Sonntag, 5. November 2017

WmdedgT11/17

Frau Brüllen fragt, wie an jedem 5. des Monats , was wir heute so den ganzen Tag so machen.

Da der 5. heute ein Sonntag ist packe ich die Gelegenheit beim Schopf und belebe damit mal endlich wieder meinen Blog. Der letzte Beitrag ist nämlich von VOR den Ferien...unglaublich, aber die Zeit rast und ich könnte jede Menge erzählen, was sich in der dahinrasenden Zeit so alles getan hat hier, aber heute beschränke ich mich erstmal nur auf den heutigen Tag.

Wie schon gesagt, heute ist Sonntag, und sonntags klingelt hier im Hause in der Regel kein Wecker. Ich wurde so gegen 7:30 Uhr wach, wälzte mich noch etwas im Bett herum, stand dann aber doch gegen 8 Uhr auf und bereitete das Frühstück zu. Weil wir uns in der Martinswoche befinden buck ich für die Kinder (die eigentlich gar keine Kinder mehr sind!!!) im Backofen Weckmänner auf (nicht selbstgebacken, nur selbst gekaufte TK-Weckmänner;-)).
Dann wecke ich den Sohn, denn seine Zeit hier im Hause ist neuerdings immer begrenzt, da er seit September sein Studium in Delft aufgenommen hat. Momentan verbringt er ein paar Tage hier, weil er endlich nach 4,5 Jahren seine Zahnbrackets entfernt bekommen hat. Heute nachmittag geht es für ihn jedoch wieder in seine neue Heimat, da morgen eine Prüfung ansteht. Blöderweise muss er danach wieder her, weil er am Dienstag noch eine lose Klammer angepasst bekommen muss:-(. Das war SO alles nicht geplant, aber nun...so ist es jetzt nun mal!
Die Tochter zu wecken wage ich mich nicht...besser ist das;-). Der Mann ist auch kein Langschläfer und wurde vom Brötchengeruch geweckt.
Also frühstückten wir zu dritt in aller Ruhe. Die Katzematze gesellte sich kurz dazu, fraß ihren Napf leer, murrte, weil sie wieder nach draußen wollte, bat mich also die Türe zu öffnen, um dann festzustellen, dass es regnet und ihr Höckerchen die bessere Alternative sei.
Nach dem Frühstück ging ich an den PC und realisierte bei einem Blick in Frau Brüllens Blog, das heute der fünte ist.
Da ich gestern auf die gloreiche Idee kam ein Nähzimmer umzuräumen, muss ich dort nun erstmal das Chaos beseitigen. Bzw. eigentlich muss ich es anders sagen: die Idee des Umräumens kam mir nicht erst gestern, sondern schon vor einigen Wochen, aber gestern habe ich es in Angriff genommen. Nachdem ich nämlich letzte Woche einen Teil meines Nähzimmers in den hohen Norden verlagert hatte und nach der Rückkehr im Nähzimmer "erstmal" alles nur abgestellt hatte (darin bin ich GUT!!!), traf mich gestern der Schlag, weil definitiv kein Durchkommen mehr war. Und so ein Umräumen kann ja auch etwas Befreiendes haben...hoffe ich! Gestern Abend verließ mich nämlich nach der ersten Ecke bereits die Lust:-(.
Vielleicht sollte ich gleich erstmal diese eine Ecke richtig hübsch machen, damit ich heute Abend wenigstens etwas vorzuweisen habe;-).

Also so war der Stand der Dinge als ich mich dann nach oben begeben habe:


Und nun kam der schwierigste Teil. Das was ganz links in der Ecke (also auf dem Bild am linken Bildrand, leider nicht zu sehen) stand, sollte noch nach ganz rechts. Leider konnte man im Zimmer aber kaum auf einem Quadratmeter treten:-(. Tetris oder Rushhour spielen können schwieriger nicht sein!

Und ja, es hat noch einige Stunden gedauert und wurde letztendlich nur durch das Mittagessen und einer Kaffeepause unterbrochen. Halleluja...die Tochter hatte leckere Nussecken gebacken und der Mann brachte den Sohn nach Nijmegen zum Bahnhof, also konnte ich wirklich stundenlang wirbeln.

In der letzten Ecke kam ich zu den Kisten mit meinen Vorräten aus Weihnachtsmarktzeiten. Diese schiebe ich schon seit einigen Jahren hin- und her und habe nun beschlossen, dass ich eh nicht mehr auf einem Weihnachtsmarkt stehen werde. Die Sachen gehen nun also an einen guten Zweck, ich fühle mich befreit und tue gleichzeitig noch Gutes!

Gegen 18 Uhr ist das Nähzimmer zwar immer noch nicht im Endzustand aber es herrscht einigermaßen Ordnung und alle Maschinen sind wieder einsatzbereit (aber WO ist die Staubschutzhaube der Stickmaschine? Hatte die überhaupt eine?).



Ob sich das so nun bewährt wird sich zeigen, aber immerhin habe ich nun besseren Zugriff auf meine Bestände, die ich im Leben NICHT verarbeitet bekommen werde;-).
Manches ist auch in den Müll gelandet...brauche ich nicht mehr, kann weg. Auch das war sehr befreiend.

Zum Abendessen gab es zum Glück Reste von gestern, die der Mann noch mit einer Portion Schupfnudeln erweitert hat.
Nun noch eben den Blogpsot zu Ende schreiben, dann die Kuschelhose anziehen und mit Strickzeug ab auf's Sofa. Dort werde ich sicherlich, kaum dass ich sitze, von der Katzematze belagert, denn 19:30 Uhr ist Leckerchenzeit...die verschläft sie in der Regel nie! Und ja...sie sit süftig nach deisem Zeugs!
Ich werde dann noch schauen, was es in der Welt Neues gibt und traditionsgemäß den Sonntags Tatort schauen. Mit meiner Stricksocke werde ich mich wach halten, besser ist das nach so einem Tag!
Danach geht es heute sicherlich etwas früher ins Bett, denn morgen beginnt hier wieder die Schule. Nicht, dass es für die Tochter noch nötig wäre, dass ich mit aufstehe, aber irgendwie möchte ich das immer noch ganz gerne und außerdem kann dann mein Arbeitstag auch wieder früher beginnen. Denn zu tun gibt es genug!

Gruß Uschi





Donnerstag, 29. Juni 2017

12 Köpfe - 12 Blöck Mai und Juni

Ach herrjee...mein Blog verwaist, genauso wie mein Nähzimmer. Aber hier gibt es momentan an allen Fronten im realen Leben so viel zu erledigen, dass kaum Zeit für diese Dinge bleibt:-(.

Dennoch, ich hoffe es, dass es doch noch treue Leser gibt, die sich für den Fortschritt des 6 Köpfe - 12 Blöcke Quilts interessieren.

Mein Mai-Block ist eigentlich schon lange fertig und auf Instagram habe ich ihn auch schon gezeigt (glaube ich), dann aber zur Seite gelegt...und ja, genau, vergessen.
Daher zeige ich ihn heute quasi fast auf den letzten Drücker mit meinem Juni-Block.

Der Mai-Block hat mir sehr gut gefallen, ob es daran liegt, dass wir so nah an der Grenze wohnen und ich den Anblick der niederländischen Windmühlen sehr mag;-), denn der Mai-Block heißt "Dutchman's Puzzle". Ja und Puzzle trifft es gut, denn es gab einige Stellen an denen man gut gucken musste wie man die Teilchen zusammennäht, sonst drehen sich die Windmühlenfügel nämlich nicht.



Der Juni-Block kostete mich etwas Überwindung...viel schneiden, viel bügeln, zu kleine Teilchen, zu langwierig...irgendwie nichts für mich oder zumindest nicht zum jetzigen Zeitpunkt. Daher ist meine "Pineapple" auch leicht windschief.
Außerdem ist das ein Block, der von Kontrast lebt und wie ich ja schon mal feststellte, meine Stoffwahl ist leider zu wenig kontrastreich;-)....muss ich jetzt halt durch.



Aber hey, die Hälfte hab' ich schon geschafft...oder ohjeee, ist wirklich schon ein halbes Jahr wieder herum!!!


So und nun reihe ich mich mal schnell ein in die lange Liste beider Blöcke und erwarte gespannt den Juli-Block.

Gruß Uschi

Donnerstag, 4. Mai 2017

6 Köpfe - 12 Blöcke: Mein April-Block "Dresdner Plate"

Oh man, die Zeit läuft mir gerade irgendwie davon. Meinen April Block habe ich nämlich an sich schon eine ganze Weile fertig, aber ich bin weder bei Instagram noch hier auf dem Blog dazu gekommen zu zeigen wie er bei mir aussieht.

Also nicht lange drumherum reden, denn der Mai Block steht ja schon am Start!

Als ich die Anleitung gesehen habe, war mein erster Gedanke: "Ach du sch***, äh, wie schön, diese Herausforderung!"

Aber wie es ja oft so ist, manches sieht viel komplizierter aus, als es ist.
Für das Anfertigen der Dresdner Plate kann man sich bei Andrea von der Quiltmanufaktur eine Schablone herunterladen oder wer es komfortabler mag, sich das speziell angefertigte Lineal dazu bestellen. An dieser Stelle mal ein ganz großes Dankeschön an die lieben 6 Köpfe...ich finde das toll, was ihr an Zeit, Arbeit und informatives Wissen in diese Aktion steckt!

Ich habe mir die Schablone ausgedruckt und auf Pappe aufgeklebt. Damit ging der Zuschnitt auch ganz gut. Wer jedoch seine große Liebe zum quilten entdeckt, dem würde ich doch empfehlen das Lineal zu kaufen.

Beim Nähen weiß ich ja inzwischen, das es auf Genauigkeit und viel bügeln ankommt. Nun kam eine neue Herausforderung "von Hand nähen" dazu!


Aber ich gebe zu, so abends, gemütlich auf dem Sofa hat das auch 'was meditatives und so eine Block ist dann doch recht schnell fertigt gestellt.


Was ich schon bei den letzten Blocks dachte, hat sich nun doch bestätigt: Meine Stoffe könnte etwas mehr Kontrast gebrauchen, damit die jeweiligen Muster besser zur Geltung kommen. Aber nun ist die Wahl nun einmal auf diese Kombination gefallen, jetzt bleibe ich auch dabei.


Nun reihe ich mich noch ganz schnell in die Liste ein und schau dann mal, was uns im Mai erwartet!

Gruß Uschi


Mittwoch, 5. April 2017

WmdedgT 04/17

Frau Brüllen fragt heute wieder: Was machst du eigentlich den ganzen Tag?

Und da ich momentan den Eindruck habe, dass die Tage in einem rasanten Tempo an mir vorbeisausen, bin auch ich heute mal wieder dabei um mir selber vor Augen zu führen, was passiert eigentlich mit der Zeit, die da an mir vorbeirast.

Heute morgen konnte ich ein klein wenig länger schlafen, da die Kinder nicht mit dem Bus fuhren, sondern von mir ausnahmsweise zur Schule chauffiert werden. Das begründet sich darin, dass an der Schule unserer Kinder in dieser Woche die Mottotage anlässlich der letzten Schulwoche der Abiturienten läuft und da unseren Sohn in wenigen Wochen zur Abiturprüfung antritt, müssen wir ihn jeden Morgen mit entsprechenden Requisiten ausstatten...das braucht dann etwas mehr Zeit, die wir nicht haben, wenn die Kinder um 7 Uhr aus dem Haus müssen. So bleiben uns 30 min mehr, die aber für die besagte "Verwandlung" genutzt werden müssen...daher eben auch nur ein klein wenig länger schlafen.

Heute lautet das Motto an der Schule "Zeitreise" und unser Sohn reist mit Frack und Zylinder in die Anfänge des 20. Jahrhunderts und vermutlich wird sich der Lehrer des heute anstehenden Chemiekurses sehr freuen, denn er ist ein großer Freund der "Feuerzangenbowle" und hat diesen Film erst kürzlich mit den Schülern angesehen:-).


Um 7:30 Uhr war der Sohn also gestriegelt und gebügelt, die Tochter hat sich für den Schwimmwettkampf aller Klever Schulen gerüstet. Im Moment, so eine Woche vor den Osterferien, steht hier viel Schulisches auf dem Plan. Da ich sonst nichts in Kleve zu erledigen hatte fuhr ich auf direktem Wege wieder zurück. Mit einer großen Tasse Tee bewaffnet begebe ich mich an den Rechner und Frau Brüllen erinnert mich daran, dass heute bereits der 5. April ist. Während des Gedankens, dass ich mitmachen werde, klingelt das Telefon und jemand möchte meinem Mann sprechen, es ginge um die Schullotterie. Häh...Schullotterie? Gibt es an unserer Schule nicht...ich hatte da noch die Verbindung zum Abitur im Kopf, fatal, denn ursprünglich geht es bei der Schullotterie um die Problematik, dass nicht alle neu aufzunehmenden Kinder an der Schule ihrer Wahl angenommen werden können. Und da mein Mann ja Elternpflegschaftsvorsitzender der Schule ist, ist er da natürlich der Anprechpartner. Aber es dauerte etwas bis bei mir der Groschen fiel...ist ja auch viel verlangt so um kurz vor acht morgens. Und im Grunde ist die Thematik für diesen Jahrgang auch schon durch...aber NRW befindet sich im Wahlkampf, wer weiß, vielleicht geht da ja doch noch 'was.
Also noch kurz den Mann instruiert, dass er gleich übers Handy einen Anruf bekommt und entsprechende Thematik auf dem Schirm hat.

Nun steht Rechnerarbeit an, die erste Nähfrage konnte bereits beantwortet werden. Diverse Anleitungen wollen be- und überarbeitet werden und ein Austausch mit einigen Mitarbeitern steht sicher heute auch noch an. Das ist schon eine feine Sache mit dem Internet...aus allen Ecken Deutschlands kann man zusammenarbeiten ohne mobil zu werden...hoch lebe die Technik!

Nach viel Denkarbeit verlangt mein Magen eine kleine Zwischenmahlzeit, vor allem weil durch den Schwimmwettkampf und das damit verbundene Abholen der Tochter es etwas ungewiss ist, wann ich zu einem Mittagessen komme. Schau ich also was sich so Essbares findet. Dazu eine weitere Tasse Tee und mal kurz einen Blick bei Instagram reinwerfen. Danach Bewegung...Wäsche muss in den Keller gebracht und zum Waschen sortiert werden (unglaublich wo das alles schon wieder herkommt!).

Wäsche noch nicht erledigt, denn beim Hochladen des Bildes eben festgestellt, das die dropbox ein neues Aussehen bekommen hat. Da musste ich mich erst mal umschauen wo nun was zu finden ist und welchen Möglichkeiten man da nun hat. Endlich kann man Dateien markieren und alle auf einmal löschen (konnte man vermutlich vorher auch, nur habe ich nie gefunden, wie es geht?). Aus der Bewegung wurde bis um 12 Uhr dann doch noch nichts...die Denkarbeit ging noch weiter.
Nach einer weiteren halben Stunde Denkarbeit widme ich mich jetzt endlich der Wäsche!

Aus allen Etagen und Ecken die Wäsche zusammengesammelt und die erste Maschine angestellt. Im Wohnzimmer stehen noch zwei Wäschekörbe mit zu bügelnder Wäsche, wobei, bei einem Korb müsste ich noch Faltwäsche aussortieren. Das schaffe ich noch bevor ich mich auf den Weg machen muss um die Tochter abzuholen...ich fahre mal auf Verdacht etwas früher, dann kann ich noch einen Blick auf die anderen Zeitreisenden werfen:-). (ich traf Mozart und die Beatles..sehr schön!).

Inzwischen ist der Zeiger unerbittlich auf 15 Uhr vorgerückt. Taxidienst für heute beendet, mit der Tochter zu Mittag gegessen. Kurz, mit dem gerade eingetroffenen Sohn gesprochen (hihi...der Chemielehrer möchte sich sein Kostüm gerne ausleihen:-)). Jetzt schnell die Wäsche aufhängen und das Bügeleisen schwingen. Vorher aber noch Hefeteig ansetzen...für's Abendessen benötigen wir noch Brot!

Die Wäsche ist gebügelt, das Brot fast schon im Ofen und gerade als ich das letzte Shirt bügelte kam der Mann heim und ich musste pflichtbewusst ;-) einen Kaffee mit ihm trinken. Das versuchen wir nach Möglichkeit immer zu viert unter einen Hut zu bringen um über die Dinge des Tages zu sprechen. Aber auch dabei schreitet die Zeit voran. Wenn das Brot jetzt gleich im Ofen ist habe ich noch ca. 30 min Zeit bevor ich für das Abendessen einen leichten Salat zubereiten werde. Denn mittwochs darf das Mahl nicht allzu üppig sein, da wir noch zum Spätschwimmen gehen. Heißt, nach dem Abendessen ganz kurz die Füße hochlegen, dabei Tagesschau gucken und auf den neuesten Stand der Dinge gebracht werden und danach noch zum Schwimmen aufraffen. Gerade im Winter ist das SEHR schwer. Inziwschen ist es immerhin noch hell wenn wir losfahren. Im Schwimmbad sind 30 Bahnen à 25 m mein Ziel, die sollten es immer sein. Manchmal werden es auch 10 mehr.

Nun, die 30 min reichten dann noch um im Nähzimmer noch kurz den 6Köpfe12Blöcke April-Block fertig zu stellen (dazu aber demnächst mehr) und um die Wäsche der zweiten Maschine aufzuhängen.
Das Brot riecht köstlich und ich werde nun den Salat fertig machen.


Um 22:30 Uhr sind wir  dann wieder hier, noch ein bisschen was trinken und dann müde ins Bett fallen. Der Versuch mehr als zwei Seiten zu lesen wird kläglich scheitern;-).

Das war mein Tage heute, wie immer zu kurz für all' die geplanten Dinge.

Was ich heute nicht geschafft habe:
- im Nähzimmer Ordnung schaffen und vielleicht was Nähen
- im Wohnzimmer Ordnung schaffen und nach einem neuen Strickprojekt Ausschau halten
 - in den Garten gehen und dem blöden Buchsbaumzünsler den Garaus machen (das muss ich morgen UNBEDINGT erledigen!)
- das Fotoalbum für unseren Sohn zum 18. Geburtstag weiter machen
- im Internet nochmal nach Drahtseil für ein Spalierbaumgerüst schauen und bestellen.
- usw.

Gruß Uschi



Sonntag, 19. März 2017

Ostern kommt immer so schnell!

Weihnachten kommt ja immer schon sehr plötzlich, wobei man da ja spätestens durch die Adventszeit ja eine Art Warnung bekommt.

Aber Ostern...Ostern steht einfach jedes Jahr so vor der Tür. Okay, wir haben da die Fastenzeit, die einen darauf hinweisen könnte, aber irgendwie geht das hier meist etwas unter. Oft sind zu Jahresbeginn auch Renovierungsarbeiten geplant, dann steht ein Geburtstag auf dem Plan, dann lacht die Frühlingssonne (okay...jetzt, in diesem Jahr noch nicht so dolle) und der Garten ruft und schwupps, eh du dich versiehst hoppeln die Osterhasen durch den Garten. Und bei uns? Da hoppeln sie dann vorbei, weil ich nämlich wieder mal nicht dazu gekommen bin zu dekorieren.

HAH, aber dieses Jahr nicht, denn seit die tollen Webbandboxen von LilaLotta und Jolijou bei mir im Nähzimmer lagen, lachte mich der Frühling quasi schon an und ich hatte ein genaues Bild vor Augen. Und weil ja die Bänder aus den Boxen so ein kostbares Gut sind, wollte ich sie erst einmal ganz vorsichtig in kleinen homöopathischen Dosen einsetzen...und zwar hübsch kombiniert mit meinem Ebook Vasentrio. Immerhin ist es ja auch schon eine ganze Weile her, dass ich die letzten Vasen nähte...da können ruhig mal wieder neue her!
Passende Stoffe fanden sich schnell im meinem Nähreich und genäht sind die Vasen auch ganz fix. Und so entstanden gleich wieder drei hübsche frühlingshafte Vasen in drei verschiedenen Größen, die sich zu einem tollen Arrangement zusammenstellen lassen (aber auch durchaus allein ein toller Blickfang sind!).


Ich finde die große Webbandfähnchen mit den Vögelchen übrigens ganz bezaubernd!



Schnell noch ein paar farblich passende Eier dazugelegt und Ostern kann kommen:-).



Solltet ihr euch fragen wie man an zweifarbige Eier kommt...ganz einfach: Die Eier nur bis zur Hälfte ich die eine Farbe tauchen und durchfärben lassen und anschließend mit der noch weißen Seite in die zweite Farbe legen. Ein toller Effekt, wie ich finde (empfehle allerdings den Einsatz von Gummihandschuhen, wie ich jetzt weiß, kann das dabei sehr sinnvoll sein;-))


Wollt auch ihr so ein hübsches Osterarrangement nähen...oder vielleicht zu Ostern mal etwas Ausgefallenes verschenken, dann schaut doch schnell bei farbenmix rein. Das Ebook könnt ihr euch ganz schnell nach dem Kauf herunterladen!

Gruß Uschi

Mittwoch, 15. März 2017

Me Made Mittwoch am 15.3. mit zu wenig Stoff

Als ich Anfang des Monats mit Nadine kurz über die Grenze zu Karteris huschte, nur mal schauen, was es dort an neuen Frühlinsstoffen gibt (hahaha), trug gerade in dem Moment als wir eintraten eine Frau einen Ballen mit wunderschönem floralem Jersey zur Kasse. Mein Blick blieb hängen und mir wurde sofort klar, DEN muss ich haben. Aber ohweh, der Ballen war schon arg dünn und ich hatte es noch nicht sicher, wie viel diese Kundin davon benötigen würde. Ich klebte also quasi wie ein Schatten an der Kundin bzw. dem Ballen und sicherte mir direkt den Rest der noch übrig blieb, denn ein weiterer Ballen fand sich leider nicht.
Seufz, schluck, das würde knapp werden überlegte ich mit Nadine sofort...der Rest, das waren gerade mal knappe 70 cm, geschätzt. Für eine Lady Pepe könnte es reichen, denn dieser Schnitt hat ja diese Schulterpassen, d.h. Vorder- und Rückenteil würden nicht so lang sein. Und die Ärmel könnte ich ja aus anderem Stoff machen. Der Kombistoff war auch schnell gefunden.

Zuhause angekommen wanderten die Stöffchen zunächst in die Waschmaschine und beim bügeln beschlich mich schon so ein Gefühl: "Uaaah...das reicht niemals!"

Und ja, ich konnte es drehen und wenden wie ich wollte, Vorder- und Rückenteil gemeinsam reichten auch bei Lady Pepe leider nicht. Vorne wäre so ganz knapp vielleicht noch gegangen, aber, da hinten der Ausschnitt ja höher liegt passte es dort keineswegs. Was tun?
Das Shirt optisch unterteilen...das wäre eine Idee....zumindest für vorne. Ich unterteilte also den Schnitt vorne in der Mitte und fügte einen Streifen aus dem Kombistoff ein...mit etwas Schwung versteht sich. Hier kann man es glaube ich die Linienführung ganz gut sehen:



Das Probem war nun, trotz Unterteilung reichte der Stoff in der Länge doch nicht für das Rückenteil. Daher kam mir die Idee, vielleicht gedoppelte Ärmel aus dem Reststück zu machen. Aber würde das von hinten dann aussehen, wenn an einem graugrünen Shirt, bunte Ärmel angesetzt sind. Darüber musste ich noch nachdenken. Also nähte ich zunächst das Vorderteil fertig, schnitt das Rückentteil in grün zu und nähte Schulter und Seitennähte. Dann drapierte ich beide Stoffe so, um zu sehen, was besser wirken würde...



...da war die Entscheidung schnell klar. Also jeweils zwei lange und zwei kurze Ärmel zugeschnitten, die Ärmelnaht geschlossen und die Ärmel ineinander gesteckt, um den richtigen Doppeleffekt zu erhalten. Dann die Ärmel in die Armkugel einsetzen.
Nun sah es aber von hinten, wie befürchtet ein klein wenig seltsam aus. Aber mir kam recht schnell eine Idee, wie ich es da auch etwas auflockern könnte (allzuviel Stoff hatte ich inzwischen nämlich nicht mehr über:-o). Ich musste nur das Halsbündchen wieder ein klein wenig abtrennen (seufz!) und schob dann ein halbrundes Schnittteil ein, was ich offenkantig mit Zierstich aufnähte. Die Wirkung war gut:-).


Und so kann also ein Shirt aussehen, bei dem der Stoff eigentlich nicht ausreicht ;-):




Ich find's gut so!

Und falls ihr euch fragt was das denn für ein hübsches Blümchen in der Mitte ist:




Das ist das "Dienstagsblümchen" (allerdings mit einer Reihe weniger) aus dem Ebook "Eine Woche Häkelsommer".
Und wenn ihr denkt: "Häh, Webband auf Jersey...das dehnt sich doch gar nicht?" Das braucht es in diesem Fall ja auch nicht. Ich habe das Webband ja nur einseitig aufgenäht und da ich meine Shirts eh nie so ultra körpernah trage, reicht die Dehnung des Rückenteils vollkommen aus:-).

Und nun schnell eingereiht beim Team vom Me Made Mittwoch und schauen was die anderen so gezaubert haben.

Gruß Uschi



P.S.: Ach...und bevor Fragen aufkommen...nein, leider weiß ich nicht von welchem Hersteller der Stoff ist. Vermuten kann ich nur Stenzo...sicher bin ich mir aber nicht.

Sonntag, 12. März 2017

6 Köpfe - 12 Blöcke: Mein März-Block "broken dishes"

Der März ist schon ein paar Tage ins Land gegangen, da wird es Zeit, dass ich mich wieder dem Quilt-Along von 6 Köpfe 12 Blöcke widme.

Wer jetzt noch nicht weiß worum es geht, oder wer noch gerne einsteigen möchte, es geht um den 6 Köpfe - 12 Blöcke Quilt, einem Quilt Along, dem sich schon etliche Nähbegeisterte angeschlossen haben. Alle Infos dazu sind HIER zu finden.

Die Anleitung zum März-Block gibt es diesmal bei "einfach bunt" im Blog und genau schon wie im Januar und Februar wird man auch hier wunderbar an die Hand genommen, um relativ schnell zum Ziel zu kommen. Was mir dabei aber nicht bewusst war, mit diesen kleinen "broken dishes" bekommt man schier unendlich viele Möglichkeiten an die Hand, um sie anzuordnen. Dabei habe ich mich bei meinem Block schon nur auf drei von fünf Farben beschränkt! Das Nähen ging schnell, vor allem mit dem genialen "aus eins mach acht Trick"...aber dann kam die Qual der Wahl:


Hier ist mal nur eine kleine Auswahl aller Möglichkeiten gelegt...wie viele Möglichkeiten gibt es überhaupt?

Nun...irgendwann entschied ich mich für diese Variante:


Die ursprünglich klassisch vorgegebene Position der kleinen Ecken erschien mir mit meinen Stoffen als zu unruhig und wollte sich nicht so recht zu den vorherigen Blocks einfügen. So bin ich jetzt jedoch zufrieden mit meinem Werk. Und inzwischen habe ich auch erkannt wie wichtig akkurates Zuschneiden und Bügeln beim zusammennähen sein kann. Denn dann kommt man in den Eckpunkten auch zu einem nahezu guten Ergebnis.


Hier nochmal alle drei fertigen Blöcke auf einen Blick:


Ich reihe mich nun ein in die vielen anderen "broken dishes"....interessant zu sehen, wie unterschiedlich sie alle wirken...selbst die klassisch angeordneten!

Gruß Uschi



Freitag, 3. März 2017

Na denn :-)

Wenn das Alter auf einmal mit dem französischen Nationalgetränk übereinstimmt, dann kann das nur ein gutes Jahr werden. Insbesondere im Hinblick auf unseren Sommerurlaub, den wir wieder HIER verbringen werden.


In diesem Sinne: Á la notre!!!

Gruß Uschi

Dienstag, 14. Februar 2017

Dem Rucksack HOPE...

...von Glitzerblume durfte auch ich ein bisschen Hoffnung geben. Denn es war Sabine ein großes Anliegen, dass dieser tolle Taschenschnitt nicht nur als Ebook, sondern auch als Papierschnitt bei farbenmix erscheint.

So erhielt ich irgendwann Mitte November von Sabine die Vorversion des Ebooks zur Durchsicht mit der Bitte darüber nachzudenken, ob ein Papierschnitt möglich sei.

Ich schaute mir also das Ebook an und kam zu der Erkenntnis: Den Rucksack musst du nähen, um ihn bis ins Detail zu verstehen. Nicht das er schwer wäre zu nähen, nein - keineswegs, da gibt es weitaus kniffligere Taschenschnitte, aber HOPE bietet so viele unterschiedliche Möglichkeiten, den musste ich einfach nähen, um zu erkennen, wann welche Möglichkeit zum Tragen kommt.

Also stattete ich mich zunächst mit reichlich Kleineisenmaterial aus...ich gestehe...ich habe da eine kleine Schwäche;-)....


...und verwandelte das Nähzimmer in relativ kurzer Zeit in das übliche Chaos.

 
Und wenn man dann so im Nähflow ist, dann passieren auch mir mitunter äußerst blöde Dinge, die zum Nahttrenner greifen lassen:-(


Ich schlug etliche Ösen ein...


...und suchte nach neuen Lösungen, die noch nicht ausführlich im Ebook enthalten waren.


Aber zu Guter letzt haben wir (so hoffe ich) doch alles in eine gute, verständliche Reihenfolge bekommen.

Beim Rucksack HOPE habt ihr eben ganz viele unterschiedliche Optionen, die ihr miteinander kombinieren könnt. Es fängt zunächst bei der Größe an...von klein (ca. 25 cm x 25 cm x 30 cm), über
mittel (ca. 28 cm x 28 cm x 33 cm), bis hin zu groß (ca. 31 cm x 31 cm x 36 cm...das ist schon mächtig groß!). Dann können die Gurte des Rucksacks in Ösen eingeklickt, aber auch mit D-Ringen befestigt werden und verschlossen wird der Rucksack entweder mit Klickverschluss/Druckknopf oder mit Kordelzug. Das sind eine ganze Menge Optionen und es gibt sicher eine mathematische Formel dafür, wie viele unterschiedliche Rucksäcke man damit nähen kann, aber das würde hier zu weit führen.

Für die Ebookanleitung bedeutet das, dass sie einige "wenn"..."dann" Schritte enthält und ich kann es euch nur ans Herz legen, die Anleitung VOR dem Zuschnitt und dem Nähen einmal bis zu Ende durchzulesen und vorab zu überlegen, welche Version genau ihr nähen wollt.
Diese "wenn"..."dann" Schritte nun auf den Papierbogen zu übertragen wäre jedoch zu viel des Guten gewesen. Die Papierschnittanleitung beschränkt sich daher auf die Ösenversion mit Kordelzug. Mit dem beigefügten Bonuscode wird jedoch der Zugriff auf alle weiteren Versionen freigeschaltet.

Der Rucksack Hope ist ein toller Begleiter für Groß und Klein, kann verspielt bunt, aber auch genauso gut lässig cool genäht werden. In der größten Ausführung ist er ein wahres Raumwunder!
Dadurch, dass er sowohl Träger auf dem Rücken hat und eine Trageschlaufe lässt er sich auch auf vilefältige Weise tragen. Ganz Pfiffige klipsen die Gurte mit Druckknöpfen um die D-Ringe und sind so noch flexibler in der Trageweise, denn dann kann HOPE auch schräg über der Schulter getragen werden.

Aber schaut einfach selber (alle Bilder auch zum größer klicken)..

 HOPE in groß, mit Kordelzug als Verschluss und D-Ringen zur Befestigung


 
  HOPE in klein, auch mit Kordelzug aber mit Ösenbefestigung, durch die im rückwärtigen Bereich das Gurtband gefädelzt werden kann.


 Die Rucksackklappe kann mit Druck-oder Klickknöpfen verschlossen werden...

 ...und unter der Taschenklappen zeigt sich bei meinen Modellen noch der Kordelzug mit selbstgenähtem Schieber. So ist der Rucksack schnell verschlossen und der Inhalt gut geschützt.


Meine beiden HOPE Modelle könnt ihr als Händler momentan auf der Swafing Hausmesse "begreifen" und den Schnitt auch bereits ordern.

Für Endkunden gibt es den Schnitt und das Ebook dann morgen bei farbenmix im Shop.


Ich bin schon ganz gespannt, was ihr daraus zaubern werdet!

Gruß Uschi

Montag, 6. Februar 2017

6 Köpfe - 12 Blöcke: Mein Februar-Block "Churn Dash"

Wie ich ja schon im Januar schrieb wurde ich Anfang des Jahres von einem ganz fiesen Virus befallen...ich wurde mit dem Quiltvirus infiziert. Überall in meiner Timeline wurden "Rolling Stones" herangespült und ich kam fast nicht umhin, mich in die Thematik einzulesen;-).

Wer jetzt noch nicht weiß worum es geht, oder wer noch gerne einsteigen möchte, es geht um den 6 Köpfe - 12 Blöcke Quilt, einem Quilt Along, dem sich schon etliche Nähbegeisterte angeschlossen haben. Alle Infos dazu sind HIER zu finden.
Zwischendurch, um die Wartezeit zu überbrücken, informieren die 6 Köpfe über viel Wissenswertes aus dem Bereich Quilten und Patchwork. So war ich z. B. fasziniert davon wie einfach sich diese viele, vielen zweifarbigen Dreiecke nähen lassen. Schaut mal hier bei Verena vorbei...sie erklärt das ganz fantastisch...8 Half-Square-Triangles auf einen Streich! Toll! Und so ganz nebenbei wird man auch noch in die Begriffswelt eingeführt!

Nun fieberten alle Teilnehmer schon auf den ersten Februar hin...und ich hatte erstmal gar keine Zeit:-(.
Aber das ist ja kein Problem...man hat ja für den Block den ganzen Monat Zeit!

Der Februar Block ist ein "Churn Dash", vorgestellt von Nadra, und schon konnte ich die "Half-Square-Triangles" Technik direkt testen...hach...so simpel. Während ich die Stoffe zuschnitt, dachte ich darüber nach, wie erschreckend schnell der Januar herum war und mich beschlich ein Gefühl, dass ich das jeden Monat auf's neue denken werde:-o...viel zu schnell wird das Jahr herum sein. Aber, nicht jammern, sondern erst einmal über einen neuen Block freuen.

Fasziniert war ich übrigens davon, wie sich die Wirkung des Blocks verändert, wenn man die einzelnen Squares mal um 180° dreht. So puzzelte ich noch eine Weile, bis ich dachte es ist gut.


Und hier nochmal beide Blöcke nebeneinander:


Ich bin gespannt wo die Reise noch hingeht, reihe mich nun ein in die vielfältigen Februarblöcke, schaut mal bei "ellis & higgs!"wie unterschiedlich die Wirkung sein kann.

Gruß Uschi

Sonntag, 5. Februar 2017

WmdedgT 02/17

"Was machst du eigentlich den ganzen Tag?", fragt Frau Brüllen an jedem 5ten des Monats und auch dieses mal werde ich mit dabei sein.

Heute ist Sonntag, sonntags lassen wir es immer ganz gemütlich angehen....jeder so in seinem Tempo. Aber dennoch ist unser Tag heute etwas anders, denn es fehlt ein Familienmitglied. Julia ist gestern aufgebrochen zum Schüleraustausch nach Redon, Frankreich. Mit Schrecken habe ich festgestellt, dass es das erste Mal ist, dass ein Familiemitglied so lange Zeit von uns getrennt ist. Aber Julia freut sich und ist gestern abend auch gut angekommen. Dennoch versprach ich ausnahmsweise mein Handy mit ans Bett zu nehmen (normal bleibt es unten in der Küche!) und so wurde ich heute morgen als ich mich noch in der "ich werde gleich richtig wach Phase" befand vom Brummen des Handys geweckt. Das Tochterkind kämpfte mit der Technik in fremden Badezimmern;-)...na, wenn's weiter nichts ist! Wir whatsappten dann noch ein wenig hin und her und ich beschloss aufzustehen und das Frühstück zuzubereiten.

Sonntags immer Brötchen zum Aufbacken, ein Frühstücksei, eine große Kanne Tee und viel Ruhe. Ich hatte meinen Ebookreader neben mir liegen und nachdem ich die KatzeMatze reingelassen (was mit einem empörten MAU quittiert wurde, abgesichts der schon fortgeschrittenen Uhrzeit) und auch ihr das Frühstück bereitet hatte, nahm ich mir die Zeit mein Buch (eine Ostfriesenkrimi, zweiter Teil, der im Januar begonnenen Reihe) zu Ende zu lesen.

Danach den Rechner anschalten, ein paar Mails beantworten und den Blogpost von Frau Brüllen entdecken...ja und da stehe ich nun. Inzwischen geht es auf halb 12 zu...Zeit für einen Kaffee. Nebenbei ein bisschen an meinen regenbogenfarbenen Beinstulpen weiterstricken.


Die Pläne des weiteren Tages: Das Badezimmer, bzw. zunächst den Badezimmerschrank ausräumen, denn das Badezimmer soll in der kommenden Woche gestrichen werden und ich möchte da heute bereits ein wenig vorbereiten, damit das Montag, spätestens Dienstag reibungslos über die Bühne geht. Die doofe Arbeit, das Abkleben ist schon mal erledigt...


 ...zumindest im Badezimmer in der unteren Etage. Das Badezimmer im Obergeschoss kann auch neue Farbe gebrauchen, da mache ich das doch am besten in einem Abwasch.
Bei meinem Anstreicharbeitsplan ist mir nun aufgefallen, dass das große Farbabstreichgitter leider nicht in den kleinen 5 l Farbeimer passt. Also muss ich morgen nochmal zum Baumarkt. Dann kann ich gleich auch noch etwas Sperrholz mitbringen, da ich damit etwas verkleiden möchte, was mich...äh....schon seit einigen...äh...Jahren anguckt;-). Also schnappe ich mir nun einen Zollstock und messe die Sache mal eben aus!

Alles ausgemessen und noch ein wenig PC Arbeit. Unter anderem eine von Felix weitergeleitete Email bezüglich seines Studiums, bzw. Einschreibungsverfahren an der TU Delft. Ganz schön heftig was da zuvor schon erledigt werden muss:

Overview of selection procedure
Below you can see all the upcoming steps. You will receive an email before each step.

Ø  February 6th: receive link to selection portal and Motivation and Academic Attitude Questionnaire
Ø  February 15th: receive link to First Year Material to prepare for the Academic Test
Ø  March 3rd: receive email to take the Academic Test
Ø  March 3rd: receive email to complete the Self-Reflection
Ø  April 14th: receive email with results from the selection procedure.

Der "Academic Test" besteht aus 3 Teilen (Mathe, Physik und First Year Material) zu je einer Stunde Prüfungszeit. Ich versuche mich durch den Ablauf und die Bedingungen, die alle in Englisch geschrieben sind, durchzukämpfen, um das alles gleich bei der Kaffeepause mit Mann und Sohn zu diskutieren. Der Academic Test kann auch online, jedoch mit scharfem Reglement (webcam und Co) absolviert werden und man sollte eine stabile Internetleitung haben....äh...ja, wir fahren dann wohl im März doch nochmal wieder nach Delft! Und dann fiebern wir hier alle auf den 14. April hin...wir können ein paar gut gedrückte Daumen gebrauchen, dass er einen Platz bekommt!

Nach der Kaffeepause steht sonntags gerne Spielezeit auf dem Plan. Heute mal wieder "Alhambra", dessen Regeln des Grundspiels wir so langsam verinnerlicht haben und nun so nach und nach um die Erweiterungen aus der Box ergänzen.


Ein Blick zur Uhr zeigt, es ist bereits 18 Uhr. Abendessen wird heute nur aufgewärmt, es sind noch Reste da. Also kann ich noch kurz ins Nähzimmer springen und mir Gedanken zum Rand meiner angefangenen Patchworkdecke machen.


Der weitere Verlauf des Abends ist quasi vorprogrammiert, denn sonntags ist hier Tatort-Zeit. Heute ein Tatort aus Weimar...nicht unbedingt meine favorisierten Ermittler, aber schauen wir mal. Danach meist nur noch Nachrichten, um auf der Höhe des Zeitgeschehens zu bleiben. Diesmal vielleicht noch ein Anruf bei Julia...je nachdem, wie sie möchte. Dann zeitig ins Bett...oh...ich brauche noch neue Lektüre! Und schon ist der 5. Februar auch fast wieder Geschichte.

Ich reihe mich ein in die Liste bei Frau Brüllen und schau mal was ihr alle so an diesem Sonntag gemacht habt.

Gruß Uschi



Samstag, 4. Februar 2017

Die Projekttage zum Thema "Umwelt und Nachhaltiglkeit"...

...an der Schule unserer Kinder sind nun schon vorbei. Ich hatte hier schon geschrieben, wie die "Henne zum Ei", bzw. ich zu einem eigenen Projektkurs kam. Und am Mittwoch und Donnerstag war es nun soweit.


Meine "Koffer" waren gepackt und ich hatte mehrmals kontrolliert, ob ich auch an alles gedacht hatte.
Für den Fall, dass es doch Schüler gibt, die ohne Nähmaschine dabei sind oder auch für den Fall, dass Nähmaschinen streiken hatte ich auch meine beiden Maschinen mit im Gepäck...


...und eben alles, was man sonst so braucht;-).

Ich gebe zu, ich war ganz schön aufgeregt einmal für zwei Tage in die Rolle einer "`Lehrerin" schlüpfen zu müssen. Aber die Aufregung verflog schnell und die Schüler und Schülerinnen waren allesamt hochmotiviert.

Zuerst haben alle ihre Maschinen aufgebaut und "eigentlich" sollten sie das Einfädeln und erstes Nähen zuhause schon geübt haben...eigentlich;-). So gab' es am ersten Tage bei manchen Schülern zunächst ein paar Startschwierigkeiten. Schwergängige Maschinen, falsche Unterfadenspulen, Unterfadenspulen falsch eingelegt, krumme Nadeln, fehlende Abdeckungen der Spule, falsch eingefädelter Oberfaden, nicht korrekt eingestellte Fadenspannung, und, und, und....


Unterschidlicher, wie oben im Bild, können Nähmaschinen fast nicht sein: David gegen Goliath, leider verlor hier David und es war gut, dass ich Goliath mitgenommen hatte.

Daher meine erste Erkenntnis: Es braucht einiges an Erfahrung, um fremde Maschinen ans laufen zu bringen!  Bis auf zwei Maschinen ist es mir auch gelungen und selbst die Kunstlehrerin, die mir während des ersten Tages zur Hand ging, fragte mich mehrmals: "Wie haben Sie das jetzt gemacht?" Zauberhände halt;-).

Irgendwann konnten wir dann aber durchstarten und mit einem einfachen Schlüsselband nach diesem Video verschaffte ich mir ein Bild über die unterschiedlichen Fähigkeiten. Das klappte dann recht schnell und gut!


Dann durften sich die Schüler aussuchen welche Projekte sie von nun an in Angriff nehmen wollten. Manche hatten eigene Ideen, bei denen ich mit Rat und Tat zur Seite stand, andere wählten aus den vorbereiteten Sachen etwas aus.



Und ganz schnell entstand in dem großen Kunstsaal das uns allen bekannte Nähchaos;-)


 


Als es um 12 Uhr zur Mittagspause klingelte, ging ein Raunen durch den Kurs: "Oooh, schon so spät?"
Alle waren so vertieft in ihre Nähprojekte, dass sie die Zeit völlig vergessen hatten (kennen wir doch alle, oder?) und ein paar der Schüler fragten, ob wir denn wirklich eine Stunde Pause machen müssten. Man kann also sagen...ich hatte sie nach knapp vier Stunden mit dem Nähvirus infiziert;-).

Viel zu schnell ging dann die restliche Zeit bis 14:30 Uhr zuende.

Am nächsten Tage erschienen alle Schüler pünktlich und es ging sofort weiter. Angefangene Dinge wurden mit viel Eifer zu Ende gebracht. Und ich hatte den Eindruck, dass ich die Schüler ganz gut in die Spur gebracht hatte. Vieles wurde inzwischen alleine bewältigt (z.b. das Einfädeln der Maschinen!) und auch manche Nähschritte waren verinnerlicht.

Mein schönster Moment des Tages war jener:
Eine Schülerin kam ohne Vorkenntnisse in den Kurs, sie hatte noch nie zuvor genäht und war in allem sehr zögerlich. Sie fragte mich am ersten Tag, ob es denn schwierig wäre so ein "Patch mit Liebe Kissen" zu nähen. Ich sagte: "Nein, an sich sind das nur gerade Nähte, das bekommst du sicher hin!" Sie sah mich etwas zweifelnd an, aber ich schickte sie siegessicher zum Stoffe aussuchen.
Und was soll ich sagen, sie hat sich durchgebissen...sie kämpfte mit der Stoffauswahl, sie haderte mit dem Design, aber, sie sah ihr Projekt auch wachsen.


Am Ende des ersten Tages hatte sie die Kissenfront fertig. Am zweiten Tag ging es dann an die Rückseite, zweiteilig mit Knopfverschluss. Das wollte ihr erst so gar nicht einleuchten, wie sie die Stoffe da zu schneiden und zu legen hatte. Aber Schritt für Schritt führte ich sie zum Ziel. Zusammen stopften wir dann zum Schluss die Füllung ins Kissen und sie drehte es um, betrachtet ihr Werk und sie fing über das ganze Gesicht an zu strahlen, guckte mich nochmal an, guckte das Kissen noch mal an und sagte mit vollster Überzeugung: "Boah, jetzt bin ich aber voll stolz!"
YEAH...Ziel erreicht würde ich sagen!!!


Da, links am Rand liegt es...das hat sie doch wirklich toll gemacht! Aber auch die anderen Schüler waren richtig kreativ, einige Dinge sind auf dem Bild zu sehen, vieles habe ich leider nicht fotografiert. Das meiste ist aus abgelegter Kleidung oder Stoffresten entstanden, so dass wir auch dem Thema der Projekttage im Sinne der "Nachhaltigkeit" entsprachen.

Als ich dann am Ende des Tages fragte, ob es denn Spaß gemacht hätte und ob es ihnen denn gefallen hätte, sagte eine Schülerin: Doch, das war total klasse. Endlich mal Schule, die Spaß gemacht hat!

Spaß hatte ich auch, auch, wenn ich mir den Mund fusselig geredet habe, bei all den Erklärungen, die ich abgeben musste und auch, wenn man mir kaum eine Pause ließ, es war toll zu sehen, dass man junge Menschen doch für etwas motivieren und bewegen kann. Auch das Untereinander unter den Schülern (es war ja jahrgangsübergreifen von Klasse 5 bis zur Q1) war sehr harmonisch, man ging sich zur Hand und alle halfen beim Aufräumen...toll, toll, toll!

Ein Dankeschön an die Schulleitung, die der Q2 (dem Jahrgang unseres Sohnes) die Organisation der Projekttage anvertraut hat. Es lief sicher nicht alles ganz glatt, aber den Schulalltag mit über 700 Schülern mal eben so zu managen ist ja auch eine beachtliche Aufgabe. Ein Dankeschön auch an die Lehrer und die Schüler der Q2, die mit Rat und Tat zur Seite standen.
Auch hier nochmal mein Dank an farbenmix, Kunterbunt-design und WasEigenes für eure Unterstützung....die Schüler haben sich sehr über die Spenden und das Ebook gefreut.


Ich würde es wieder machen....okay, vielleicht nicht gerade direkt am Montag und vielleicht auch nicht jeden Tag;-). Lehrer sein ist eben doch nicht so leicht wie man manchmal denkt.


Gruß Uschi