gar nicht genau sagen, weil ich meist so nebenher "splitte". Denn die Handarbeit ist (abgesehen von den teilweise recht langen Fäden) schon recht handlich, so dass man diese gut irgendwo mit hin nehmen kann. Okay...an einem Abend ist so ein Band natürlich nicht fertig.

Aber ein schönes schnelles Projekt von ca. 40 min wäre das hier...


...wenn man entsprechende Kordeln vorbereitet hat.

Und nun bin ich mal gespannt wie lange es dauern wird bis man auch in Deutschland mit diesem Virus flächendeckend "befallen" ist;-). Ich mache auf jeden Fall weiter...meine Instagram-Follower konnten meine Sucht ja bereits verfolgen!!!

Gruß Uschi


Kommentare:

  1. Ich bin begeistert ... sieht fantastisch aus!
    Liebe Grüße,
    Judith aus Wien

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  2. Hallo Uschi,

    die Bänder sind ja der Hammer! Ok, ich bin infiziert. Das muss ich unbedingt ausprobieren.

    Liebe Grüße,
    Anja

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  3. Wow, ich hab mich schon gewundert, wie das gemacht ist. Im Fingerloopen habe ich mich auch mal versucht, aber dann vorher noch eine Kordel drehen ist nochmal eine Stufe schwieriger. Sehen grandios aus Deine Bänder!!
    ♥Petra♥

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  4. Boah, ist das hübsch! Nicht, dass ich ein neues Hobby bräuchte, aber ... wie hübsch!

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  5. das ist ja einfach nur wow, das würde mir auch gefallen, ham aber wann hab ich soviel Ruhe das zu machen?

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  6. Also neeee - nicht noch ein neues Hobby!!!!
    Aber schön sind sie ja schon - vor allem die Taschengurte.... - ich weiß nicht, ob ich das jetzt gut finden soll, wenn du sowas zeigst... ;)

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  7. Toll !!! Aber wo bekommt man die Nadel her ? Und woraus drehst du deine Kordeln. Ichglaub du hast mich infiziert.Bitte gib mir noch die Infos denn das finde ich super interessant.
    Liebe Grüße
    Sandra

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    1. Hallo Sandra,

      die Nadeln habe ich mir in NL bestellt (schau mal hier: http://rianneshaaksels.nl/30-gripfid oder http://plysplitster.123website.nl/419788068/category/450895/ply-split-gereedscha).

      Die Kordeln drehe ich mir aus Baumwollgarn, z.B. Catania oder drops Safran. Es geht aber auch Leinengarn...für den Anfang ist Baumwollgarn sicher am einfachsten, da es schön glatt wird. Wichtig ist, dass die Kordeln fest genug gedreht werden. Bei der zweiten Webadresse kannst du auch Kordeln bestellen. Meine Kordeln waren bisher immer aus 4 Einzelfäden gedreht.
      Ansonsten schau mal auf den verlinkten Seiten, da gibt es auch viele Infos und bei YouTube auch etliche Videos...einfach mal die entsprechenden Schlagworte bei google eingeben.

      Viel Spaß und nicht sagen ich hätte dich nicht gewarnt!!!

      LG Uschi

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  8. Wie cool sieht das denn bitte aus??? Aber- keine Zeit. Nein, keine Zeit....echt nicht.... :-)
    Liebe grüße,
    Jenny

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  9. Aaaah wie klasse ist das denn bitte - endlich könnte Frau schöne "Kordeln" in die selbst genähten Hoodie ziehen - ich bin begeistert, hmm, mal sehen ob das nicht was für lange Winterabende am Kamin ist?! lach - ich hab ja sonst nix zu tun, grins.
    DANKE für den tollen Bericht, jetzt muss ich mal schauen ob ich näheres dazu finde, uaaahhhhh.

    Liebe Grüße
    Anja

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  10. Oh oh oh..... was machst Du denn, Viren streuen....tzzzzz... also ich bin begeistert das sieht so toll aus (Restverwertung wär doch da evtl möglich ...?) ..... oh oh oh..... lg

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  11. Oh, interessant. Darf ich mal fragen wie du deinen Handrührer dafür missbrauchst? Ich finde nämlich nur Anleitungen für Bohrer und die haben alle einen extra Aufsatz drauf.
    Viele Grüsse vom Bodensee,
    Sabine

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    1. Ja...klar...ganz einfach. du nimmst die Knethaken deines Rührers und steckst erst den ein, der rechts herum dreht. Damit drehst du dir vier Fäden...zwischendurch schon die fertig gedrehten auf dem anderen Knethaken, den du irgendwo "geparkt" hast, einhängen. Wenn du alle vier Fäden fertig gedreht hast, steckst du den anderen Knethaken ein, auf dem sich jetzt alle fertigen Fäden befinden und drehst die Kordel links herum fertig.

      Ist es so verständlich?

      LG Uschi

      (so geht es übrigens auch mit der Bohrmaschine ohne Aufsatz...den Knethaken des Rührers einspannen und erst rechts herum drehen...Fäden parken...und nachher alle zusammen links herum)

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